• 22.08.2010
      16:00 Uhr
      Lieb & Teuer Die norddeutsche Antiquitätenshow | NDR Fernsehen
       
      • Holländisches Fliesenbild
      • Silberne Henkelschale
      • Gemälde "Flusslandschaft"
      • Eames-Rocking-Chair
      • Bronzependule mit Engel
      • Zwei Gemälde "Mexikanische Straßenansichten"

      Sonntag, 22.08.10
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo
      • Holländisches Fliesenbild
      • Silberne Henkelschale
      • Gemälde "Flusslandschaft"
      • Eames-Rocking-Chair
      • Bronzependule mit Engel
      • Zwei Gemälde "Mexikanische Straßenansichten"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Ann-Katrin Schröder

      Holländisches Fliesenbild
      Die große Interieur-Darstellung setzt sich aus zwölf Fliesen zusammen, die aus der Manufaktur "De Distel" aus Amsterdam stammen und um 1900/10 nach einer Gemäldevorlage von David Adolf Constant Artz (1837-1890) entstanden sind. Bemalte Fliesen für eine zusammengesetzte Darstellung zu nutzen, war schon im 16. und 17 Jahrhundert in Spanien und Portugal verbreitet. In Holland wurden vor allem in Rotterdam und Delft Fliesenbilder angefertigt. Bei der hier vorliegenden Arbeit handelt es sich nicht mehr um Handmalerei, sondern um einen Touristen- und Export-Artikel in Großserie und Schablonendruck.

      Silberne Henkelschale
      Die Gebäckschale aus 925/1000 Sterling-Silber wurde in England um1889 bei der Firma Heath & Middelton in London angefertigt. Darüber geben fünf gut erhaltene Punzen Auskunft: die Monogramme der Hersteller Heath und Middleton, der schreitende Löwe als Silberfeingehaltszeichen für Sterling 925/1000, der Leopardenkopf als Stadtmarke für London, der Buchstabe "O" als Jahresbuchstabe für 1889 und schließlich das Profil der Regentin Königin Viktoria. Die zeitlos schöne Schale mit nur einem Hauch von Jugendstil erzielt auch heute noch trotz extremen Wertverlustes bei Silber einen ansehnlichen Preis.

      Gemälde "Flusslandschaft"
      Das Bild ist in Öl auf Malpappe gearbeitet und ist signiert mit "Tom Hops". Hops (1906 -1976) machte eine kaufmännische Lehre, fuhr 1926/27 zur See. Es folgten bis 1933 Studienjahre in Berlin, doch blieb Hops im wesentlichen Autodidakt. Seine Landschaften und Städtebilder waren in fröhlichen sommerlichen Farbstimmungen gehalten. Hops galt in den 1950er- und 1960er-Jahren als "künstlerischer Botschafter" Hamburgs, weil viele seiner farbenfrohen Hamburg-Ansichten als Geschenke des Senats und von Reedereien in alle Welt gingen. Das vorliegende Gemälde zeigt eine typisch norddeutsche Landschaft mit Flusslauf.

      Eames-Rocking-Chair
      Der Entwurf des Stuhles ist von Charles und Ray Eames aus dem Jahr 1950. Der Sessel gehört zur Serie der Plastic-Shell-Stuhlkollektion von Charles und Ray Eames. Die Serie enthielt ganz unterschiedliche Modelle. Es gab Sitzschalen mit und ohne Armlehne, mit und ohne Polster. Man findet die unterschiedlichsten Farbtöne. Das Ehepaar Eames gehört zu den bedeutendsten Designern des 20. Jahrhunderts. Das vorliegende Model des Schaukelstuhls ist zusammengesetzt. Die Schale stammt aus der zweiten Serie um 1953 bis 1972. Das Gestell ist vermutlich neu. Auch heute noch sind alle Varianten des Eames-Rocking-Chair wieder erhältlich.

      Bronzependule mit Engel
      Die fast 50cm große Uhr ist aus Bronze, die ursprünglich komplett vergoldet war. Die Grundidee des Gehäuses ist ein Portal mit einer halbrunden Nische in der Mitte. In der Nische befindet sich eine Engelsfigur mit Harfe und Notenblatt. Diese figürliche Darstellung zeigt eine hohe Qualität des Bronzegusses. Der musizierende Engel ist ein beliebtes Motiv des Empire. Die Uhr ist zu datieren auf die Epoche von Napoleon III. (1850-1870), in der das Empire wieder auflebte. Das Zifferblatt ist versilbert, die Ziffern sind nach einer Reparatur aufgesetzt worden. Ursprünglich waren sie schwarz aufgemalt. Das Werk ist ein französisches Pendulenwerk.

      Zwei Gemälde "Mexikanische Straßenansichten"
      Die beiden Straßenansichten aus der Stadt Colima stammen von der Malerin Ottilie Reyländer-Böhme (1882-1965)und sind in Öl auf Malpappe gearbeitet. Sie sind signiert mit "O.Suchocka-Reyländer". Nach einer Ausbildung durch Fritz Mackensen, Paula Becker, Overbeck und Vogeler im Künstlerdorf Worpswede reiste Ottilie Reyländer um 1910 nach Südamerika. Auf dieser Reise lernt sie den in Wilna geborenen Gutsbesitzer-Sohn Bogdan Suchocki kennen. Die beiden geben sich als Ehepaar aus, um Ottilie Reyländer als alleinstehender Frau das Leben als selbstständige Künstlerin zu ermöglichen. Reyländer ist eine interessante Künstlerin, die aber einen relativ geringen Bekanntheitsgrad hat und zur Zeit noch nicht so hoch gehandelt wird.

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      Sonntag, 22.08.10
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.12.2018