• 18.04.2019
      21:00 Uhr
      scobel - Neuer Antisemitismus Moderation: Gert Scobel | 3sat
       

      Die Mechanismen des Antisemitismus wirken auch noch 70 Jahre nach dem Holocaust. Judenhass und Xenophobie verbreiten sich zunehmend in unserer Gesellschaft. Was lässt sich dagegen tun? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, der Historikerin und Leiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden Miriam Rürup, dem Soziologen Armin Nassehi und dem Rechtsanwalt und Publizisten Michel Friedman, über den neuen Religions- und Rassenhass. Judenhass geht immer mehr Hand in Hand mit allgemeinem Fremdenhass. Ausländer, Muslime, Flüchtlinge: Fremdenhass unterwandert immer größere Teile der Gesellschaft und spaltet diese.

      Donnerstag, 18.04.19
      21:00 - 22:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Mechanismen des Antisemitismus wirken auch noch 70 Jahre nach dem Holocaust. Judenhass und Xenophobie verbreiten sich zunehmend in unserer Gesellschaft. Was lässt sich dagegen tun? Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, der Historikerin und Leiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden Miriam Rürup, dem Soziologen Armin Nassehi und dem Rechtsanwalt und Publizisten Michel Friedman, über den neuen Religions- und Rassenhass. Judenhass geht immer mehr Hand in Hand mit allgemeinem Fremdenhass. Ausländer, Muslime, Flüchtlinge: Fremdenhass unterwandert immer größere Teile der Gesellschaft und spaltet diese.

       

      Die Mechanismen des Antisemitismus wirken auch noch 70 Jahre nach dem Holocaust. Judenhass und Xenophobie verbreiten sich zunehmend in unserer Gesellschaft. Was lässt sich dagegen tun?

      Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen, der Historikerin und Leiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden Miriam Rürup, dem Soziologen Armin Nassehi und dem Rechtsanwalt und Publizisten Michel Friedman, über den neuen Religions- und Rassenhass.

      Judenhass geht immer mehr Hand in Hand mit allgemeinem Fremdenhass. Ausländer, Muslime, Flüchtlinge: Fremdenhass unterwandert immer größere Teile der Gesellschaft und spaltet diese. Deutschland ohne Antisemitismus gab es nie.

      Neue Studien belegen jedoch, dass der Antisemitismus, gepaart mit Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und rechten Parolen, wieder zunehmend die Aufmerksamkeit der Mitte der Gesellschaft erobert. Zwar bleibt die Zahl antisemitischer Straftaten seit Jahren konstant auf hohem Niveau, doch im Internet ist tagtäglich eine zunehmende antisemitische Hetze zu beobachten. Es blüht hier der sogenannte latente Antisemitismus, der befeuert wird durch Andeutungen, Codes und diffuse Vergleiche. So steht George Soros als Synonym für eine angeblich vom "jüdischen Finanzkapitalismus" gesteuerte globalisierte Welt. Und so mancher Globalisierungskritiker spricht schon mal gern von "einflussreichen Kreisen an der Ostküste" der USA – und appelliert damit an alte, antijüdische Vorurteile über eine angeblich verschworene Gemeinschaft.

      Die moderne, gesellschaftsfähige Form des Antisemitismus kommt heute also meist verdeckt daher und verbreitet sich schleichend in Teilen der Gesellschaft. Besonders geschickt gehen dabei deutsche Rechtspopulisten vor. Sie geben sich pro-jüdisch und israelfreundlich. Gleichzeitig versuchen sie, muslimische Zuwanderung als hauptverantwortlich für den zunehmenden Antisemitismus hinzustellen. Obwohl Statistiken diese Behauptungen widerlegen.

      Doch scheint dem muslimischen Antisemitismus in Deutschland lange Zeit zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein. Und auch global ist diese Spielart der Menschenfeindlichkeit auf dem Vormarsch, was Gewalttaten in den USA und antisemitische Vorfälle in Frankreich in den vergangenen Monaten zeigen. Darüber und welche Wege es aus Antisemitismus und Xenophobie gibt, diskutiert Gert Scobel mit Michel Friedman und seinen Gästen.

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