• 12.11.2015
      21:00 Uhr
      An der Schwelle zum Tod Diagnosen und Entscheidungen - alpha-Thema: "Sterbehilfe" | ARD-alpha
       

      "Ihr Sohn ist hirntot", hatten die Ärzte den Eltern gesagt und sie um Organspende gebeten. Die Eltern hatten zugestimmt. Doch als sie dann von ihrem 15-jährigen hirntoten Sohn Abschied nehmen wollten, waren sie schockiert. Er war nicht kalt und leblos, sondern lag - künstlich beatmet - wie schlafend im Bett. Die High-Tech-Medizin hat die Grenze zwischen Leben und Tod verwischt, ob beim Hirntod, bei Komapatienten oder in der Pränatalmedizin. Seelsorger müssen sie sich um die seelischen Wunden kümmern, die diese Medizin verursacht. Ein nervenaufreibender Spagat, der Einfühlungsvermögen und Diplomatie, aber auch Zivilcourage erfordert.

      Donnerstag, 12.11.15
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      "Ihr Sohn ist hirntot", hatten die Ärzte den Eltern gesagt und sie um Organspende gebeten. Die Eltern hatten zugestimmt. Doch als sie dann von ihrem 15-jährigen hirntoten Sohn Abschied nehmen wollten, waren sie schockiert. Er war nicht kalt und leblos, sondern lag - künstlich beatmet - wie schlafend im Bett. Die High-Tech-Medizin hat die Grenze zwischen Leben und Tod verwischt, ob beim Hirntod, bei Komapatienten oder in der Pränatalmedizin. Seelsorger müssen sie sich um die seelischen Wunden kümmern, die diese Medizin verursacht. Ein nervenaufreibender Spagat, der Einfühlungsvermögen und Diplomatie, aber auch Zivilcourage erfordert.

       

      "Ihr Sohn ist hirntot", hatten die Ärzte den Eltern gesagt und sie um Organspende gebeten. Die Eltern hatten zugestimmt. Doch als sie dann von ihrem 15-jährigen hirntoten Sohn Abschied nehmen wollten, waren sie schockiert. Er war nicht kalt und leblos, sondern lag - künstlich beatmet - wie schlafend im Bett. Wie die meisten Angehörigen hatten die Eltern die Bedeutung des Hirntods nicht verstanden. Er ist die Voraussetzung für die Organspende. Doch die Frage, was mit ihrem Kind passiert ist, lässt sie nicht mehr los.

      Die High-Tech-Medizin hat die Grenze zwischen Leben und Tod verwischt, ob beim Hirntod, bei Komapatienten oder in der Pränatalmedizin. Durch die Errungenschaften der Intensivmedizin ist der Tod kein Naturereignis mehr, er ist manipulierbar geworden. Manche Diagnosen zwingen zu Entscheidungen. Es stellen sich Fragen, die es früher nicht gab. Viele Menschen sind damit überfordert, mitunter auch Ärzte und Pflegepersonal.

      Klinkseelsorger bekommen diesen Konflikt täglich zu spüren, oft sitzen sie zwischen allen Stühlen. Sie sind gezwungen, sich den Herausforderungen des medizinischen Fortschritts zu stellen. Gleichzeitig müssen sie sich um die seelischen Wunden kümmern, die diese Medizin verursacht. Ein nervenaufreibender Spagat, der Einfühlungsvermögen und Diplomatie, aber auch Zivilcourage erfordert.

      Die Dokumentation schildert die Probleme von Betroffenen, Klinikseelsorgern, Ärzten und Hebammen in ethischen Grenzsituationen.

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      Donnerstag, 12.11.15
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