• 30.11.2014
      21:00 Uhr
      Die Geschichte der Pfaff-Nähmaschinen - Feinstich aus der Pfalz aus der Reihe "Geschichte im Südwesten" | SR Fernsehen
       

      Für viele Generationen von nähenden Hausfrauen war die Pfaff-Nähmaschine ein treuer Hausfreund. Die Firma Pfaff aus Kaiserslautern war nicht nur Garant für Qualität und Innovation, sondern bot auch vielen Menschen der strukturschwachen Westpfalz eine Existenz. Das ist heute schon Vergangenheit. Eingefädelt hatte das alles Georg Michael Pfaff, der 1862 seine erste Nähmaschine verkaufte. Aber sein eigentliches Metier war die Herstellung von Blasinstrumenten für die nordpfälzischen Musikanten. Erst zehn Jahre später gab er die Instrumentenherstellung auf und wurde zu einem der führenden Nähmaschinenfabrikanten, auch international.

      Sonntag, 30.11.14
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Für viele Generationen von nähenden Hausfrauen war die Pfaff-Nähmaschine ein treuer Hausfreund. Die Firma Pfaff aus Kaiserslautern war nicht nur Garant für Qualität und Innovation, sondern bot auch vielen Menschen der strukturschwachen Westpfalz eine Existenz. Das ist heute schon Vergangenheit. Eingefädelt hatte das alles Georg Michael Pfaff, der 1862 seine erste Nähmaschine verkaufte. Aber sein eigentliches Metier war die Herstellung von Blasinstrumenten für die nordpfälzischen Musikanten. Erst zehn Jahre später gab er die Instrumentenherstellung auf und wurde zu einem der führenden Nähmaschinenfabrikanten, auch international.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Utz Kastenholz

      Für viele Generationen von nähenden Hausfrauen war die Pfaff-Nähmaschine ein treuer Hausfreund. Die Firma Pfaff aus Kaiserslautern war nicht nur Garant für Qualität und Innovation, sondern bot auch vielen Menschen der strukturschwachen Westpfalz eine Existenz. Das ist heute schon Vergangenheit.

      Eingefädelt hatte das alles Georg Michael Pfaff, der 1862 seine erste Nähmaschine verkaufte. Aber sein eigentliches Metier war die Herstellung von Blasinstrumenten für die nordpfälzischen Musikanten. Erst zehn Jahre später gab er die Instrumentenherstellung auf und wurde zu einem der führenden Nähmaschinenfabrikanten, auch international. Pfaff-Niederlassungen gab es bald in der ganzen Welt.

      Bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts ging es für Pfaff am Standort Kaiserslautern nur bergauf - wenn man von den kriegsbedingten Rückschlägen und Zerstörungen absieht. Aus dem Familienunternehmen wurde 1960 eine Aktiengesellschaft. Doch Pfaff wurde in den Niedergang der Schuh- und Bekleidungsindustrie gezogen, die wichtige Abnehmer der Industrie-Nähmaschinen waren. Fehler im Management kamen hinzu. In der Folge fusionierte Pfaff mit dem Konkurrenten Singer. Die Zahl der Arbeitsplätze schrumpfte von Jahr zu Jahr. 1999 musste Pfaff zum ersten Mal Insolvenz anmelden. Es folgten einige Besitzerwechsel; die Fäden ziehen heute andere: Seit 2013 gehört Pfaff einem chinesischen Konsortium.

      Ausgefädelt: Das alte Pfaff-Werk im Westen von Kaiserslautern liegt leer und verlassen im Dornröschenschlaf. Das Betriebsgelände, auf dem Generationen von Westpfälzern in Lohn und Brot standen, wächst langsam zu. Das Areal nahe der Innenstadt - Teil der Insolvenzmasse - soll bald neu genutzt werden.

      Im Norden von Kaiserslautern stellt die Firma "Pfaff Industrial" Spezial-Nähmaschinen für die Industrie her und ist mit einigen Innovationen - wie z. B. programmiertem Textilschweißen - erfolgreich am Markt vertreten und macht dort einen Stich nach dem anderen.

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