• 12.10.2017
      08:20 Uhr
      Wir im Saarland - Kultur Moderation: Susanne Gebhardt | SR Fernsehen
       

      Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse blickt Wir im Saarland - Kultur auf die Literaturszene der Großregion. Hier werden alte Gruselgeschichten neu entdeckt, eine Maschine nimmt Besitz von einem Menschen und in Boot, Bus und Bahnen passiert viel Bewegendes.

      Donnerstag, 12.10.17
      08:20 - 08:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse blickt Wir im Saarland - Kultur auf die Literaturszene der Großregion. Hier werden alte Gruselgeschichten neu entdeckt, eine Maschine nimmt Besitz von einem Menschen und in Boot, Bus und Bahnen passiert viel Bewegendes.

       
      • Immer in Bewegung – Geschichten von Saarbrücker Bussen und Bahnen

      1890 wurde die erste Dampf-Straßenbahn in Saarbrücken eröffnet – und die Menschen jubelten. Der öffentliche Personennahverkehr veränderte ihr Leben – und das bis heute.

      Es ist erst wenige Jahrzehnte her, als ein Mann an einer Saarbrücker Haltestelle stand, in den Bus schaute und mit den Worten ging: „Nein, mit Frauen fahre ich nicht.“ Das Buch "Immer in Bewegung" erzählt die Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs in Saarbrücken. Und weil sich in Bussen und Bahnen viele Arten von Menschen treffen, ist die Geschichte des Nahverkehrs auch eine Geschichte unserer Gesellschaft. Im Dritten Reich wurde die Tram dann judenfrei und ist somit mit einem schwarzen Kapitel der Saarbrücker Stadtgeschichte verbunden. Das Buch "Immer in Bewegung" widmet sich aber auch der Zukunft und der Frage, wie Mobilität in einigen Jahren aussehen kann.

      Immer in Bewegung. Die Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs in Saarbrücken. Erschienen im Conte-Verlag 2017.

      • Mit dem Literaturboot nach Frankfurt – ein Besuch bei Olivier Rolin

      Dass es für Schriftsteller wichtig ist, wo sie schreiben, ist nachvollziehbar: Hat das Schreiben doch viel mit Stimmungen zu tun, und die sind in einem Café anders als im heimischen Schreibzimmer. Olivier Rolin schreibt zurzeit auf einem Boot.

      Er startete im belgischen Namur, von dort ging es nach Straßburg und dann rheinabwärts. Olivier Rolin ist mit dem Literaturboot „L’Ange Gabriel“ unterwegs, auf dem er schreibt und mit dem er immer wieder anlegt und an Land geht. Er reist gerne und viel, schreibt über den Baikalsee und die Stadt Baku. Nun legte er 1450 Kilometer auf Europas Wasserstraßen zurück, von Belgien über Frankreich nach Deutschland. Dort wirft das Boot nun zur Buchmesse Anker in Frankfurt, wo es Abend für Abend Gäste an Bord nimmt. Isabel Heine hat Olivier Rolin erzählt, was es bedeutet, auf einem sanft schaukelnden Schiff zu schreiben.

      • Die Wiederentdeckung vergessener Bestseller – ein Besuch im "Calambac"-Verlag

      Finstere Rituale, Zaubersprüche ein totgeborenes Kind – der kleine Saarbrücker Verlag Calambac hat eine Gruselgeschichte aus dem Jahr 1927 herausgebracht. Liebevoll gemachte Literatur für Interessierte und nicht für den Mainstream.

      Vernon Lee hat die Gruselgeschichte aus dem Jahr 1927 geschrieben. Ein Horrorstück aus der Sierra Nevada. Mit solchen Texten erreichte die englische Schriftstellerin einen recht großen Leserkreis, hatte sogar Bestsellerstatus. Allerdings nicht in Deutschland, denn da wurden ihre Bücher nicht übersetzt. Genau das ist das Kriterium der Übersetzerin und Verlegerin Elena Moreno: Sie sucht ältere Autoren, die zu ihrer Zeit viel gelesen wurden und stellt sie nun in liebevollen Ausgaben erstmals in Deutschland vor. Ein anderer Schwerpunkt des Verlages sind Grafiken zu Gedichten. Mehrere illustrierte Haikubände hat der Verlag mittlerweile herausgebracht. Sven Rech hat Elena Moreno besucht.

      • Mensch und Maschine – Andreas Dury schreibt über Urängste

      Andreas Dury ist Programmierer und studierte unter anderem Philosophie. Beste Voraussetzungen für seinen neuen Roman, in dem er die Geschichte des Informatikers Ludwig Pfahl erzählt, der ein hochkomplexes Spracherkennungssystem entwickelt.

      Es ist ein altes Spannungsverhältnis: Mensch und Technik. Und die damit verbundenen Ängste füllen viele Bücher. Wird der Mensch irgendwann von der Technik dominiert, beherrscht, und am Ende gar unterdrückt? In Andreas Durys neuem Roman passieren bedenkliche Dinge. Programmierer Pfahl erfindet tatsächlich eine Maschine, die immer mehr nach einer Verbindung mit einer realen Existenz verlangt und ihren Erfinder am Ende in eine Opferrolle zwingt. Wie plausibel und spannend diese Geschichte ist, erklärt Uwe Loebens.

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