• 23.04.2019
      23:10 Uhr
      Leben für den Tod - Menschen am Zentralfriedhof Film von Karin Berghammer und Krisztina Kerekes | 3sat
       

      Der Zentralfriedhof in Wien-Simmering, mit 55 Hektar die zweitgrößte Ruhestätte Europas, ist längst zur Kultstätte geworden. Doch wer sind die Menschen, die dort arbeiten? Menschen, die ihr berufliches Leben ganz den Verstorbenen widmen und sich um 330 000 Gräber und ihre beheimateten drei Millionen Toten kümmern. Zu ihnen zählen die Totengräber Thomas Zaubi und Dejan Srbulovic, die eigentlich "Gräbergraber" heißen müssten. Sie leisten wahre Knochenarbeit - und das ohne Zollstock. Bis heute werden die Maße der Gräber anhand der eigenen Schuh- und Körpergröße bemessen.

      Dienstag, 23.04.19
      23:10 - 00:05 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Der Zentralfriedhof in Wien-Simmering, mit 55 Hektar die zweitgrößte Ruhestätte Europas, ist längst zur Kultstätte geworden. Doch wer sind die Menschen, die dort arbeiten? Menschen, die ihr berufliches Leben ganz den Verstorbenen widmen und sich um 330 000 Gräber und ihre beheimateten drei Millionen Toten kümmern. Zu ihnen zählen die Totengräber Thomas Zaubi und Dejan Srbulovic, die eigentlich "Gräbergraber" heißen müssten. Sie leisten wahre Knochenarbeit - und das ohne Zollstock. Bis heute werden die Maße der Gräber anhand der eigenen Schuh- und Körpergröße bemessen.

       

      Der Zentralfriedhof in Wien-Simmering, mit 55 Hektar die zweitgrößte Ruhestätte Europas, ist längst zur Kultstätte geworden. Doch wer sind die Menschen, die dort arbeiten?

      Menschen, die ihr berufliches Leben ganz den Verstorbenen widmen und sich um 330 000 Gräber und ihre beheimateten drei Millionen Toten kümmern. Zu ihnen zählen die Totengräber Thomas Zaubi und Dejan Srbulovic, die eigentlich "Gräbergraber" heißen müssten.

      Sie leisten wahre Knochenarbeit - und das ohne Zollstock. Bis heute werden die Maße der Gräber anhand der eigenen Schuh- und Körpergröße bemessen.

      Auch der Schlosser Willi Heschl ist hier tätig. Aufgewachsen in einem Bestatter-Haushalt, verleiteten ihn die in der Garage gelagerten Särge einst zu Jugendstreichen. Die Baumpflegerin Kerstin Peschek gerät beim Erklettern einer 20 Meter hohen Föhre außer Atem und flucht deshalb schon mal. Wenn jedoch ein Leichenzug vorbeikommt, legen die Arbeiterinnen und Arbeiter ihr Werkzeug beiseite, dann sind sie alle stumm. Ihre Kettensägen und die Motoren der Baggerfahrer verklingen - bis der Abstand groß genug ist, wird Respekt gezollt.

      Selbst der Geschäftsführer der für den Friedhof zuständigen Wiener Stadtwerke GmbH, Markus Pinter, macht deutlich, dass ihm angesichts der abnehmenden Sterblichkeitsrate in Wien das Überleben des Zentralfriedhofs am Herzen liegt.

      Was alle hier arbeitenden Menschen gemeinsam haben, ist ihre Offenheit, gepaart mit Gelassenheit und einer gesunden Portion Humor. Vielleicht ist es die tagtägliche Konfrontation mit der Endlichkeit, die ein verstärktes Bewusstsein für die eigene Lebendigkeit mit sich bringt. In ihrem Film "Leben für den Tod - Menschen am Zentralfriedhof" dokumentieren Karin Berghammer und Krisztina Kerekes diese Welt, die offen ist für alle Konfessionen und die sich in ihrer Vielfalt und Pracht als einzigartiges Spiegelbild Wiens präsentiert.

      Erstsendung 28.10.2018

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      23:10 - 00:05 Uhr (55 Min.)
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