• 28.04.2013
      08:00 Uhr
      Sir Georg Solti - Für mein Leben habe ich kämpfen müssen NDR Fernsehen
       

      Sir Georg Solti (1912 - 1997) war einer der herausragenden Dirigenten des 20. Jahrhunderts und gilt international als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Musikwelt. Nur wenige Dirigenten von Weltrang können auf eine derartig von Erfolg gekrönte Karriere zurückblicken wie Sir Georg Solti. Allerdings war sein Lebensweg auch mit großen persönlichen Opfern und Herausforderungen verbunden. Im Film kommen Interviewpartner zu Wort, die in enger Beziehung zu Sir Georg Solti standen und sehr persönliche Einblicke in dessen Leben gewähren.

      Sonntag, 28.04.13
      08:00 - 09:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Sir Georg Solti (1912 - 1997) war einer der herausragenden Dirigenten des 20. Jahrhunderts und gilt international als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Musikwelt. Nur wenige Dirigenten von Weltrang können auf eine derartig von Erfolg gekrönte Karriere zurückblicken wie Sir Georg Solti. Allerdings war sein Lebensweg auch mit großen persönlichen Opfern und Herausforderungen verbunden. Im Film kommen Interviewpartner zu Wort, die in enger Beziehung zu Sir Georg Solti standen und sehr persönliche Einblicke in dessen Leben gewähren.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Georg Wübbolt

      Sir Georg Solti wuchs als Sohn jüdischer Eltern in Budapest auf. Er studierte Klavier, Komposition und Dirigieren bei Bartók, Dohnányi, Kodály und Leó Weiner an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest. Obwohl er bei seinem Konzertdebüt als Pianist auftrat, wurde er von der Budapester Oper wenig später als Dirigent engagiert.

      1937 ernannte Toscanini ihn zu seinem Assistenten für die Salzburger Festspiele. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zwangen die ungarischen Judenpogrome Solti 1939 zur Emigration in die Schweiz, wo er jedoch nicht als Dirigent auftreten durfte. Das hatte zur Folge, dass er seinen Lebensunterhalt als Pianist verdiente und 1942 beim Concours International in Genf den ersten Preis gewann. Im Jahr 1946 wurde Solti von der amerikanischen Militärregierung aufgefordert, in München eine Aufführung von Beethovens "Fidelio" zu dirigieren. Der große Erfolg dieser Darbietung führte zu seiner Ernennung zum Leiter der Münchner Staatsoper. Weitere Engagements an der Frankfurter Oper und am Royal Opera House in Covent Garden (London) folgten. Trotz der schwierigen Bedingungen, Solti musste praktisch überall zu Beginn seiner Engagements gegen Vorurteile ankämpfen, führte er jedes Haus zur Weltspitze. Danach feierte er Erfolge in Wien, Bayreuth, Berlin.

      Schließlich begann seine bemerkenswerte Partnerschaft mit dem Chicago Symphony Orchestra (1970 bis 1989), mit dem er über eintausend Konzerte bestritt und mehr als 150 Plattenaufnahmen einspielte, die so viele Preise erhielten wie sie kaum ein Popstar verzeichnen kann. Sir Georg Solti hinterlässt eine Diskografie mit über 250 Aufnahmen und wurde insgesamt 105 Mal für den "Grammy" nominiert. Und er ist der Künstler, der je die meisten "Grammys" erhalten hat, unabhängig von der Musikrichtung: 31 "Grammys" gingen an ihn persönlich einschließlich eines "Lifetime Achievement Awards", weitere sechs an Techniker (Produktion/Aufnahme). Diesen Rekord hält Solti bis heute.

      Im Film kommen Interviewpartner zu Wort, die in enger Beziehung zu Sir Georg Solti standen und sehr persönliche Einblicke in dessen Leben gewähren: Lady Valerie Solti, Charles Kaye, Walerij Gergijew, Christoph von Dohnányi, Sir Peter Jonas, Clemens Hellsberg, Ewald Markl, Norman Lebrecht und viele andere.

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