• 21.05.2019
      22:25 Uhr
      40 Jahre Filme in Ost und West: Die Architekten Spielfilm DDR 1990 | 3sat
       

      Der Architekt Daniel Brenner ist fast 40, als er seinen ersten großen Auftrag erhält: Er soll für eine Berliner Trabantenstadt ein kulturelles Zentrum entwerfen. Er nimmt das 80-Millionen-Projekt ohne Bedenkzeit an. Dies ist seine Chance! Nur eine Bedingung stellt er: Die Mitarbeiter will er selbst bestimmen.

      So macht sich Daniel auf die Suche nach Studienfreunden. Fünf ehemalige Kommilitonen und zwei junge Absolventinnen finden sich zusammen wie die Glorreichen Sieben. Ideen haben sie mehr als genug. Verbissen kämpfen sie darum, den Menschen durch eine Alternative zur Monotonie des genormten Bauens eine Heimat zu schaffen.

      Dienstag, 21.05.19
      22:25 - 00:10 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Der Architekt Daniel Brenner ist fast 40, als er seinen ersten großen Auftrag erhält: Er soll für eine Berliner Trabantenstadt ein kulturelles Zentrum entwerfen. Er nimmt das 80-Millionen-Projekt ohne Bedenkzeit an. Dies ist seine Chance! Nur eine Bedingung stellt er: Die Mitarbeiter will er selbst bestimmen.

      So macht sich Daniel auf die Suche nach Studienfreunden. Fünf ehemalige Kommilitonen und zwei junge Absolventinnen finden sich zusammen wie die Glorreichen Sieben. Ideen haben sie mehr als genug. Verbissen kämpfen sie darum, den Menschen durch eine Alternative zur Monotonie des genormten Bauens eine Heimat zu schaffen.

       

      Stab und Besetzung

      Daniel Brenner Kurt Naumann
      Wanda Brenner Rita Feldmeier
      Albrecht Wischala Hans-Joachim Hegewald
      Renate Reese Uta Eisold
      Martin Bullat Jürgen Watzke
      Franziska Scharf Ute Lubosch
      Wilfried Berger Jörg Schüttauf
      Elke Krug Catherine Stoyan
      Adam Günther Wolfgang Greese
      Prof. Vesely Joachim Tomaschewsky
      Regie Peter Kahane
      Drehbuch Thomas Knauf
      Peter Kahane
      Musik Tamas Kahane

      Der Architekt Daniel Brenner ist fast 40, als er seinen ersten großen Auftrag erhält: Er soll für eine riesige Berliner Trabantenstadt ein kulturelles Zentrum entwerfen.

      Er nimmt das 80-Millionen-Projekt ohne Bedenkzeit an. Dies ist seine Chance! Nur eine Bedingung stellt er: Die Mitarbeiter will er selbst bestimmen. So macht sich Daniel auf die Suche nach ehemaligen Studienfreunden. Nicht alle kann er überreden.

      Einer beispielsweise arbeitet inzwischen als Mitropa-Büfettier. Ein anderer ist Schäfer geworden. Ein Dritter lebt im Westen. Aber fünf ehemalige Kommilitonen und zwei junge Absolventinnen finden sich zusammen wie die Glorreichen Sieben. Ideen haben sie mehr als genug.

      Auf ihrem Bauland soll alles entstehen, was der neuen Stadt noch fehlt: Cafés, Geschäfte, Kino, Spielplätze, Promenaden mit viel Grün. Verbissen kämpfen sie darum, den Menschen durch eine Alternative zur Monotonie des genormten Bauens eine Heimat zu schaffen. Doch täglich verlassen Tausende die DDR gen Westen. Am Ende auch Daniels Frau Wanda und Tochter. Sein Kollektiv bricht auseinander. Er selbst gibt nicht auf.

      Aber er kann nicht verhindern, dass sich sein Projekt durch Bevormundung und ökonomische Zwänge bis zur Unkenntlichkeit verändert. Der Baubeginn markiert das Ende von Daniels Ideen und Hoffnungen. Es ist die Zeit unmittelbar vor dem Herbst '89.

      Spielfilm DDR 1990

      Deutsch-Deutsches Kino

      Peter Kahanes "Die Architekten" ist einer der letzten DEFA-Filme, das Szenarium wurde noch vor der Wende bewilligt. Er "war der erste 'tabulose' DEFA-Film. Die bittere Kritik, die er übte, kam zu spät, und doch war er der wohl konsequenteste und wichtigste Wende-Film der DEFA" (Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme). Er übte Kritik an den verfilzten und verkrusteten Strukturen der DDR, die ihren Bürgern nicht die Möglichkeit ließ, ihren eigenen Weg zu finden.

      Die Berufsgruppe der Architekten ist dabei auch als Metapher für alle gemeint, die etwas Neues schaffen wollten - darin eingeschlossen neue Lebensräume und neue Lebensmöglichkeiten. Dies trifft auch auf die Generation der zur Wendezeit 40-Jährigen besonders zu - sie wollten den Sozialismus menschlicher machen, während sich die folgende Generation schon konsequenter abgewandt hat. Kahane und sein Kameramann Andreas Köfer fanden dafür Bilder beklemmender Trauer und Verzweiflung. Und so schrieb auch Kritiker Heinz Kersten nach der Premiere am 22. Juni 1990: "Noch einmal wird DDR-Atmosphäre in einem DEFA-Film ganz echt auf die Leinwand gebracht: die kleine Nischenfreundlichkeit dessen, was man heute gern Solidargemeinschaft nennt, und die große Tristesse eines lähmenden Gefühls der Vergeblichkeit."

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      22:25 - 00:10 Uhr (105 Min.)
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