• 14.11.2015
      16:30 Uhr
      Ellas Geheimnis Fernsehfilm Deutschland 2009 | 3sat
       

      Eine Teefarm in Südafrika: Ella, eine angesehene Neuropsychiaterin aus Hamburg, kehrt nach Jahrzehnten in Deutschland zur Beerdigung ihrer Schwester in die alte Heimat zurück. Dort wird sie mit ihrer verdrängten Vergangenheit zu Zeiten der Apartheid konfrontiert, als sie ihre große Liebe verlor und ihr Kind zur Adoption freigeben musste. Wird Ella es schaffen, ihrem Leben eine neue Wende zu geben?

      Samstag, 14.11.15
      16:30 - 18:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Eine Teefarm in Südafrika: Ella, eine angesehene Neuropsychiaterin aus Hamburg, kehrt nach Jahrzehnten in Deutschland zur Beerdigung ihrer Schwester in die alte Heimat zurück. Dort wird sie mit ihrer verdrängten Vergangenheit zu Zeiten der Apartheid konfrontiert, als sie ihre große Liebe verlor und ihr Kind zur Adoption freigeben musste. Wird Ella es schaffen, ihrem Leben eine neue Wende zu geben?

       

      Auf einer Rooibosfarm in den Cederbergen nahe Kapstadt, Südafrika: Ella, eine angesehene Neuropsychiaterin aus Hamburg, kehrt nach Jahrzehnten in Deutschland zur Beerdigung ihrer Schwester Hilde nach Clanwilliam in ihr Elternhaus zurück. Während ihres kurzen Aufenthalts will sie gleichzeitig den Verkauf der familieneigenen Teefarm abwickeln. Doch die Vergangenheit ist allgegenwärtig und lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Vor 40 Jahren, zu Zeiten der Apartheid, hatte die jugendlich unbekümmerte Ella eine streng verbotene Beziehung mit Ben, einem jungen Schwarzafrikaner, von dem sie schwanger wurde. Da ein Abbruch für sie nicht infrage kam, trug sie das Kind aus, musste es aber voller Verzweiflung zur Adoption freigeben. Daraufhin verließ sie die Farm und ihre Familie, die sie nicht mehr wiedersah. Auch zu ihrer besten Freundin Saartjie, einer Schwarzafrikanerin, die im Haus ihrer Familie aushalf, brach der Kontakt ab.

      40 Jahre später sehen sich nun die beiden Frauen endlich wieder und versuchen vorsichtig, das alte Vertrauen wieder herzustellen. Saartjie ist in der Zwischenzeit selbst Mutter und Großmutter geworden. Ihre Tochter Mali, eine stolze und karrierebewusste junge Frau, versucht mit allen Mitteln, Ellas Farm und weitere Ländereien im Namen einer Investmentfirma für die schwarze Bevölkerung zurückzukaufen. Aus ihrem Sohn Biko soll einmal mehr als nur ein "Buschmann" werden. Unabhängigkeit und Gleichberechtigung um jeden Preis stehen für sie an oberster Stelle.

      Auf Ellas Reise zurück in die Vergangenheit kommt sie auch ihrem Jugendfreund Jack wieder näher, der damals genau wie sein Freund Ben leidenschaftlich in sie verliebt war, gegen ihn allerdings keine Chance hatte. In der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte realisiert Ella, dass ihre Wurzeln in Afrika doch stärker sind als all die Verdrängungen der letzten Jahrzehnte. Endlich macht sie sich auf die Suche nach ihrer Tochter und ist am Ende sogar bereit, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben.

