• 14.11.2016
      23:30 Uhr
      A Cottage on Dartmoor Stummfilm Großbritannien 1929 - Filmreihe: Meisterwerke des Stummfilms | arte
       

      Die Geschichte spielt im düsteren Dartmoor und ist die Exposition für einen perfekten Thriller: Ein Mann ist auf der Flucht und sucht Schutz in einem einsam gelegenen Haus, wo er eine junge Frau überrascht. Sie scheint ihn zu kennen – und zu fürchten. In Rückblenden erzählt der Film die Vorgeschichte, die sich immer mehr zu einem Eifersuchtsdrama entwickelt. Ihren Ausgangspunkt nimmt sie in einem Frisiersalon, wo zwei Männer um die Gunst der jungen Sally buhlen, bis der eifersüchtige Joe seinen Rivalen Harry mit dem Rasiermesser attackiert und dafür ins Gefängnis muss.

      Montag, 14.11.16
      23:30 - 00:55 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Die Geschichte spielt im düsteren Dartmoor und ist die Exposition für einen perfekten Thriller: Ein Mann ist auf der Flucht und sucht Schutz in einem einsam gelegenen Haus, wo er eine junge Frau überrascht. Sie scheint ihn zu kennen – und zu fürchten. In Rückblenden erzählt der Film die Vorgeschichte, die sich immer mehr zu einem Eifersuchtsdrama entwickelt. Ihren Ausgangspunkt nimmt sie in einem Frisiersalon, wo zwei Männer um die Gunst der jungen Sally buhlen, bis der eifersüchtige Joe seinen Rivalen Harry mit dem Rasiermesser attackiert und dafür ins Gefängnis muss.

       

      Anthony Asquith gilt neben Hitchcock als der wichtigste Regisseur des britischen Stummfilmkinos und war vor allem stilistisch sehr versiert. In „A Cottage on Dartmoor” spielte er souverän unterschiedliche Erzähltechniken durch. Die Landschaftsaufnahmen mit ihren dramatischen Wolkenbildern erinnern an das skandinavische Kino. Einige Innenszenen sind mit leichter Hand wie in einer französischen Komödie inszeniert; andere haben den unheimlichen Touch des expressionistischen Kinos.
      Asquith war ein extrem visueller Regisseur, der vor allem an Bewegung und Schnittrhythmus interessiert war. Er erzählte durch Bilder und inszenierte diese Bilder in unterschiedlichen Lichtstimmungen.
      Asquith hatte immer ein Auge für gute Besetzungen und stellte sich auch für „A Cottage on Dartmoor” einen internationalen Cast zusammen. Die Hauptrollen besetzte er mit dem schwedischen Schauspieler Uno Henning, der kurz zuvor in G. W. Pabsts „Die Liebe der Jeanne Ney” (1927) reüssierte, mit dem Deutschen Hans Schlettow – zuvor in „Dr. Mabuse, der Spieler” (1922) und „Die Nibelungen: Siegfrieds Tod” (1924) zu sehen – sowie mit Norah Baring, einer populären englischen Schauspielerin. Sie übernahm 1930 die Hauptrolle in Hitchcocks Thriller „Mord - Sir John greift ein!” (1930). „A Cottage on Dartmoor” kam auch als Tonversion ins Kino und wirkt in einzelnen Szenen bereits wie ein Tonfilm; die Tonversion ist jedoch verschollen.

      Anthony Asquith (1902-1968) war als Sohn von Premierminister Herbert Henry Asquith (Regierungszeit von 1908-1916) und Oxford-Absolvent wahrscheinlich für eine andere Laufbahn vorbestimmt als die eines Film-Bohemiens, aber der Film war seine Passion. Die ausgefeilte Visualität seiner Werke beeindruckte Publikum wie Kritiker in der Stummfilmzeit. In späteren Werken wie „The Way to the Stars” (1945), „Ernst sein ist alles” (1952) oder „Hotel International” (1963) waren es die Dialoge, die überzeugten. Gleichwohl konnte er in der Tonfilmzeit nur mit wenigen Werken an die Qualität seiner Stummfilme anknüpfen.

      • Filmreihe: Meisterwerke des Stummfilms

      Im November ist wieder Stummfilm-Saison auf ARTE mit vier hochkarätigen Stummfilmen aus vier Ländern. Den Reigen europäischer Stummfilmklassiker eröffnet ein britischer Film, der so gut ist wie ein früher Hitchcock, nur nicht so bekannt: „A Cottage on Dartmoor” von Anthony Asquith. Von England aus geht es eine Woche später in die französische Provinz und zu einem der schönsten Stummfilme in flirrendem Sommerlicht: René Clairs legendärer Film „Der Florentiner Hut” in einer neuen Restaurierung der Cinémathèque française. Im Kontext des ARTE-Filmfestivals dann mit „Schatten - Eine nächtliche Halluzination” ein weiteres Juwel der Filmgeschichte; seit langem wartet dieser expressionistische Film mit dem großartig verrückten Fritz Kortner in der Hauptrolle auf seine Wiederentdeckung. Er läuft auf ARTE in einer Restaurierung aus Bologna und mit einer genialen Musik. Sie stammt von Johannes Kalitzke und erlebte auf den Kammermusiktagen Witten des WDR ihre Uraufführung.
      Den cineastischen Reigen schließt ein Film aus Ungarn ab, gedreht von Alexander Korda im Jahr 1918: „Der Rote Halbmond”, ein Donau-Krimi mit berückenden Aufnahmen der damaligen Flusslandschaft, die in der viragierten Kopie aus dem Bundesarchiv ihren Zauber entfalten. Alle Filme sind auch im Internet zu sehen auf ARTE Cinema unter: cinema.arte.tv

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      Montag, 14.11.16
      23:30 - 00:55 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.11.2018