• 12.11.2015
      21:00 Uhr
      scobel - Verborgenes Schlachtfeld Archäologie des Krieges | 3sat
       

      Gert Scobel diskutiert in der Ausstellung "Krieg Eine archäologische Spurensuche" in Halle mit Museumsdirektor Harald Meller und anderen über die archäologische Schlachtfeldforschung. Nur sechs Stunden dauerte eine der blutigsten Schlachten des 30-jährigen Krieges. Mit mehr als 6.500 Gefallenen gilt die Schlacht bei Lützen als verlustreichstes Gefecht des ersten großen europäischen Krieges.

      Donnerstag, 12.11.15
      21:00 - 22:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Gert Scobel diskutiert in der Ausstellung "Krieg Eine archäologische Spurensuche" in Halle mit Museumsdirektor Harald Meller und anderen über die archäologische Schlachtfeldforschung. Nur sechs Stunden dauerte eine der blutigsten Schlachten des 30-jährigen Krieges. Mit mehr als 6.500 Gefallenen gilt die Schlacht bei Lützen als verlustreichstes Gefecht des ersten großen europäischen Krieges.

       

      Gert Scobel diskutiert in der Ausstellung "Krieg - Eine archäologische Spurensuche" in Halle mit Museumsdirektor Harald Meller und anderen über die archäologische Schlachtfeldforschung. Nur sechs Stunden dauerte eine der blutigsten Schlachten des 30-jährigen Krieges. Mit mehr als 6.500 Gefallenen gilt die Schlacht bei Lützen als verlustreichstes Gefecht des ersten großen europäischen Krieges.

      Was ist daraus zu lernen? Welche Spuren geben uns Jahrhunderte später Aufschluss über die damaligen Geschehnisse? Was sagen uns Merkmale, Strukturen und Strategien von vergangenen Kriegen? Kann die neue archäologische Schlachtfeldforschung die Geschichtswissenschaft verändern? Seit 2006 untersucht das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt mit einem internationalen Archäologenteam den freigelegten Kriegsschauplatz. Mit einer Fläche von 111 Hektar handelt es sich um das bisher größte systematisch untersuchte Schlachtfeld weltweit. Die Entdeckung eines Massengrabs mit dutzenden Toten, die eng beieinander liegend in mehreren Schichten bestattet worden sind, sorgte dort für Aufsehen. Das vorzüglich erhaltene Grab ermöglicht einen einzigartigen Zugang zur Realität eines Schlachtfeldes.

      Dank modernster Technik ist es nun möglich, die Geschichte auch der einfachen Soldaten zu rekonstruieren: ihr Alter, ihre Verwundungen, Krankheiten und sogar Herkunft. In der Ausstellung "Krieg Eine archäologische Spurensuche" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle bildet das mit neusten Verfahren präparierte Grab ein Mahnmal gegen Grauen und die Sinnlosigkeit des Krieges. Gleichzeitig ist die Ausstellung Anlass zu hinterfragen, seit wann und warum es Kriege gibt, obwohl sie so viel Gewalt und Gräuel mit sich bringen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.07.2018