• 05.12.2016
      23:45 Uhr
      Der rote Halbmond Spielfilm Deutschland / Ungarn 1919 (Az Aranyember) | arte
       

      „Der rote Halbmond“ ist Krimi und Melodram in einem. Der Film, der ursprünglich mehr als vier Stunden dauerte, entstand an der Donau und ist mit seinen malerischen Landschaftsaufnahmen ein kulturhistorisches Dokument des Flusses vor 100 Jahren. Regie führte Alexander Korda. Er war einer der Filmpioniere der ungarisch-österreichischen Filmindustrie und avancierte zu einem der einflussreichsten Regisseure und Produzenten – unter anderem Beteiligung an „Der dritte Mann“ (1949) – der britischen Filmindustrie. Durch neue Standards in der Literaturverfilmung und technische Innovationen prägte er die Filmgeschichte.

      Montag, 05.12.16
      23:45 - 01:10 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      VPS 23:50
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo HD-TV

      „Der rote Halbmond“ ist Krimi und Melodram in einem. Der Film, der ursprünglich mehr als vier Stunden dauerte, entstand an der Donau und ist mit seinen malerischen Landschaftsaufnahmen ein kulturhistorisches Dokument des Flusses vor 100 Jahren. Regie führte Alexander Korda. Er war einer der Filmpioniere der ungarisch-österreichischen Filmindustrie und avancierte zu einem der einflussreichsten Regisseure und Produzenten – unter anderem Beteiligung an „Der dritte Mann“ (1949) – der britischen Filmindustrie. Durch neue Standards in der Literaturverfilmung und technische Innovationen prägte er die Filmgeschichte.

       

      „Der rote Halbmond“ schildert das abenteuerliche Leben des Kapitäns Michael Timar, der einem türkischen Pascha und seiner Tochter Kondja zur Flucht über die Donau verhilft. Sie werden von zwei Berufsverbrechern verfolgt, die es auf das Vermögen des Paschas abgesehen haben. Bei einem Schiffsunglück kommt der Vater ums Leben, seine Tochter erreicht mit Timar die Grenzstadt zwischen Ungarn und der Slowakei, Komorn. Aus dem Wrack des Schiffes hebt Timar heimlich den Schatz des Paschas, der ihn zu einem erfolgreichen Geschäftsmann macht, und heiratet Kondja. Doch die Ehe verläuft unglücklich, und Timar beginnt ein heimliches Verhältnis mit der jungen Noémi, die auf einer abgeschiedenen Donauinsel lebt. Ständig drohen seine Geheimnisse aufzufliegen, zumal die beiden Verfolger nun ihn im Visier haben. Er kann sie nicht abschütteln und muss eine Entscheidung treffen. „Der rote Halbmond“ ist die deutsche Version des ungarischen Films „Az Aranyember“, der als einziger Film aus Alexander Kordas Frühwerk überliefert ist. Er basiert auf dem ungarischen Romanklassiker „Ein Goldmensch“ von Mor Jokai aus dem Jahre 1872. Ursprünglich als Dreiteiler mit einer Länge von über 6.000 Metern Zelluloid und damit einer Spieldauer von etwa vier Stunden abgedreht, ein veritabler Sensationsfilm mit Verfolgungsjagden und gefährlichen Verbrechern, hat sich nur die gekürzte deutsche Fassung unter dem Titel „Der rote Halbmond“ mit den historischen Einfärbungen, Viragen, erhalten. Herausragend an diesem frühen Film Kordas sind die ausgezeichnete Kameraarbeit, die starke Charakterzeichnung sowie das atmosphärische Licht.

      ARTE zeigt den Film mit einer neuen, von dem Komponisten und Klarinettisten Michael Riessler komponierten Musik, die schon zahlreiche Live-Aufführungen erlebt hat. Michael Riessler, geboren 1957 in Ulm, ist einer der vielseitigsten deutschen Instrumentalisten und Komponisten zwischen Jazz, Neuer Musik und Improvisation. Lange Jahre pflegte er die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Steve Reich, Helmut Lachenmann oder Stockhausen, sowie mit Musikern wie David Byrne, Carla Bley, Terry Bozzio. Für ZDF/ARTE komponierte er unter anderem die auf der Berlinale 2007 uraufgeführte Stummfilmmusik für „Hamlet“.
      Mehr im Internet unter: arte.tv/artefilmfestival

      Filmreihe: Meisterwerke des Stummfilms

      Im November ist wieder Stummfilm-Saison auf ARTE mit vier hochkarätigen Stummfilmen aus vier Ländern. Den Reigen europäischer Stummfilmklassiker eröffnet ein britischer Film, der so gut ist wie ein früher Hitchcock, nur nicht so bekannt: „A Cottage on Dartmoor” von Anthony Asquith. Von England aus geht es eine Woche später in die französische Provinz und zu einem der schönsten Stummfilme in flirrendem Sommerlicht: René Clairs legendärer Film „Der Florentiner Hut” in einer neuen Restaurierung der Cinémathèque française. Im Kontext des ARTE-Filmfestivals dann mit „Schatten - Eine nächtliche Halluzination” ein weiteres Juwel der Filmgeschichte; seit langem wartet dieser expressionistische Film mit dem großartig verrückten Fritz Kortner in der Hauptrolle auf seine Wiederentdeckung. Er läuft auf ARTE in einer Restaurierung aus Bologna und mit einer genialen Musik. Sie stammt von Johannes Kalitzke und erlebte auf den Kammermusiktagen Witten des WDR ihre Uraufführung. Den cineastischen Reigen schließt ein Film aus Ungarn ab, gedreht von Alexander Korda im Jahr 1918: „Der Rote Halbmond”, ein Donau-Krimi mit berückenden Aufnahmen der damaligen Flusslandschaft, die in der viragierten Kopie aus dem Bundesarchiv ihren Zauber entfalten. Alle Filme sind auch im Internet zu sehen auf ARTE Cinema unter: cinema.arte.tv

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      Montag, 05.12.16
      23:45 - 01:10 Uhr (85 Min.)
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