• 03.10.2017
      21:15 Uhr
      Wo die Demokraten träumten - das Hambacher Schloss SWR Fernsehen RP
       

      Sie ist die Burg mit den drei Namen: Im Mittelalter hieß sie Kästenburg, der Volksmund nannte sie Maxburg, bekannt ist sie heute unter dem Namen Hambacher Schloss. Dieser Name ist untrennbar mit einem Ereignis aus dem Jahr 1832 verbunden, dem Hambacher Fest. Revolutionäre, Freiheitskämpfer, Publizisten, Winzer, Bauern und Bürger versammelten sich auf der Burgruine, um einen deutschen Nationalstaat zu fordern, aber auch ein geeintes Europa. Sie forderten Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. All das blieb den Menschen damals versagt.

      Dienstag, 03.10.17
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 21:14
      Neu im Programm

      Sie ist die Burg mit den drei Namen: Im Mittelalter hieß sie Kästenburg, der Volksmund nannte sie Maxburg, bekannt ist sie heute unter dem Namen Hambacher Schloss. Dieser Name ist untrennbar mit einem Ereignis aus dem Jahr 1832 verbunden, dem Hambacher Fest. Revolutionäre, Freiheitskämpfer, Publizisten, Winzer, Bauern und Bürger versammelten sich auf der Burgruine, um einen deutschen Nationalstaat zu fordern, aber auch ein geeintes Europa. Sie forderten Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. All das blieb den Menschen damals versagt.

       

      Sie ist die Burg mit den drei Namen: Im Mittelalter hieß sie Kästenburg, der Volksmund nannte sie Maxburg, bekannt ist sie heute unter dem Namen Hambacher Schloss. Dieser Name ist untrennbar mit einem Ereignis aus dem Jahr 1832 verbunden, dem Hambacher Fest. Revolutionäre, Freiheitskämpfer, Publizisten, Winzer, Bauern und Bürger versammelten sich auf der Burgruine, um einen deutschen Nationalstaat zu fordern, aber auch ein geeintes Europa. Sie forderten Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. All das blieb den Menschen damals versagt.

      Die Hambacher Redner waren ihrer Zeit weit voraus, denn das Hambacher Fest blieb ohne direkte Folgen. Die Zeit überdauert hat die Schwarz-Rot-Goldene Trikolore, die hier zum ersten Mal gezeigt wurde, als Symbol für dieses erträumte Deutschland. Doch im Rückblick erscheint das Hambacher Schloss als Wiege der deutschen Demokratie und des geeinten Europas.

      Die Burg selbst war immer Baustelle. Seit ihrem Niedergang im späten Mittelalter verfiel sie nach und nach. Die Pfälzer schenkten die romantische Ruine dem bayrischen Kronprinzen Maximilian, dem späteren bayrischen König, als Versöhnungsgeste. Der begann mit einem Umbau à la Hohenschwangau, verlor aber bald das Interesse. Seit der Revolution von 1848 stand die Maxburg, wie sie nun hieß, als Bauruine in der Landschaft. Sie war Ausflugsziel mit einem herrlichen Blick in die Vorderpfalz.

      Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit dem demokratischen Neubeginn gewann das Hambacher Schloss wieder an Bedeutung. Ab 1967 Jahren begann der Ausbau zu einem Begegnungszentrum. In den 1980er Jahren wurde die Anlage saniert und neu erschlossen.

      Die aktuellen Baumaßnahmen werden von dem renommierten Architekten Max Dudler geplant. Für seinen Restaurantneubau erhielt er 2012 den Deutschen Architekturpreis. Und es geht weiter: Im Moment entsteht ein neues Entreé auf dem Burggelände. Dabei entdecken die Archäologen verborgene Gebäudemauern.

      Die heutige Nutzung reicht von politischen Diskussionen wie den Hambacher Gesprächen oder dem Hambacher Disput zu politischen Problemen bis zu Konzerten, Kabarett und Theater. Die ewige Baustelle Hambacher Schloss ist heute eine nationale Gedenkstätte und eines der wichtigsten Symbole für das demokratische Deutschland.

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