• 02.03.2014
      13:00 Uhr
      Außergewöhnliche Frauen: Maria Montessori Thema: Stark. Kühn. Weiblich | 3sat
       

      Sie schienen alles zu haben - Glamour, Macht, Reichtum und Bewunderung. Sie wurden verehrt, geliebt und manchmal sogar von Millionen auf der ganzen Welt gefürchtet. Doch hinter der glanzvollen Fassade verbargen sich oft persönliche Tragödien. Diese BBC-Reihe zeigt außergewöhnliche Frauen des 20. Jahrhunderts und den Preis, den diese Ikonen für den Ruhm zahlen mussten.

      Diese Folge der Reihe "Außergewöhnliche Frauen" stellt die italienische Ärztin Maria Montessori vor. Sie entwickelte die Montessori-Pädagogik, die heute noch aktuell ist.

      Sonntag, 02.03.14
      13:00 - 13:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Sie schienen alles zu haben - Glamour, Macht, Reichtum und Bewunderung. Sie wurden verehrt, geliebt und manchmal sogar von Millionen auf der ganzen Welt gefürchtet. Doch hinter der glanzvollen Fassade verbargen sich oft persönliche Tragödien. Diese BBC-Reihe zeigt außergewöhnliche Frauen des 20. Jahrhunderts und den Preis, den diese Ikonen für den Ruhm zahlen mussten.

      Diese Folge der Reihe "Außergewöhnliche Frauen" stellt die italienische Ärztin Maria Montessori vor. Sie entwickelte die Montessori-Pädagogik, die heute noch aktuell ist.

       

      Maria Montessori kam 1870 in Chiaravalle zur Welt und wuchs als behütetes Einzelkind in einem liberal-religiösen Elternhaus auf, ihre Eltern zählten zur politischen Elite Italiens. Früh zeigte sie einen für ein junges Mädchen in der damaligen Zeit revolutionären Geist und studierte gegen den Willen ihrer Eltern zunächst Ingenieurwesen und Mathematik, danach als erste Frau in Italien Medizin. Ihr Studium - ein Einbruch in eine Männerdomäne - war von großen Schwierigkeiten geprägt. Um beispielsweise im Anatomiesaal arbeiten zu können, musste sie sich nachts darin einschließen lassen, weil ihr die Arbeit zusammen mit den Studenten nicht erlaubt wurde. 1894 schloss sie dennoch ihr Studium mit der Promotion ab, sie war die erste "Dottoressa" Italiens.

      "Il metodo" Mit 24 Jahren wurde Maria Montessori Assistentin an einer psychiatrischen Klinik. Im Rahmen dieser Tätigkeit begann sie, sich mit behinderten Kindern zu beschäftigen. Hier entstanden die Grundlagen zu ihrem späteren Hauptwerk "Il metodo" (1909).

      Montessoris Erfolge bei den behinderten Kindern waren beachtlich; ihre Zöglinge leisteten zum Teil genau so viel wie gesunde Kinder. Diese Erkenntnis veranlasste sie, noch Pädagogik und Physiologie zu studieren und Lehrerin zu werden. Im Jahre 1896 hatte sie sich als Pädagogin und Persönlichkeit schon so durchgesetzt, dass sie als Vertreterin Italiens zum Weltkongress der Frauen nach Berlin entsandt wurde. In der 1907 von ihr gegründeten "Casa dei Bambini" in Rom arbeitete Montessori mit Kindern aus den Elendsvierteln, und schließlich dehnte sie ihre Methode auf alle Kinder vom Vorschulalter bis zum zwölften Lebensjahr aus.

      Schulen auf der ganzen Welt 1913 verfasste Montessori ihr Buch "Selbsttätige Erziehung im frühen Kindesalter", das die Verbreitung ihrer Erkenntnisse rasch voranbrachte. Im gleichen Jahr hielt sie den ersten internationalen Lehrgang in der Ausbildung von Lehrkräften in ihrer Methode. Diese setzte sich immer mehr durch, und fast überall in Europa und Amerika entstanden Schulen nach ihrem Vorbild. So wurde das Konzept der Montessori-Kindergärten und schulen vielfältig erprobt und gesichert; Montessori-Einrichtungen sind heute auf der ganzen Welt verbreitet.

      Ein Film von Ned Parker

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      Sonntag, 02.03.14
      13:00 - 13:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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