• 18.08.2012
      13:05 Uhr
      Kein Mensch mehr im All? Die Krise der bemannten Raumfahrt - Thema: "Die Nacht der Sterne" | arte
       

      Im Februar 2010 beschließt US-Präsident Barack Obama die Einstellung des NASA-Programms der bemannten Mondraumfahrt und eine Neuausrichtung der amerikanischen Raumfahrtpolitik. Vorangegangen war diesem Beschluss eine Untersuchung der beiden unterschiedlichen Ansätze, die die Weltraumforschung prägen. Da ist zum einen die prestigeträchtige, aber enorm teure bemannte Raumfahrt. Und zum anderen gibt es immer leistungsfähigere roboter- und rechnergesteuerte Satelliten, Raumsonden und Teleskope. Die Dokumentation stellt Vor- und Nachteile beider Forschungsrichtungen einander gegenüber.

      Samstag, 18.08.12
      13:05 - 14:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Im Februar 2010 beschließt US-Präsident Barack Obama die Einstellung des NASA-Programms der bemannten Mondraumfahrt und eine Neuausrichtung der amerikanischen Raumfahrtpolitik. Vorangegangen war diesem Beschluss eine Untersuchung der beiden unterschiedlichen Ansätze, die die Weltraumforschung prägen. Da ist zum einen die prestigeträchtige, aber enorm teure bemannte Raumfahrt. Und zum anderen gibt es immer leistungsfähigere roboter- und rechnergesteuerte Satelliten, Raumsonden und Teleskope. Die Dokumentation stellt Vor- und Nachteile beider Forschungsrichtungen einander gegenüber.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Frédéric Compain
      Serge Brunier

      Es gibt zwei Arten von Weltraumforschung. Da ist zum einen die robotergesteuerte Erkundung des Alls. Sie hat die Menschheit in 50 Jahren auf verschiedenen Gebieten - Meteorologie, Geowissenschaften, Telekommunikation, GPS-Systeme und die Erforschung anderer Welten und des Universums - vorangebracht. Die technische Entwicklung der Satelliten und Raumsonden verläuft so rasant, dass sich die Leistungen der Weltraumforschung in zehn oder 20 Jahren kaum abschätzen lassen. Doch über diese Art der Forschung wird in den Medien kaum berichtet, außer wenn ab und zu die Oberfläche eines eine Milliarde Kilometer von der Erde entfernten Planeten live im Fernsehen zu sehen ist.

      Auf der anderen Seite steht der bemannte Raumflug, der ein Drittel der gesamten Mittel verschlingt. Er war im 20. Jahrhundert Schauplatz des ideologischen und technologischen Ringens der beiden Weltmächte und versinnbildlicht seit den 60er Jahren Macht und Prestige der Industrienationen. Dieser zweiten Art der Eroberung des Weltalls hat der amerikanische Präsident Barack Obama im Februar 2010 ein Ende gesetzt, indem er das Monderoberungsprogramm seiner Vorgänger stoppen ließ. Zuvor hatte er durch eine Expertenkommission, den Augustine-Ausschuss, eine Bilanz der amerikanischen Raumfahrtpolitik erstellen lassen.

      Die Dokumentation versucht, die Überlegungen der Ausschuss-Mitglieder nachzuvollziehen, die beide Forschungsströmungen untersuchten. Auf der einen Seite stehen jene Forscher, die der Entstehung des Weltalls und den Naturgesetzen nachspüren, um die Welt und ihre Geschichte besser zu verstehen. Auf der anderen Seite befinden sich die Wissenschaftler, deren Raketen den Menschen in eine strahlende, bisher aber nicht konkret werdende Zukunft katapultieren sollen.

      Der Film zeigt, wie sich diese ungleichen Zwillinge, der Astronaut und der Roboter, seit den 60er Jahren bis heute entwickelt haben. Manchmal überrundete der eine den anderen, dann wieder machte der eine die enttäuschten Hoffnungen des anderen wett. Während sich der Roboter schrittweise an die Bedingungen im Weltraum anpasste, wurde sich der Mensch allmählich bewusst, dass seine Überlebenschancen in der feindlichen Umgebung des Alls gering sind. Am Anfang dieser Geschichte war der Mensch unersetzlich, heute ist der Roboter der bessere Astronaut.

