• 16.05.2018
      21:45 Uhr
      Plusminus Das Wirtschaftsmagazin | Das Erste Mediathek
       

      Themen:

      • Gefährliche Abgase: Politik verschleppt jahrelang die Nachrüstung von Stadtbussen
      • Mess-Chaos bei den Stickoxiden
      • Schuldenkrise: Ist die Gefahr vorüber?
      • Immobiliengeschäfte: Russischer Oligarch auf Einkaufstour in Deutschland?

      Moderation: Christian Nitsche

      Mittwoch, 16.05.18
      21:45 - 22:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Gefährliche Abgase: Politik verschleppt jahrelang die Nachrüstung von Stadtbussen
      • Mess-Chaos bei den Stickoxiden
      • Schuldenkrise: Ist die Gefahr vorüber?
      • Immobiliengeschäfte: Russischer Oligarch auf Einkaufstour in Deutschland?

      Moderation: Christian Nitsche

       
      • Gefährliche Abgase: Politik verschleppt jahrelang die Nachrüstung von Stadtbussen

      Viele Dieselbusse im öffentlichen Nahverkehr stoßen im normalen Betrieb in der Stadt sehr viel mehr gefährliche Stickoxide aus als der Grenzwert erlaubt. Dies ist der Bundesregierung schon seit 2010 bekannt. Abhilfe könnte nach Ansicht der Experten der Einbau eines weiteren Katalysators bringen. Trotzdem wurden solche Dieselbusse noch bis Ende 2013 unverändert verkauft. Die Bundesregierung verlangte von den Herstellern keine Verbesserung der Abgasanlagen. Maßnahmen auf Kosten der Steuerzahler lehnte sie jahrelang ab. Erst vor Kurzem die Kehrwende: Seit Ende März fördert die Bundesregierung die Nachrüstung von Dieselbussen. Doch warum handelt die Regierung erst jetzt? Wurde ein dringendes Problem jahrelang ignoriert - auf Kosten der Gesundheit von Millionen Stadtbewohnern?

      • Mess-Chaos bei den Stickoxiden

      Die Hansestadt Hamburg ist die erste Großstadt in Deutschland, die ein Diesel-Fahrverbot ausspricht. Schon in wenigen Tagen dürfen auf einem Teil der Max-Brauer-Allee im Bezirk Altona keine Diesel-Pkw und -Lkw mit der Abgasnorm Euro 5 oder schlechter mehr fahren. Interessant: Hamburg ist auch eine der wenigen Städte in Deutschland, die Stickstoffdioxid-Messungen auf einer Höhe von 1,50 Metern durchführt. Die meisten anderen Städte messen auf drei oder gar vier Metern. Dabei ist die Mess-Höhe ein ganz wesentlicher Faktor für die Beurteilung der Luftqualität, wie Wissenschaftler festgestellt haben. Und die Höhe der Messung kann darüber entscheiden, ob die von der EU festgelegten Grenzwerte eingehalten werden können oder nicht. Auf welcher Höhe eine Stadt oder ein Bundesland wirklich misst, ist nicht nur innerhalb Deutschlands sehr unterschiedlich. Im Europäischen Ausland hält man sich oft nicht einmal an die eh schon sehr großzügigen Höhenvorgaben der EU. Das Ergebnis: Jeder misst so wie es ihm passt. "Plusminus" mit skurrilen Beispielen aus dem europäischen Messdschungel.

      • Schuldenkrise: Ist die Gefahr vorüber?

      Vor rund ach Jahren musste unter anderem das hoffnungslos überschuldete Griechenland mit Milliarden-Krediten auch aus Deutschland vor dem Bankrott gerettet werden. Damals herrschte sogar Angst vor einem Zerbrechen des Euro. Mit einem Absenken der Zinsen auf derzeit null Prozent war es letztlich die Europäische Zentralbank (EZB), die den Schuldenländern Luft verschaffte und der Angst vor einem Euro-Aus begegnete. Doch früher oder später wird die EZB die Zinsen wieder anheben. Ist es vor dem Hintergrund realistisch, dass Griechenland, wie von Athen selbst angekündigt, finanziell bald wieder auf eigenen Beinen steht? Oder besteht vielmehr die Gefahr, dass die Schuldenkrise mit voller Wucht zurückkommt? Wie gut ist Europa für den Fall vorbereitet und welche Schritte sind noch notwendig, um die Eurozone wirklich krisenfest zu machen?

      • Immobiliengeschäfte: Russischer Oligarch auf Einkaufstour in Deutschland?

      Es sind Immobilien in den Toplagen von Deutschlands Metropolen: in München, Frankfurt, Hamburg und in Berlin. Ihr Wert: mehr als eine Milliarde Euro. Nach exklusiven Recherchen des SWR und der Berliner Zeitung wird deutlich: Diese Immobilien lassen sich dem Imperium von Arkadij Rotenberg zuordnen, einem engen Vertrauten von Russlands Präsident Putin. Das Besondere daran: Der Immobilienerwerb gelang teilweise, obwohl EU-Sanktionen dies eigentlich hätten verhindern sollen. Denn Personen auf der Sanktionsliste ist es untersagt, sich innerhalb der EU aufzuhalten und Immobilien zu erwerben. In Italien wurde deshalb eine Immobilie Rotenbergs sogar schon konfisziert. Der Erwerb der Objekte in Deutschland wurde möglich durch ein verschachteltes Netzwerk von Briefkastenfirmen in Offshoregebieten wie den britischen Jungferninseln, Panama und Belize.

      Die Sendung vermittelt Hintergründe, deckt Missstände auf und bringt eine Vielzahl ganz konkreter Verbrauchertipps.

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