• 22.10.2017
      23:35 Uhr
      ttt - titel thesen temperamente Moderation: Max Moor | Das Erste
       

      Themen:

      • „Die Unsichtbaren" - Jüdischer Widerstand im Zweiten Weltkrieg
      • „Dolce Duello" - Cecilia Bartoli und Sol Gabetta im musikalischen Wettstreit
      • Tübkes Tagebücher: Ein großer Maler beim Nachdenken über sich selbst
      • „Fremde Freunde" - wie die deutsch-russische Geschichte die Gegenwart prägt

      Sonntag, 22.10.17
      23:35 - 00:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • „Die Unsichtbaren" - Jüdischer Widerstand im Zweiten Weltkrieg
      • „Dolce Duello" - Cecilia Bartoli und Sol Gabetta im musikalischen Wettstreit
      • Tübkes Tagebücher: Ein großer Maler beim Nachdenken über sich selbst
      • „Fremde Freunde" - wie die deutsch-russische Geschichte die Gegenwart prägt

       
      • „Die Unsichtbaren" - Jüdischer Widerstand im Zweiten Weltkrieg

      Mit 93 Jahren ist sie nach Berlin zurückgekehrt - dorthin, wo sie während des Zweiten Weltkriegs zu einer 'Unsichtbaren' werden musste: Hanni Levy, die sich als Berliner Jüdin vor den Nazis versteckte und überlebte. Ihre unglaubliche Geschichte und die von drei anderen Untergetauchten erzählt nun Regisseur Claus Räfle in seinem bewegenden Dokumentardrama "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben". Von den 1.500 Juden, die sich im Untergrund vor den Nazis retteten, leben heute nur noch wenige. Das gibt diesem Film sein historisches Gewicht.

      • „Dolce Duello" - Cecilia Bartoli und Sol Gabetta im musikalischen Wettstreit

      Sie sind beide Königinnen ihres Faches. Cecilia Bartoli, die temperamentvolle Mezzosopranistin aus Rom, und die Cellistin Sol Gabetta, eine gebürtige Argentinierin. Beide haben sie keinen Mangel an Konzertauftritten und CD-Einspielungen. Doch nach den Jahren und Jahrzehnten einer steilen Karriere hatten sie Lust auf etwas Neues. Nicht immer allein durch die Welt touren, sondern etwas gemeinsam machen, musikalische „Komplizenschaft" nennt Bartoli das. Sie mögen sich und überschütten sich gegenseitig mit Komplimenten. Gerade haben sie ein gemeinsames Album eingespielt. „Dolce Duello", „Süßes Duell", heißt die CD. Darauf gehen die Sängerin und die Cellistin auf Entdeckungsreise in die Barockmusik, werfen sich mit Pathos und Fröhlichkeit die Arien zu, spielen zusammen, alleine, kommunizieren in wechselnden Klangfarben, ziehen alle Register der Gefühle: melancholisch, wütend, versonnen. Sie selbst sprechen von einem musikalischen Dialog und man spürt den Spaß der beiden Diven. Ende des Jahres gehen sie mit ihrem Album auf Tournee. ttt hat die beiden getroffen und bei einem Probekonzert beobachtet.

      • Tübkes Tagebücher: Ein großer Maler beim Nachdenken über sich selbst

      Werner Tübke, 1929 - 2004, gehört zu den umstrittenen Künstlern in Deutschland. Ein Maler figürlicher Szenen, kann das modern sein? Ist ein Maler, der anscheinend große Aufträge für die DDR erledigte, nicht eher ein vormoderner Staatsmaler? Das große Panoramabild in Frankenhausen sehen 100.000 Besucher und eine Ausstellung kürzlich im niederländischen Zwolle genau so viele. Dass die Dinge so einfach nicht liegen, belegen jetzt die Tagebücher Tübkes, herausgebracht von Annika Michalski und Eduard Beaucamp. Seine Notizen zwischen 1954 und 1990 belegen vor allem eine höchst neurotische Persönlichkeit, einen absoluten Individualisten, der geschickt mit den Anforderungen des sozialistischen Staates jonglierte, um seinem Anspruch gerecht zu werden. Ein freiwilliger Narr, der wusste, am Ende der Klügere gewesen zu sein.

      • „Fremde Freunde" - wie die deutsch-russische Geschichte die Gegenwart prägt

      Vor 100 Jahren reiste ein russischer Berufsrevolutionär auf Geheiß der Kaiserlich-Deutschen Regierung aus Zürich nach Petrograd. Der Mann war Lenin und was auf seine Ankunft folgte, war die Oktoberrevolution. Hatte Deutschland diese Revolution organisiert? Knapp 72 Jahre später ermöglichte der russische Politiker Michail Gorbatschow dem geteilten Deutschland die Wiedervereinigung. Dies sind nur zwei historische Zäsuren in der schicksalhaften Beziehung zwischen Deutschen und Russen. Die Journalistin Katja Gloger war viele Jahre Russland-Korrespondentin und beschreibt diese wechselvolle Geschichte von Russen und Deutschen. "Fremde Freunde" heißt ihr neues Buch, in dem sie die von Verheißung und Verderben geprägte Beziehung untersucht. Und heute? Putin und Merkel würden einander ertragen, so wie man vielleicht schlechtes Wetter erträgt, mutmaßt Katja Gloger.

      ttt wird im wöchentlichen Wechsel von sechs Redaktionen der ARD Landesrundfunkanstalten verantwortet: BR, HR, MDR, NDR, RBB und WDR.

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