• 09.05.2017
      00:15 Uhr
      Die Hündin Spielfilm Frankreich 1931 (La Chienne) - Thema: Jean Renoir | arte
       

      Der Angestellte Maurice Legrand ist ein Mann mit Anstand. Doch wegen dieser Eigenschaft stößt er überall auf Unverständnis und Hohn. Seine Kollegen belächeln ihn als Langweiler, und seine Frau schwärmt ihm von ihrem verstorbenen ersten Mann vor. Eines Nachts begegnet Maurice auf der Straße der Prostituierten Lucienne, die von ihrem Zuhälter Dédé geschlagen wird. Er hilft ihr, verliebt sich und fängt eine Affäre mit ihr an. Schon bald überschüttet er sie mit Geschenken, nicht ahnend, dass er auch von ihr für seine Gutmütigkeit ausgenutzt wird …

      Nacht von Montag auf Dienstag, 09.05.17
      00:15 - 01:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Angestellte Maurice Legrand ist ein Mann mit Anstand. Doch wegen dieser Eigenschaft stößt er überall auf Unverständnis und Hohn. Seine Kollegen belächeln ihn als Langweiler, und seine Frau schwärmt ihm von ihrem verstorbenen ersten Mann vor. Eines Nachts begegnet Maurice auf der Straße der Prostituierten Lucienne, die von ihrem Zuhälter Dédé geschlagen wird. Er hilft ihr, verliebt sich und fängt eine Affäre mit ihr an. Schon bald überschüttet er sie mit Geschenken, nicht ahnend, dass er auch von ihr für seine Gutmütigkeit ausgenutzt wird …

       

      Maurice Legrand ist 42 Jahre alt und verheiratet. Anstatt nach der Arbeit mit seinen Kollegen feiern zu gehen, geht er treu nach Hause zu seiner Frau. Seine Kollegen halten ihn für einen humorlosen Spielverderber. Auch zu Hause muss sich Maurice einiges gefallen lassen, denn seine Frau schwärmt fortwährend von ihrem verstorbenen ersten Mann. Dieser sei ein richtiger Mann gewesen und nicht so artig wie Maurice, er habe noch Eroberungen gemacht!

      Eines Nachts trifft Maurice auf der Straße die Prostituierte Lucienne, die von ihrem Zuhälter Dédé geschlagen wird. Er hilft ihr, verliebt sich und fängt eine Affäre mit ihr an. Doch auch in dieser Beziehung wird er für seine Gutmütigkeit ausgenutzt, denn Lucienne ist hoffnungslos in den rücksichtslosen Dédé verliebt, und so leben die beiden ein komfortables Leben mit dem Geld, mit dem Maurice Lucienne überhäuft. Doch Dédé macht weiter Schulden, und so kommt er auf die Idee, Gemälde, die Maurice für Lucienne gemalt hat, unter einem Pseudonym zu verkaufen.

      Renoir lässt am Anfang des Films verkünden, dieser sei weder Drama noch Komödie, sondern stelle Personen dar, wie sie wirklich existieren könnten. Tatsächlich bewegt sich der Film auf der Schwelle zwischen beiden Gattungen: Der Realist Renoir beschreibt eine Kette der Abhängigkeit zwischen den Figuren. Obwohl Lucienne Dédé gleichgültig ist, ist diese ihm absolut hörig, während Maurice wiederum Lucienne zu Füßen liegt. Das schwächste Glied dieser Kette wird schließlich an seiner Abhängigkeit sozial zugrunde gehen, aber im Gegenzug endlich einen Sinn für Humor entwickeln.

      „Die Hündin“ ist der erste Tonfilm Jean Renoirs. Der sarkastische, gesellschaftskritische Ton des Films soll einen Kritiker bei einer Vorpremiere in Biarritz bewegt haben auszurufen: „Bürger! Schaut euch diesen Film nicht an! Er ist schrecklich.“ Worte, die wohl der Aussage des Films entsprechend als Werbung verstanden werden können. Seinem Erfolg taten sie jedenfalls keinen Abbruch, Charlie Chaplin soll „Die Hündin“ als „das beste Tonfilmdrama“ bezeichnet haben.

      Maurice Legrand: Michel Simon
      Lucienne Pelletier: Janie Marèse
      Dédé: Georges Flamant
      Adèle: Magdelaine Bérubet
      Dugodet: Jean Gehret
      Der Adjuntant: Roger Gaillard
      Henriot: Romain Bouquet
      Gustave: Pierre Desty

      Darsteller: Michel Simon
      Darsteller: Janie Marèse
      Darsteller: Georges Flamant
      Darsteller: Magdelaine Bérubet
      Darsteller: Jean Gehret
      Darsteller: Roger Gaillard
      Darsteller: Romain Bouquet
      Darsteller: Pierre Desty
      Schnitt: Denise Tual
      Schnitt: Paul Fejos
      Schnitt: Marguerite Renoir
      Regie: Jean Renoir
      Autor: Georges de La Fouchardière
      Kamera: Théodore Sparkuhl
      Drehbuch: Jean Renoir
      Sonstige Mitwirkung: ARTE F

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Montag auf Dienstag, 09.05.17
      00:15 - 01:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.12.2018