• 14.12.2014
      22:25 Uhr
      Marlon Brando - Der Harte und der Zarte Dokumentarfilm Frankreich 2013 | arte
       

      Ein genialer Schauspieler, dessen Charaktere legendär sind: Marlon Brando (1924-2004), der vor zehn Jahren starb und dieses Jahr 90 Jahre alt geworden wäre, bleibt ein ewiger Rebell und ein Sex-Symbol mit unumstrittenem Talent. In den sittenstrengen 50er Jahren erschütterte der Shootingstar des amerikanischen Films etliche Gewissheiten. Im darauffolgenden Jahrzehnt unterstützte die "Badboy"-Symbolfigur aus "Endstation Sehnsucht" die Bürgerrechtsbewegungen von Afroamerikanern und Indianern. Ein Porträt des charismatischen Künstlers, der jegliche Grenzen missachtete und zeitlebens gegen den Strom schwamm.

      Sonntag, 14.12.14
      22:25 - 23:55 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Ein genialer Schauspieler, dessen Charaktere legendär sind: Marlon Brando (1924-2004), der vor zehn Jahren starb und dieses Jahr 90 Jahre alt geworden wäre, bleibt ein ewiger Rebell und ein Sex-Symbol mit unumstrittenem Talent. In den sittenstrengen 50er Jahren erschütterte der Shootingstar des amerikanischen Films etliche Gewissheiten. Im darauffolgenden Jahrzehnt unterstützte die "Badboy"-Symbolfigur aus "Endstation Sehnsucht" die Bürgerrechtsbewegungen von Afroamerikanern und Indianern. Ein Porträt des charismatischen Künstlers, der jegliche Grenzen missachtete und zeitlebens gegen den Strom schwamm.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Philippe Kohly

      Marlon Brando (1924-2004) ist Mythos und Legende, ein Mann, dessen Schönheit verstörte. Seine Schauspiel-Karriere war einzigartig und die Amerikaner sehen in ihm einen der bedeutendsten Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Doch wollte er wirklich Schauspieler werden? Stets hat er das Gegenteil behauptet.

      Hinter der Fassade des Hollywoodstars verbirgt sich ein Mensch mit schwer zu fassenden Seiten; er war unbeugsam, rebellisch und unbezwingbar. Sein Privatleben mutet nach seiner schwierigen Kindheit an wie ein Roman Noir; es ist ein von Neurosen geprägtes Auf und Ab, das unausweichlich in die Selbstzerstörung steuerte.

      Marlon Brando war ein Schauspieler unter Hochspannung, der ewige Rebell Hollywoods. Ein wilder, empfindlicher, von inneren Konflikten geplagter Mann, jedoch mit einem engelsgleichen, weichen Gesicht: Aufgrund seiner Erfolgsrollen in "Endstation Sehnsucht", "Der Wilde" und "Die Faust im Nacken" war er schon mit 30 Jahren ein international angesehener Filmstar, der Kinogeschichte schrieb. Anschließend sabotierte der aus Nebraska stammende Künstler systematisch die eigene Karriere. Comebacks feierte er später mit genialen Auftritten in "Der Pate", "Der letzte Tango in Paris" und "Apocalypse Now".

      Dass Hollywood ihm den Rücken kehrte, schien den Mann, der seine Energie fortan dem Kampf für die Bürgerrechte der Afroamerikaner und Indianer widmete, kaum zu stören. An seinem Lebensende versank er in tiefer Einsamkeit; sein erstgeborener Sohn wurde unter Einfluss von Kokain und Whisky zum Mörder, seine Tochter Cheyenne beging Selbstmord. "Er ist der Teufel", soll sie wenige Tage vor ihrem Tod gesagt haben. Teuflisch wirkte Marlon Brando sicher auf viele. Ein Ungeheuer vielleicht, aber eher im Sinne von "Monstre sacré": ein ungestümes Genie.

      Philippe Kohly hat sich mit der Filmlegende Marlon Brando auseinandergesetzt und die verschiedenen Aspekte seiner Persönlichkeit ergründet. Gründlich recherchiertes Archivmaterial, Ausschnitte aus seinen bedeutendsten Filmen und Interviews mit Weggefährten des Künstlers zeichnen Marlon Brandos bewegtes Leben mit all seinen dunklen, aber auch hellen Seiten nach. Seine Geschichte ebenso wie seine aparte, betörende Schönheit bleiben bis heute zeitlos modern.

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      Sonntag, 14.12.14
      22:25 - 23:55 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.11.2018