• 28.01.2015
      23:55 Uhr
      Kampf um Amazonien (3/3) Die Internet-Indianer | 3sat
       

      Mit Pfeil und Bogen kämpfen die Asháninka im brasilianischen Amazonasgebiet schon lange nicht mehr. Bei ihrem Kampf gegen illegale Holzfäller setzen sie auf moderne Technik. Per Internet rufen sie Polizei und Militär zu Hilfe und konnten so bereits manchen Schaden vom bedrohten Regenwald abwehren. Die Dokumentarfilmerin Ilka Franzmann hat die Asháninka in ihrem Stammesgebiet besucht und stellt ihre Traditionen sowie ihre Umweltschutzarbeit vor.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.01.15
      23:55 - 00:35 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      HD-TV Stereo

      Mit Pfeil und Bogen kämpfen die Asháninka im brasilianischen Amazonasgebiet schon lange nicht mehr. Bei ihrem Kampf gegen illegale Holzfäller setzen sie auf moderne Technik. Per Internet rufen sie Polizei und Militär zu Hilfe und konnten so bereits manchen Schaden vom bedrohten Regenwald abwehren. Die Dokumentarfilmerin Ilka Franzmann hat die Asháninka in ihrem Stammesgebiet besucht und stellt ihre Traditionen sowie ihre Umweltschutzarbeit vor.

       

      Die Asháninka leben im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Peru. Die Region ist reich an wertvollem Tropenholz und lockt regelmäßig illegale Holzfällertrupps an, die mit Maschinen und Waffen anrücken, rücksichtslos jahrhundertealte Urwaldriesen fällen, brandroden und Schneisen in den Regenwald schlagen. Wenn sich die Indianer der Holzmafia in den Weg stellen, werden ihre Dörfer überfallen und die Menschen verjagt oder gar getötet.

      Als die brasilianische Regierung vor einigen Jahren begann, isoliert lebende indigene Völker mit Internetstationen auszustatten, hatten die Regenwaldbewohner plötzlich die Möglichkeit, die Behörden gezielt um Hilfe zu bitten. Illegale Holzfäller konnten gefasst werden, weil innerhalb kürzester Zeit Militär und Polizei per Helikopter im Indianergebiet eintrafen und Rohstoffpiraten auf frischer Tat ertappten.

      Vor allem die Asháninka machten Schlagzeilen. Ihnen gelang es, Indianertraditionen mit modernem Bewusstsein und der Verantwortung für die Umwelt zu vereinen. Sie gründeten eine Umweltschutzschule, in der sie Methoden nachhaltiger Landwirtschaft lehren, machten ihre Dörfer autark, begannen Flächen wieder aufzuforsten und fanden Verbündete in den Organisationen, die sich seit dem Umweltgipfel von Rio de Janeiro verstärkt in Brasiliens Großstädten gründeten.

      Dem Netz zur Rettung des brasilianischen Regenwaldes gehören inzwischen auch große Industrieunternehmen an, die Aufforstungsprojekte unterstützen und bei der Idee "Umweltschaden mit Umweltnutzen" mitmachen. Dabei wird der CO2-Verbrauch mit Tropenbäumen verrechnet. Den Indianern werden Bäume gespendet, damit sie jeweils so viele neu pflanzen, wie nötig sind, um Klimaschäden auszugleichen.

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