• 24.01.2019
      22:25 Uhr
      Sarahs Schlüssel Spielfilm Frankreich 2010 (Elle s'appelait Sarah) - Zum Holocaust-Gedenktag | 3sat
       

      Die zehnjährige Jüdin Sarah wird im Sommer 1942 bei der Deportation durch die französische Polizei von ihren Eltern getrennt. Nach angstvollen Tagen im Lager gelingt ihr die Flucht. Sarah ist beherrscht von einem einzigen Gedanken: Sie muss ihren kleinen Bruder retten, den sie zu Hause im Wandschrank versteckt hat - den Schlüssel dazu hält sie in der Hand. Bei der Rückkehr in ihre Pariser Wohnung erlebt sie einen Schock.

      • Gilles Paquet-Brenner gelingt ein erschütterndes Historiendrama über das düstere Kapitel der französischen Nazi-Kollaboration.

      Donnerstag, 24.01.19
      22:25 - 00:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Die zehnjährige Jüdin Sarah wird im Sommer 1942 bei der Deportation durch die französische Polizei von ihren Eltern getrennt. Nach angstvollen Tagen im Lager gelingt ihr die Flucht. Sarah ist beherrscht von einem einzigen Gedanken: Sie muss ihren kleinen Bruder retten, den sie zu Hause im Wandschrank versteckt hat - den Schlüssel dazu hält sie in der Hand. Bei der Rückkehr in ihre Pariser Wohnung erlebt sie einen Schock.

      • Gilles Paquet-Brenner gelingt ein erschütterndes Historiendrama über das düstere Kapitel der französischen Nazi-Kollaboration.

       

      Stab und Besetzung

      Edouard Tezac Michel Duchaussoy
      Genneviève Dufaure Dominique Frot
      Mrs. Starzynski Natasha Mashkevich
      Mamé   Gisèle Casadesus
      William Rainsferd Aidan Quinn
      Mr. Starzynski Arben Bajraktaraj
      Rachel   Sarah Ber
      Zoé Tezac Karina Hin
      Richard Rainsferd George Birt
      Sarah (jung) Charlotte Poutrel
      Julia Jarmond Kristin Scott Thomas
      Sarah Starzynski Mélusine Mayance
      Jules Dufaure Niels Arestrup
      Bertrand Tezac Frédéric Pierrot
      Regie Gilles Paquet-Brenner
      Musik Max Richter
      Kamera Pascal Ridao
      Buch Gilles Paquet-Brenner
      Serge Joncour

      Es ist der 15. Juli 1942, als an der Wohnungstüre der Familie Starzynski Krach geschlagen wird. Geistesgegenwärtig versteckt die zehnjährige Sarah (Mélusine Mayance) ihren kleinen Bruder im Geheimversteck hinter einer Tapetentür. Ganz schnell wird sie wieder bei ihm sein, das verspricht sie ihm hoch und heilig.

      Doch Sarah muss ihre Sachen packen und wird mit ihren Eltern in ein überfülltes Pariser Radstadion abtransportiert. Auf Anweisung der Nazis schickt das kollaborierende Vichy-Regime von hier aus über 10.000 französische Juden in den sicheren Tod. Wie durch ein Wunder kann Sarah entkommen. Bei einem hilfsbereiten Bauernehepaar kommt das von den Strapazen gezeichnete Mädchen wieder zu Kräften und kehrt endlich in die Wohnung zurück.

      60 Jahre später arbeitet die Journalistin Julia (Kristin Scott Thomas) an einem Artikel über die große Razzia, die im Juli 1942 stattfand. Bei ihren Recherchen findet sie heraus, dass in der Pariser Wohnung ihrer Schwiegereltern früher einmal Juden gewohnt haben. Je näher Julia der Wahrheit kommt, desto mehr erfährt sie über die Familie ihres zukünftigen Mannes, über ein finsteres Kapitel französischer Geschichte und schließlich über sich selbst.

      Gilles Paquet-Brenner gelingt ein erschütterndes Historiendrama über das düstere Kapitel der französischen Nazi-Kollaboration. Dank der großartigen Kristin Scott Thomas gleitet die Literaturverfilmung auch in bewegenden Momenten nie in Kitsch ab.

      Der Antisemitismus der Grande Nation wurde im französischen Kino lange Zeit totgeschwiegen. Nach "Die Kinder von Paris" greift auch "Sarahs Schlüssel" die berüchtigte "Raffle de Vel d'Hiv" auf. Fast 13000 Juden wurden bei der Pariser Razzia am 16. und 17. Juli 1942 in das Vélodrome d'Hiver (Vel d'Hiv), eine Radrennbahn, gepfercht. Mehrere Tage bekamen sie nichts zu trinken, die sanitären Anlagen waren schnell verstopft. Von dort aus verschleppte man die Internierten über Zwischenlager nach Auschwitz. Gilles Paquet-Brenners Adaption des Bestsellers von Tatiana de Rosnay nähert sich dieser Gräueltat auf zwei Zeitebenen. Der Film kontrastiert die Szenen aus der Radrennbahn mit der Arbeit einer Journalistin, die das Leid der Opfer der Vergessenheit entreißen will. Aus dem Ensemble französischer Charakterdarsteller ragt Kristin Scott Thomas heraus, die als Reporterin buchstäblich von der Vergangenheit eingeholt wird.

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      Donnerstag, 24.01.19
      22:25 - 00:00 Uhr (95 Min.)
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