• 21.06.2019
      21:00 Uhr
      makro: Cyberangriff aufs Stromnetz Film von Dennis Berger, Frank Bethmann und Thomas Hies | 3sat
       

      Die Umstellung auf erneuerbare Energien macht das Stromnetz anfälliger für Hacker-Angriffe. Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen produzieren nicht nur Strom, sondern auch jede Menge Daten. Und Daten kann man hacken. Ein Cyberangriff auf das Stromnetz kann großen Schaden anrichten - wirtschaftlich und gesellschaftlich. Hamsterkäufe, Plünderungen, Chaos wären mögliche Konsequenzen eines längerfristigen Blackouts. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario?

      Freitag, 21.06.19
      21:00 - 21:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Umstellung auf erneuerbare Energien macht das Stromnetz anfälliger für Hacker-Angriffe. Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen produzieren nicht nur Strom, sondern auch jede Menge Daten. Und Daten kann man hacken. Ein Cyberangriff auf das Stromnetz kann großen Schaden anrichten - wirtschaftlich und gesellschaftlich. Hamsterkäufe, Plünderungen, Chaos wären mögliche Konsequenzen eines längerfristigen Blackouts. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario?

       

      Die Umstellung auf erneuerbare Energien macht das Stromnetz anfälliger für Hacker-Angriffe. Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen produzieren nicht nur Strom, sondern auch jede Menge Daten. Und Daten kann man hacken. Ein Cyberangriff auf das Stromnetz kann großen Schaden anrichten - wirtschaftlich und gesellschaftlich. Hamsterkäufe, Plünderungen, Chaos wären mögliche Konsequenzen eines längerfristigen Blackouts. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario?

      2015 und 2016 hatten Hacker in der Ukraine die Stromversorgung lahmgelegt. Mehr als 700.000 Haushalte waren stundenlang ohne Strom. Der Fall zeigt: Mit einem groß angelegten, koordinierten Angriff könnten Hacker den Strom flächendeckend ausschalten, womöglich für Tage oder sogar für Wochen. Ein Blackout ist eine echte Bedrohung.

      Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt immer wieder vor Cyberangriffen auf Energieversorger. "Jeden Tag gibt es tausendfache Anklopfversuche aus dem Internet", bestätigt auch Florian Haacke, Leiter der Konzernsicherheit bei Deutschlands größtem Stromnetzbetreiber Innogy. Die größte Schwachstelle ist oft der einzelne Mitarbeiter. Veraltete Systeme erhalten kein Update, Passwörter sind viel zu einfach gestaltet und werden zu selten geändert. In einem "Cybergym" in der Nähe von Prag lernen Angestellte von Europas großen Stromanbietern, wie man sich vor Hackerangriffen schützen kann. Doch Sicherheit muss man sich leisten können. Vor allem kleineren Energieversorgern fehlt es oft an Geld, um in die IT-Sicherheit zu investieren und ihre Mitarbeiter ausreichend zu schulen.

      Film von Dennis Berger, Frank Bethmann und Thomas Hies

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.10.2019