• 13.11.2015
      03:25 Uhr
      Tief im Westen (1/2) Auf der Ahr von der Eifel zum Rhein | 3sat
       

      "Tief im Westen" liegt ein kleines Flusstal, das ganz nah und doch "ab vom Schuss" ist. Das Tal der Ahr - mit seinen steilen, schroffen Uferhängen, an denen edle Spitzenweine reifen. Nicht mal 90 Kilometer liegen zwischen Quelle und Mündung der Ahr. Leise vor sich hin plätschernd fließt sie ihr Tal sacht abwärts - die allermeiste Zeit kaum wahrgenommen. Dabei hat sie es geformt, hat die Landschaft unverwechselbar gemacht mit seinen Steilhängen. Nur selten, an wenigen Tagen im Jahr, nach Schneeschmelze oder großen Regengüssen zeigt sie ihre wilde Kraft.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 13.11.15
      03:25 - 04:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      "Tief im Westen" liegt ein kleines Flusstal, das ganz nah und doch "ab vom Schuss" ist. Das Tal der Ahr - mit seinen steilen, schroffen Uferhängen, an denen edle Spitzenweine reifen. Nicht mal 90 Kilometer liegen zwischen Quelle und Mündung der Ahr. Leise vor sich hin plätschernd fließt sie ihr Tal sacht abwärts - die allermeiste Zeit kaum wahrgenommen. Dabei hat sie es geformt, hat die Landschaft unverwechselbar gemacht mit seinen Steilhängen. Nur selten, an wenigen Tagen im Jahr, nach Schneeschmelze oder großen Regengüssen zeigt sie ihre wilde Kraft.

       

      "Tief im Westen" liegt ein kleines Flusstal, das ganz nah und doch "ab vom Schuss" ist. Das Tal der Ahr - mit seinen steilen, schroffen Uferhängen, an denen edle Spitzenweine reifen. Nicht mal 90 Kilometer liegen zwischen Quelle und Mündung der Ahr. Leise vor sich hin plätschernd fließt sie ihr Tal sacht abwärts - die allermeiste Zeit kaum wahrgenommen. Dabei hat sie es geformt, hat die Landschaft unverwechselbar gemacht mit seinen Steilhängen. Nur selten, an wenigen Tagen im Jahr, nach Schneeschmelze oder großen Regengüssen zeigt sie ihre wilde Kraft. Dann strömt sie fast unbezähmbar, trägt Massen an Wasser aus der Eifel runter zum Rhein.

      Auf entgegengesetztem Weg unterwegs sind die Lachse. Heute wieder. Lange galten sie in der Ahr - wo sie einst zu Tausenden laichten - als ausgestorben. Heute tummeln sie sich hier im Flüsschen wieder mit Bachforellen, Äschen und dem ebenfalls zurückgekehrten Edelkrebs. Warum er ausgerechnet das kleine Ahrtal zu seiner Heimat erkoren hat, zeigt uns ein Fliegenfischer im Morgengrauen - immer wieder fasziniert von den raffinierten Formen und Überlebensstrategien der Natur.

      Dass auch der Mensch schon immer sehr einfallsreich war, beweist der Tiergartentunnel direkt über der Ahrquelle: ein Relikt aus dem Mittelalter. Vor etwa zehn Jahren hat man gemauerte Hohlräume und hölzerne Rohre im Waldboden entdeckt, hat weiter gesucht, und nach und nach erst erkannt, dass hier ein technisches Denkmal schlummert.

      Etwas weiter flussabwärts mündet der Lampertsbach in die Ahr. Ein Bach, der zwischenzeitlich im hohlen Gestein einfach abtaucht, verschwindet. Ein seltenes Phänomen. Das Wasser im Lampertsbach kommt aus der Vulkaneifel. Aktive Vulkane mitten in Deutschland und statistisch gesehen, prophezeit ein Geologe im Film, steht ein Ausbruch unmittelbar bevor.

      Und natürlich geht es auf unserer Reise durchs Ahrtal auch um Reben und Wein, um zehntausend Jahre altes Quellwasser, das dem heiligen Apollinaris gewidmet ist, um ein im Marienthaler Ahr-Fels verstecktes "Geheimprojekt" der Bundesregierung oder auch um alte Töpfertradition. Drollig wird es schließlich, wenn der vierbeinige Max mit seiner Schnauze - nach Trüffeln schnüffelnd - den Boden durchwühlt. Mit Erfolg! Aber wie kommen wilde Trüffel an die Ahr? Und erst dort, wo sich der kleine, besondere Fluss auf seinem letzten Kilometer windet, wo er sich mit jedem Hochwasser ein Stückchen neuen Weg frei spült, dort endet unsere Entdeckungsreise. Eine Reise über die Ahr - voller Geschichten und Begegnungen zwischen Eifel und Rhein.

      Film von Manfred Schulz

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 13.11.15
      03:25 - 04:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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