• 02.06.2022
      22:20 Uhr
      Polizeiruf 110: Tiefe Wunden Fernsehfilm Deutschland 2002 | rbb Fernsehen
       

      Raubüberfall und Mord sind von den Kommissaren Tauber und Obermaier aufzuklären. Tauber wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Dieselben Täter, die für den Verlust seines Arms verantwortlich sind, scheinen auch im aktuellen Fall verdächtig.

      Donnerstag, 02.06.22
      22:20 - 23:50 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Raubüberfall und Mord sind von den Kommissaren Tauber und Obermaier aufzuklären. Tauber wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Dieselben Täter, die für den Verlust seines Arms verantwortlich sind, scheinen auch im aktuellen Fall verdächtig.

       

      Stab und Besetzung

      Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber Edgar Selge
      Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier Michaela May
      Polizeichef Gregor Bloèb
      Katja Trenk Catherine Flemming
      Jako Brenner Thure Riefenstein
      Zacha Brenner Wolfgang Maria Bauer
      Jakob Brenner Werner Rom
      Fotograf George Lenz
      Theresa Lutz Jill Jasmin Bumiller
      Regie Buddy Giovinazzo
      Kamera Florian Hoffmeister
      Drehbuch Christian Ummer

      Schon einige Jahre ist es her, dass Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber seinen Arm bei einem Einsatz verloren hat. Damals jagte er drei Bankräuber über die Dächer Münchens. Einer dieser Bankräuber allerdings war eine wunderschöne Frau, die nicht nur in Sekundenschnelle das Geld aus dem Tresor des Hotels, sondern auch Tauber Herz und Verstand geraubt hatte. Aber sie verschwand aus seinem Leben. Der amputierte Arm jedoch bleibt mit seinen Phantomschmerzen für immer ein Symbol dieser verlorenen Liebe.

      Gerade als Tauber die schlimmsten seelischen und körperlichen Schmerzen überwunden zu haben scheint, und er dem Höhepunkt seiner beruflichen Karriere zustrebt, kehrt die Vergangenheit bedrohlich zurück.
      Neben der ermordeten Goldschmiedin Theresa Lutz, deren Geschäft ausgeraubt wurde, findet Tauber Spuren, die seine große Liebe Katja offensichtlich für ihn dort drapiert hat. Was will sie von ihm? Tauber wehrt sich vehement dagegen, jemals wieder in ihre schönen Augen blicken zu müssen. Er ahnt, dass er wieder hoffnungslos verloren wäre.
      Aber in Tauber steigt die Rachelust an demjenigen aus dem Trio auf, der ihm damals seinen Arm abgeschlagen hat. So nimmt er - zunächst rein beruflich - heimlich Kontakt mit Katja auf, um an die Räuberbande zu kommen.
      Da allerdings hat der Kommissar die Rechnung ohne sein Herz gemacht. Ehe er sich versieht, reißt ein Strudel der Gefühle Tauber an Rand des Abgrunds. Auf ein Fingerschnippen von Katja scheint Tauber bereit, sein Leben und seine Karriere aufs Spiel zu setzen.

      Zum Glück hat mal wieder Taubers Kollegin Jo Obermaier die Situation mit Herz und Verstand im Griff.

      "Ungewöhnlich, sehr privat und gewagt" fand der "Tagesspiegel" diesen Film von Buddy Giovinazzo: "Zudem ist 'Tiefe Wunden', geschrieben von Christian Limmer, zweifelsohne der wohl privateste Film der Reihe 'Polizeiruf 110'. Ganz um Tauber dreht sich diesmal alles, um seine verlorene Liebe, für die sein verlorener Arm stehen mag. Dieser Mann, dieser Lonesome Cowboy, er lebt mit 'tiefen Wunden', von denen bisher seine Kollegin und irgendwie mütterliche Freundin Jo Obermaier nichts ahnte. Das spielt gerade Edgar Selge wieder ganz wunderbar, mit einem verhaltenen Gestus, dessen minimalistische Reduktion die eigentliche darstellerische Größe ist."

      Michaela May, Jahrgang 1952, zählt zu den gefragtesten und beliebtesten Fernsehschauspielerinnen Deutschlands. Ihren frühen Durchbruch erlebte sie 1974 mit Helmut Dietls legendärer Serie "Münchner G'schichten". Sie wurde Star zahlreicher bayerischer TV-Reihen wie "Monaco Franze" (1983). Zu ihren jüngsten Produktionen gehört die Reihe "Alles was recht ist" (2008-2011), Hajo Gies' "Die göttliche Sophie - Das Findelkind" (2011) und Michael Karens "Für immer Frühling" (2011). Michaela May und ihr Kollege Edgar Selge wurden 2004 für "Polizeiruf 110" in München zu Ehrenkommissaren der bayerischen Polizei ernannt, 2006 erhielten May und Selge für "Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel" (2005) den Adolf-Grimme-Preis in Gold.

      Edgar Selge, Jahrgang 1948, schloss 1975 seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München ab. Danach war er vier Jahre Ensemblemitglied des Schillertheaters in Berlin und von 1979 bis 1996 Mitglied der Kammerspiele München. Seitdem gastiert er regelmäßig an großen deutschsprachigen Bühnen. Seinem ersten Film "Krieg und Frieden" (1982), von Alexander Kluge und Volker Schlöndorff, folgten Helmut Dietls "Kir Royal" (1986), Oliver Hirschbiegels "Das Experiment" (2001) und Chris Kraus' "Poll" (2010), für den er dieses Jahr den Bayerischen Filmpreis erhielt, und Friedemann Fromms "Hannas Entscheidung" (2011). Mehrfach prämiert wurde Edgar Selge als Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber: So mit dem Deutschen Fernsehpreis 2003 speziell für die Folge "Tiefe Wunden" sowie für "Pech und Schwefel" oder 2006 mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold für "Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel" (2005). Zudem erhielt er Auszeichnungen wie die Goldene Kamera 2007, den Bayerischen Fernsehpreis 2008 und den Bambi 2009.

      Der italo-amerikanische Autor und Regisseur Buddy Giovinazzo wurde 1960 auf Staten Island, New York, geboren, wo er auch aufwuchs. 1985 drehte Buddy Giovinazzo mit kleinem Budget den Spielfilm "Combat Shock". Der Streifen über den Verfall eines Vietnamveteranen mit drastischen Splatterelementen und gnadenlosem Realismus wurde auch in Deutschland zum Kultfilm. Es folgten Musikvideos, Kurzfilme und Drehbücher. 1988 wurde Giovinazzos Buch "She's back" von Tim Kincaid Buddy verfilmt. 1996 folgte "Slice of Life" und 1999 "Unter Brüdern" mit Tim Roth und James Russo in den Hauptrollen. Nach dem erfolgreichen Drehbuch von "Tiefe Wunden" war Giovinazzo erneut bei einem Polizeiruf beteiligt und führte in der Folge "Mit anderen Augen" (2006) Regie. Es folgten mehrere Regiearbeiten zu "Der Kriminalist" (2008-2009) und zu "Tatort" (2003-2011).

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