• 15.03.2014
      00:00 Uhr
      Ein halbes Leben im Versteck WDR Fernsehen
       

      Als am 1. April 1939, vor 70 Jahren, der spanischen Bürgerkrieg zu Ende war und General Franco seinen Sieg verkündete, fürchteten viele Anhänger der Republik um ihr Leben. Menschen wie Manuel Cortés: Er ist Sozialist und war Bürgermeister des kleinen andalusischen Ortes Mijas. Jetzt muss er sich entscheiden: Soll er sich den Behörden stellen und damit vielleicht seinen Tod riskieren? Die Schergen von Spaniens Diktator Franco haben bereits viele seiner Amtskollegen gefoltert und umgebracht. Oder soll Manuel Cortez sich verstecken? Fliehen kann er nicht - die spanischen Grenzen sind geschlossen.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 15.03.14
      00:00 - 01:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Als am 1. April 1939, vor 70 Jahren, der spanischen Bürgerkrieg zu Ende war und General Franco seinen Sieg verkündete, fürchteten viele Anhänger der Republik um ihr Leben. Menschen wie Manuel Cortés: Er ist Sozialist und war Bürgermeister des kleinen andalusischen Ortes Mijas. Jetzt muss er sich entscheiden: Soll er sich den Behörden stellen und damit vielleicht seinen Tod riskieren? Die Schergen von Spaniens Diktator Franco haben bereits viele seiner Amtskollegen gefoltert und umgebracht. Oder soll Manuel Cortez sich verstecken? Fliehen kann er nicht - die spanischen Grenzen sind geschlossen.

       

      Als am 1. April 1939, vor 70 Jahren, der spanischen Bürgerkrieg zu Ende war und General Franco seinen Sieg verkündete, fürchteten viele Anhänger der Republik um ihr Leben. Menschen wie Manuel Cortés: Er ist Sozialist und war Bürgermeister des kleinen andalusischen Ortes Mijas. Jetzt muss er sich entscheiden: Soll er sich den Behörden stellen und damit vielleicht seinen Tod riskieren? Die Schergen von Spaniens Diktator Franco haben bereits viele seiner Amtskollegen gefoltert und umgebracht. Oder soll Manuel Cortez sich verstecken? Fliehen kann er nicht - die spanischen Grenzen sind geschlossen.

      So trifft er eine Entscheidung, die sein Leben von Grund aus verändert: Er verbirgt sich im eigenen Haus, ein kleiner Hohlraum hinter einer Wand wird zu seinem Zufluchtsort. Wie er verbergen sich viele - Maulwürfe nennt man sie. Nur seine Frau Juliana weiß davon, versorgt ihn. Manuel Cortés glaubt, dass sich die Situation bald beruhigen wird. Doch es wird 30 Jahre dauern, bis er sein Versteck wieder verlassen kann. 30 Jahre, in denen seine Tochter heranwächst und heiratet, in denen die Familie sogar umzieht und er ein neues Versteck bezieht, in denen das Regime mit Amnestien lockt, denen Manuel zu Recht misstraut und denen die, die es nicht taten, zum Opfer fielen.

      Als er sich 3 Jahrzehnte nach Ende des Bürgerkrieges hervorwagt, einer erneut verkündeten Amnestie zu trauen beschließt, besitzt er nicht einmal ein paar Schuhe. Im Versteck hatte er sie nicht gebraucht. Am 12. April 1969 teilen die Behörden in Malaga Manuel Cortés mit, dass er nun ein freier Bürger ist. 6 Jahre später starb Franco. Die Diktatur war beendet.

      Eine berührende Geschichte über den Spanischen Bürgerkrieg und die Zeit der Franco-Diktatur in Spanien. Ein Leben, erzählt in animierten Zeichnungen, die unter die Haut gehen. Es ist auch eine Geschichte vom Überleben, von Menschlichkeit und der Existenz in einer Diktatur, in einem Klima von Angst und Bespitzelung.

      Ein Film von Manuel H. Martin.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 15.03.14
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