• 11.04.2022
      22:45 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Erschüttert von Bomben: der ukrainische Künstler Artem Volokitin
      • Geheimkonzert in Ostberlin: Doku über die Band Die Toten Hosen
      • Von der Schule zur Weltkarriere: die Sängerin Zoe Wees
      • Raubgut oder Kapitänsmitbringsel? Museen in Ostfriesland erforschen ihren Bestand
      • "NDR Buch des Monats": "Eine andere Zeit" von Helga Bürster

      Montag, 11.04.22
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Erschüttert von Bomben: der ukrainische Künstler Artem Volokitin
      • Geheimkonzert in Ostberlin: Doku über die Band Die Toten Hosen
      • Von der Schule zur Weltkarriere: die Sängerin Zoe Wees
      • Raubgut oder Kapitänsmitbringsel? Museen in Ostfriesland erforschen ihren Bestand
      • "NDR Buch des Monats": "Eine andere Zeit" von Helga Bürster

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Christine Gerberding
      Produktion Miriam Rumohr
      Moderation Julia Westlake
      • Erschüttert von Bomben: der ukrainische Künstler Artem Volokitin

      In den Bildern von Artem Volokitin (40) spiegelt sich der Krieg in seinem Heimatland, der Ukraine. Seine hyper-realistischen Ölgemälde zeigen Staubwolken nach gewaltigen Bombenexplosionen. 2015 war er Teilnehmer der Biennale in Venedig. Bis vor wenigen Wochen hat er in Charkiw gelebt, hat zuletzt in Kellern vor den Bomben Schutz gesucht. Eine tiefe Erschütterung, die einen nicht mehr verlässt, wie er sagt. Er erzählt von der ersten ungläubigen Lähmung, dem Ausharren in Charkiw bis zur Entscheidung: nichts wie weg. Jetzt ist er mit seiner Familie nach Deutschland geflüchtet. Weil er fünf kleine Kinder hat, durfte er ausreisen, seine großformatigen Gemälde konnte er aber nicht mitnehmen.

      • Geheimkonzert in Ostberlin: Doku über die Band Die Toten Hosen

      Dieses Jahr feiern sie ihr 40-jähriges Bandjubiläum: Die Toten Hosen. Eine Dokumentation am 13. April um 22.50 Uhr in Das Erste und als dreiteilige Serie ab 10. April in der ARD-Mediathek zeigen nun ein nahezu unbekanntes Kapitel ihrer Bandgeschichte. Denn kurz nach der Gründung der Band 1982 machten sich die Düsseldorfer Punks auf in Richtung Ostberlin, um dort heimlich in einer Kirche ein Geheimkonzert zu geben. Zu diesem Zweck führten sie die Stasi an der Nase herum, da ein Auftritt mit staatlicher Genehmigung keine Option für Die Toten Hosen war. Für den Film "Auswärtsspiel - Die Toten Hosen in Ost-Berlin" ist die Band noch einmal an den damaligen Ort des Geschehens gefahren und hat die Ost-Punkband getroffen, mit der sie damals aufgetreten ist.

      • Von der Schule zur Weltkarriere: die Sängerin Zoe Wees

      Es klingt wie ein Märchen: Eine Hamburger Schülerin wird von ihrem Musiklehrer als Sängerin entdeckt. Er kündigt seinen Job und wird ihr Manager, sie macht mit 18 Jahren Weltkarriere. Dieses Märchen ist die wahre Geschichte der Sängerin Zoe Wees. Ihre Songs werden millionenfach gestreamt, allein das offizielle Musikvideo ihres Hits "Control" hat bei YouTube über 61 Millionen Aufrufe. Zoe Wees, inzwischen 19, trat im US-amerikanischen Fernsehen u.a. bei Jimmy Fallon auf und als erste deutsche Sängerin überhaupt bei den American Music Awards. In ihren Songs geht es um persönliche Themen wie ihre Kindheit mit Rolando-Epilepsie. Jetzt geht sie auf ihre erste Europa-Tournee und gibt auch Konzerte in Norddeutschland (am 19. und 20. April in Hamburg, am 28. Mai in der N-JOY Starshow in Hannover, am 15. Juli in Lübeck).

      • Raubgut oder Kapitänsmitbringsel? Museen in Ostfriesland erforschen ihren Bestand

      Die Museen in Ostfriesland erzählen lebendig von Seefahrtgeschichte, Handel und Marine. Viele Gegenstände sind durch Schenkungen von alten Mitbringseln in den Bestand gekommen. Jetzt haben vier ostfriesische Museen die Herkunftsgeschichte ihrer Stücke erforscht. Besonders im Fokus: Objekte aus China. Dort hatte einst das Deutsche Reich eine Kolonie, Seesoldaten aus Ostfriesland wurden zur Sicherung eingesetzt. Aus deren Nachlass gingen viele Stücke in die Museen. Da lag der Verdacht nahe, dass es sich bei den Andenken um Raubgut, also unrechtmäßig erworbenen Bestand, handelt. Die "Museumsdetektive" des "Kulturjournals" waren bei der Erforschung eines konkreten Falls mit dabei.

      • "NDR Buch des Monats": "Eine andere Zeit" von Helga Bürster

      Die deutsche Teilung hat viele Familien auseinandergerissen, vor und auch noch nach dem Mauerfall. Was das für die Menschen bedeuten kann, davon erzählt die Schriftstellerin Helga Bürster in ihrem lesenswerten Roman "Eine andere Zeit". Das Buch ist eine Familiengeschichte über mehrere Generationen und spielt in der Nähe von Usedom. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern: Die eine verlässt die DDR, die andere bleibt im Osten. Ein vielschichtiger und raffiniert konstruierter Familienroman mit viel Zeitgeschichte. "Kulturjournal"-Moderatorin Julia Westlake besucht Helga Bürster, die selbst im Westen lebt, in einem Dorf bei Bremen.

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

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