• 09.03.2018
      02:05 Uhr
      Fatima Spielfilm Kanada / Frankreich 2015 | arte
       

      Fatima lebt mit ihren in Frankreich geborenen Töchtern Nesrine und Souad in Lyon. Die aus dem Maghreb stammende Frau war vor vielen Jahren mit ihrem Mann nach Frankreich gekommen. Nun leben die beiden getrennt. Während die ältere Tochter Nesrine in der Schule glänzt und ein Medizin-Studium beginnt, tut sich Souad mit ihrer sozialen Rolle schwer. Sie fühlt sich unterprivilegiert und macht ihre Mutter dafür verantwortlich. Fatima selbst arbeitet als Reinigungskraft und tut alles dafür, ihre Töchter finanziell zu unterstützen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.03.18
      02:05 - 03:20 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      VPS 02:10
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Fatima lebt mit ihren in Frankreich geborenen Töchtern Nesrine und Souad in Lyon. Die aus dem Maghreb stammende Frau war vor vielen Jahren mit ihrem Mann nach Frankreich gekommen. Nun leben die beiden getrennt. Während die ältere Tochter Nesrine in der Schule glänzt und ein Medizin-Studium beginnt, tut sich Souad mit ihrer sozialen Rolle schwer. Sie fühlt sich unterprivilegiert und macht ihre Mutter dafür verantwortlich. Fatima selbst arbeitet als Reinigungskraft und tut alles dafür, ihre Töchter finanziell zu unterstützen.

       

      Fatima stammt aus dem Maghreb und lebt seit einigen Jahren in Lyon. Sie hat zwei Töchter, die in Frankreich auf die Welt gekommen sind. Sie lebt von dem Vater ihrer Kinder getrennt. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie als Reinigungskraft. Als ihre ältere Tochter Nesrine Medizin studieren will, unterstützt Fatima sie, so gut sie kann. Gemeinsam berechnen die beiden die künftigen Lebenshaltungskosten. Es ist nicht leicht, aber machbar.

      Nesrine arbeitet hart, vielleicht zu hart. Angesichts der Opfer, die die Mutter für sie erbringt, kommt ein Scheitern für sie nicht infrage. Die jüngere Souad hat Probleme, den ihr zugeteilten Platz in der französischen Gesellschaft zu akzeptieren. Sie schämt sich für ihre Mutter, für deren Beruf, deren schlechtes Französisch und dafür, dass sie in ärmlichen Verhältnissen leben. Im Gegensatz zu ihrer Schwester rebelliert sie gegen das Schulsystem, anstatt es im Sinne eines sozialen Aufstiegs zu nutzen.

      Fatima selbst hat an den Vorwürfen der jüngeren Tochter zu knabbern. Sie versteht die schwierige Rolle ihrer Töchter, das Bedürfnis, auf etwas stolz zu sein. Vor allem leidet sie unter der sprachlichen Barriere zwischen ihr und ihren Töchtern. Fatimas Französisch ist schlecht, und ihre Töchter sprechen nur gebrochenes Arabisch. Fatima fühlt sich sozial isoliert. Von Lehrern und anderen Eltern wird sie übersehen. Und die wohlhabende Frau, bei der sie putzt, ist erstaunt, dass Fatimas Tochter Medizin studiert.

      Als Fatima sich bei der Arbeit verletzt, kann sie nicht mehr weiterarbeiten. Es stellt sich heraus, dass hinter ihren langanhaltenden Schmerzen noch mehr steckt. Sie beginnt, Gedichte zu schreiben und sich mit ihrer Situation auseinanderzusetzen.

      „Fatima“ erhielt überwiegend jubelnde Kritiken. Auf den Prix Louis-Delluc 2015 folgte 2016 die Auszeichnung als bester französischer Film durch das Syndicat Français de la Critique. Auch drei Césars gewann „Fatima“: als bester Film, für das beste adaptierte Drehbuch und für Zita Hanrot als beste Nachwuchsdarstellerin. Soria Zeroual wurde als beste Darstellerin nominiert. In Cannes lief der Film in der Quinzaine des Réalisateurs.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.03.18
      02:05 - 03:20 Uhr (75 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.06.2018