      Die Drehbuchautorin Stefanie Sycholt ist in Pretoria, Südafrika geboren. Während ihres Studiums der Politikwissenschaft, Anglistik und Filmtheorie an den Universitäten Natal und Kapstadt war sie in der Anti-Apartheid-Studentenbewegung tätig und arbeitete dann als Media Officer der National Union of South African Students. Sie war Dokumentaristin und Koordinatorin bei einer Anti-Apartheid-Videogruppe in Durban, bevor sie 1990 nach München kam, um an der Hochschule für Fernsehen und Film zu studieren. Seitdem hat sie mehrere Filme als Drehbuchautorin und als Regisseurin realisiert, darunter den international preisgekrönten Kinofilm "Malunde", der 2001 unter anderem mit dem Südafrikanischen Filmpreis "Avanti" und 2003 mit dem Deutschen Kritikerpreis für Film bedacht wurde. 2010 meldete sie sich mit "Themba" als Kinoregisseurin zurück. Das in Südafrika angesiedelte Drama erzählt vom Schicksal eines Jungen aus armen Verhältnissen, für den sein Talent als Fußballer zur letzten Hoffnung auf Überleben wird. Ein weiteres Regie- und Drehbuchprojekt Sycholts ist der Fernsehfilm "Die Löwin" (2012).

      Regisseur Rainer Kaufmann studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt Germanistik und Filmwissenschaften. Von 1983 bis 1990 absolvierte er sein Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Schon in seinem achtminütigen Kurzfilm "Salz für das Leben", 1989 an der HFF entstanden, spielte Katja Riemann die Hauptrolle. Sie war auch in seinem Kurzfilm "Blutbad" und in den Kinoerfolgen "Stadtgespräch" (1996) und "Die Apothekerin" (1997) dabei. Auch in der Zusammenarbeit mit Jürgen Vogel, Richy Müller, Maria Schrader, Monica Bleibtreu und Fritzi Haberlandt entstanden erfolgreiche und quotenstarke Filme. In "Bella Block - Blackout" (2007) arbeitete Rainer Kaufmann erneut mit Johanna Wokalek zusammen, die auch schon in seinem preisgekrönten Dreiteiler "Die Kirschenkönigin" (2004) die Hauptrolle spielte. 2006 hat Rainer Kaufmann die ZDF-Kino-Koproduktion "Ein fliehendes Pferd", nach der Novelle von Martin Walser, gedreht. Für den von ARTE koproduzierten Film "Marias letzte Reise" (2005) erhielt er den Adolf-Grimme-Preis mit Gold, den Bayerischen Fernsehpreis und den Deutschen Fernsehpreis sowie den Rocky Award beim Banff World Television Festival. Zuvor hat Rainer Kaufmann schon für andere Filme den Europäischen Fernsehpreis, den Magnolia Award in Shanghai, den Max-Ophüls-Preis, sowie den Bayerischen Film- und Fernsehpreis erhalten. Weitere Produktionen von Rainer Kaufmann sind "Ein starker Abgang" (2008), "Das Beste kommt erst" (2008), der Allgäukrimi "Erntedank" (2009), "In aller Stille" (2010), "Blaubeerblau" (2011) und "Operation Zucker" (2012) .

      Hannelore Hoger absolvierte ihre Ausbildung an der Staatlichen Musikhochschule in ihrem Geburtsort Hamburg bei Professor Eduard Marks. Das Theaterpublikum kennt sie durch zahlreiche Lesungen und Engagements unter anderem in Bremen und Bochum sowie durch Gastspiele - zum Beispiel in Düsseldorf. Seit 1986 ist sie mit eigenen Theaterinszenierungen erfolgreich. Als Theaterschauspielerin arbeitete Hannelore Hoger mit großen Regisseuren wie Augusto Fernandez, Peter Zadek, Hans Lietzau, Peter Palitzsch und Wilfried Minks zusammen. Engagements hatte sie unter anderem am Wiener Burgtheater, am Schauspielhaus Hamburg, am Staatstheater Stuttgart sowie am Schiller-Theater Berlin. In Hamburg spielte sie die Martha in Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" und am Burgtheater Wien unter der Regie von Peter Zadek die Alice in Strindbergs "Totentanz". Ihr Fernsehdebüt gab Hannelore Hoger 1963 mit dem Fernsehfilm "Tag für Tag" unter der Regie von Peter Beauvais. Unzählige Rollen in Fernsehfilmen sowie im Kino folgten. Sie arbeitete mit Volker Schlöndorf.

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      Samstag, 14.11.15
      16:30 - 18:00 Uhr (90 Min.)
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