• 16.02.2019
      17:25 Uhr
      Wer's glaubt wird selig Spielfilm Deutschland 2012 | 3sat
       

      Der bayerische Skiort Hollerbach leidet unter Touristenschwund, seit Jahren hat es in dem Dorf nicht mehr geschneit. Auch dem Gastwirt Georg und seiner Frau Emilie macht die Flaute schwer zu schaffen. Als Emilies strenggläubige Mutter Daisy stirbt, hat der gewiefte Georg eine Idee, wie man die Touristenströme wieder anlocken könnte: Der Papst soll die Verstorbene heiligsprechen! Wider Erwarten gelingt es Georg, einen Gesandten des Vatikans in die bayerische Provinz zu locken. Mit allerlei Tricks und Maskeraden versuchen die Dorfbewohner, den Prüfer aus Rom von Daisys heiligem Wirken zu überzeugen.

      Samstag, 16.02.19
      17:25 - 19:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Der bayerische Skiort Hollerbach leidet unter Touristenschwund, seit Jahren hat es in dem Dorf nicht mehr geschneit. Auch dem Gastwirt Georg und seiner Frau Emilie macht die Flaute schwer zu schaffen. Als Emilies strenggläubige Mutter Daisy stirbt, hat der gewiefte Georg eine Idee, wie man die Touristenströme wieder anlocken könnte: Der Papst soll die Verstorbene heiligsprechen! Wider Erwarten gelingt es Georg, einen Gesandten des Vatikans in die bayerische Provinz zu locken. Mit allerlei Tricks und Maskeraden versuchen die Dorfbewohner, den Prüfer aus Rom von Daisys heiligem Wirken zu überzeugen.

       

      Einst war das bayerische Hollerbach ein florierender Skiort. Aber seit fünf Jahren hat es in der Gegend nicht mehr geschneit - und mit dem Schnee bleiben auch die Touristen weg. Der Gastwirt Georg (Christian Ulmen) und seine Frau Emilie (Marie Leuenberger) gehören zu jener kleinen Schar Dorfbewohner, die nicht aufgeben wollen. Als seine streng katholische Schwiegermutter Daisy (Hannelore Elsner) bei einem skurrilen Unfall ums Leben kommt, hat Georg einen Geistesblitz: Wenn man die Verstorbene hochoffiziell zur Heiligen erklären ließe, könnte sich Hollerbach bald in einen boomenden Wallfahrtsort verwandeln. Anstelle von Skisportlern würden die katholischen Touristen in Scharen strömen!

      Nach anfänglicher Skepsis lassen sich auch der Dorflehrer Pellhammer (Maximilian Schafroth), der Polizist Hartl (Simon Schwarz) und der Bestatter Möslang (Jürgen Tonkel) von Georgs Plan überzeugen. Auch Emilies freigeistige Schwester Evi (Lisa Maria Potthoff) ist mit von der Partie. Nur Emilie selbst darf keinesfalls erfahren, wie man das Gedenken an ihre verblichene Mama ausnutzen will. In geheimer Mission reist Georg nach Rom. Und tatsächlich kann er den Papst (Nikolaus Paryla) dazu bringen, einen Geistlichen (Fahri Yardim) in die bayerische Provinz zu entsenden, damit dieser Daisys heiliges Wirken unter die Lupe nimmt. Der Prüfer aber lässt wegen einer Lebensmittelvergiftung kurzerhand seinen Zwillingsbruder einspringen - die Aufgabe scheint ja kinderleicht: Zwei erwiesene Wunder sind für eine Heiligsprechung nötig. Für Georg und seine Freunde gilt es nun, tatkräftige Überzeugungsarbeit bei dem falschen Priester zu leisten. Mit allerlei Mummenschanz machen sie sich daran, den himmlischen Zeichen auf die Sprünge zu helfen.

      Mit "Wer's glaubt wird selig" startet das BR Fernsehen seine fünfteilige Reihe "Junger Film", die sich an den folgenden Donnerstagen fortsetzt mit "Der Hund begraben", "Einmal bitte alles", "Nichts passiert" und "Ziemlich beste Freunde".

      Seit seinem Spielfilmdebüt "Wer früher stirbt, ist länger tot" (2006) wird Marcus H. Rosenmüller als Kultregisseur des modernen bayerischen Heimatfilms gefeiert. Doch vielleicht ist die BR-Koproduktion "Wer’s glaubt wird selig" der einzige wirkliche Heimatfilm von "Rosi" und das, obwohl er für den Film ein amerikanisches Drehbuch von Jeremy Lewen ("Die Legende von Bagger Vance", 2000) adaptierte. Denn während Rosenmüllers andere Filme zwar in Bayern spielen, die Heimat aber vorrangig Schauplatz ist, kämpfen Georg und seine Freunde hier um die Zukunft ihres Dorfs. Dass die Hauptfigur Georg ein Zugereister ist und vom Hamburger Jung' Christian Ulmen gespielt wird, verleiht der anarchischen Komödie besonderen Charme und enthüllt zwischen schwarzer Satire und fröhlichem Klamauk eine tiefe Wahrheit: Heimat ist, wo das Herz ist. Und wie schon in "Wer früher stirbt, ist länger tot" steht die Frage im Mittelpunkt: Wo sind die Grenzen zwischen Spiel, Wunder, Glaube und der Wirklichkeit? In dieser lustvoll-chaotischen Komödie glänzen Hannelore Elsner als bigotte Schwiegermutter und Jürgen Tonkel als schrulliger Bestatter. Die Musik ist von Gerd Baumann, der unter seinem Pseudonym John Ferdinand Woodstock auch den Filmsong "Santo Subito" singt.

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      Samstag, 16.02.19
      17:25 - 19:00 Uhr (95 Min.)
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