      Endlich sind sie wieder da, die lauen Sommernächte, in denen man den Sonnenuntergang betrachten und den Sternenhimmel beobachten kann ... Doch wie erkennt man Sternbilder? Was ist eine Sternschnuppe? Sind all die Lichtpunkte am Himmel wirklich Sterne? Gibt es Leben auf anderen Planeten, in anderen Galaxien?
      Wer sich diese Fragen stellt, darf auf keinen Fall die diesjährige ARTE-Nacht der Sterne versäumen, von Donnerstag, 9. August, bis Samstag, 11. August. In Dokumentar- und Kurzfilmen werden die Sternbilder erklärt, die einzelnen Himmelsobjekte erläutert und aktuelle Forschungsziele der Astrophysik vorgestellt - nicht zu vergessen, die jüngsten Forschungsprogramme zur Suche nach außerirdischen Lebensformen.

      Den Auftakt bildet am Donnerstag die Dokumentation "Kein Mensch mehr im All?" über die Krise der bemannten Raumfahrt. Am Freitagabend entführt die zweiteilige Dokumentation "Auf der Suche nach außerirdischem Leben" auf eine Forschungsreise durch das Sonnensystem, auf den Mars und die Saturn- und Jupitermonde sowie in fremde Galaxien. Dort geht es um Exoplaneten, auf denen nach jüngsten Forschungsergebnissen günstige Bedingungen für die Entstehung von Leben herrschen sollen.

      Am Samstag geht die spektakuläre Dokumentation "Die Sonne - Ein Star im Universum" der Frage nach der Bedeutung der Sonne für das Leben auf der Erde in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nach. Der Film beleuchtet die neusten wissen-schaftlichen Erkenntnisse über das Sonneninnere und die Magnetstürme an ihrer Oberfläche.

      "Asteroid auf Kollisionskurs" ist eine atemberaubende Reise auf den Spuren eines Asteroiden, von seiner Entdeckung auf den US-Kontrollschirmen am 6. Oktober 2008 bis zur Explosion am darauf folgenden Tag über der sudanesischen Wüste. Auch die langwierigen Bemühungen, die Reste des Himmelskörpers zu finden und zu untersuchen, werden gezeigt.

      Die Frage nach Lebensformen außerhalb unseres Sonnensystems stellt "Sind wir alleine im Universum?". Dabei geht es um Gliese 581 c, einen im Jahr 2007 entdeckten Exoplaneten, der 20 Lichtjahre weit von der Erde entfernt ist. Nach dem aktuellen Stand der Forschung weist er die größte Ähnlichkeit mit der Erde auf und eignet sich potenziell für erdähnliche Lebensformen.

      Die "Systematische Klassifizierung des außerirdischen Lebewesens" versucht, ein wenig Ordnung in die verschiedenen außer-irdischen Lebensformen zu bringen, die bislang gesichtet wurden ...
      "Asteroiden - Gefahr aus dem All?" beschäftigt sich nicht nur mit der Bedrohung der Erde durch die besagten Himmelskörper, sondern auch mit den mysteriösen Reif- und Eisvorkommen, die sie ins Sonnensystem gebracht haben und in denen unter Umständen der Ursprung des irdischen Lebens liegt.

      "Die Jagd nach den Grenzen des Universums" beginnt bei der Entdeckung, dass die Milchstraße nur eine von Milliarden von Galaxien ist, und führt bis hin zu der verblüffenden Erkenntnis, dass sich die Ausdehnung des Universums unter dem Einfluss einer mysteriösen dunklen Energie, die 70 Prozent des Kosmos bildet, beschleunigt.
      Zum Abschluss des Sternennacht-Schwerpunkts erklärt der humorvolle Zeichentrickfilm "Was ist ein schwarzes Loch?", was es mit diesem sonderbaren astrophysikalischen Objekt ohne Oberfläche auf sich hat, dessen Anziehungskraft unüberwindlich ist und das bei gleicher Dichte und Masse wie die Erde nur haselnussgroß wäre ...
      Im Laufe des Tages werden zudem 14 Kurzfilme aus der Reihe "Himmel!" ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht die Beobachtung von Himmel, Mond, Sonne und Sternbildern.

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      Samstag, 18.08.12
      13:05 - 14:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

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