• 20.08.2016
      21:55 Uhr
      Rammstein in Amerika Dokumentarfilm USA 2015 | arte
       

      Feuer, Flammen und Starkdeutsch: Die martialische Musik- und Bühnenshow der Gruppe Rammstein aus Berlin ist ein Exportschlager in aller Welt. Doch nur wenige wissen, dass der Aufstieg dieser nicht immer unumstrittenen Kultformation eng mit Amerika verwoben ist. Die pyrotechnisch inszenierte Schwermetall-Überwältigungsshow hat nicht nur in Wagner ihre Ursprünge, sondern auch in Las Vegas. In einem einzigartigen Rückblick erzählt Hannes Rossacher den sagenhaften Aufstieg der Band entlang ihrer besonderen Beziehung zu Amerika.

      Samstag, 20.08.16
      21:55 - 23:25 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Feuer, Flammen und Starkdeutsch: Die martialische Musik- und Bühnenshow der Gruppe Rammstein aus Berlin ist ein Exportschlager in aller Welt. Doch nur wenige wissen, dass der Aufstieg dieser nicht immer unumstrittenen Kultformation eng mit Amerika verwoben ist. Die pyrotechnisch inszenierte Schwermetall-Überwältigungsshow hat nicht nur in Wagner ihre Ursprünge, sondern auch in Las Vegas. In einem einzigartigen Rückblick erzählt Hannes Rossacher den sagenhaften Aufstieg der Band entlang ihrer besonderen Beziehung zu Amerika.

       

      Stab und Besetzung

      Produzent ZDF
      Regie Hannes Rossacher

      Die Band aus Berlin ist einer der wenigen deutschen Acts von internationaler Bedeutung. Mit der Verwendung von zwei Rammstein-Songs in seinem Film "Lost Highway" ebnete der Kultfilmer David Lynch der Band den Weg zum Erfolg in Amerika. Unmittelbar danach starteten sie ihre erste Headliner-Tour durch die USA. Überraschend war der dann folgende kommerzielle Erfolg einer Band mit deutschen Texten - nach nur 20 Minuten meldete der Madison Square Garden, New York: ausverkauft! Es spielen: Rammstein aus Deutschland. Wie geht das?

      Hannes Rossachers Dokumentation ist eine aufregende Reise, sie erzählt ein modernes Märchen: Es beginnt im Sommer 1988 am Ostseestrand in der DDR und endet vor Zigtausend jubelnden Amerikanern. Internationale Superstars versuchen in Rossachers Film, das Phänomen Rammstein zu erklären. Chad Smith (Red Hot Chili Peppers), Moby, CJ Ramone, Steven Tyler (Aerosmith), Iggy Pop, Gene Simmons (KISS), Melissa Auf der Maur, Scott Ian (Anthrax) oder der Schauspieler Kiefer Sutherland ("24"), sie alle haben uns Deutschen beim Blick auf "Rammstein in Amerika" etwas Entscheidendes voraus: Sie kennen ihr Land, und sie wissen deshalb, wieso Rammstein Konzerthallen von Seattle bis Houston füllen.

      Kiefer Sutherland findet den Erfolg dieser Band in den USA zwar bewundernswert, kann ihn aber aus den Gesetzen Hollywoods erklären. Sein Fazit: "Du brauchst dieses Level an Authentizität, an Stil und an Kultur - dann verstehen die Menschen deine Sprache auf der ganzen Welt." Die Dokumentation zeichnet den Erfolgsweg von Rammstein in Amerika nach. Hannes Rossacher konnte dabei auf bisher unveröffentlichtes Archivmaterial aus den Beständen der Band zurückgreifen.

      In einem einzigartigen Rückblick erzählt Hannes Rossacher den sagenhaften Aufstieg der Band entlang ihrer besonderen Beziehung zu Amerika. Von der Gründungsidee der jungen Musiker aus der Ex-DDR bei einem USA-Trip kurz nach Maueröffnung bis zum sensationellen Konzert im Madison Square Garden 2010.

      • Schwerpunkt: Summer of Scandals

      Nicht nur internationale Fußballfunktionäre, panamaische Anwaltskanzleien und deutsche Autohersteller bestimmen derzeit die Schlagzeilen. Auch die Popkultur sorgt immer wieder durch Skandale für kollektive Schnappatmung und gesellschaftliche Schockzustände. Doch im Gegensatz zur Welt der Wirtschaft und Politik sind die Skandale des Pops oftmals Kalkül und bewusst inszenierte Grenzüberschreitungen. Denn Popkultur und Skandal gehören spätestens seit Elvis' Gemüter erhitzendem Hüftschwung fest zusammen.

      Die großen Skandalfilme wie "Basic Instinct", "The Wild Bunch", oder "Eyes Wide Shut" spielen meist mit den Grenzen des guten Geschmacks und der Lust am Tabubruch. Häufig sind es eine Überdosis Sex und/oder Gewalt, die den Auslöser für den Eklat bilden. Dabei unterliegt die Erregungsschwelle für das öffentliche Ärgernis dem gesellschaftlichen Wandel. So erregt ein Film wie "Das große Fressen" zwar heute noch Ekel, einen Skandal würde er aber wahrscheinlich kaum noch auslösen. Es wäre jedoch ein Trugschluss zu glauben, dass sich die Hemmschwelle über die Jahrzehnte hinweg im Dauersinkflug befindet: Dass sich ein pornografischer Film wie "Deep Throat" seinen Weg in die Mainstreamkinos bahnt, wäre heute undenkbar.

      1971 war das anders: Damals löste selbst Jackie Kennedy ein Ticket für die Vorstellung. Stellten Skandale in früheren Zeiten immer wieder auch gesellschaftliche Normvorstellungen in Frage, so dienen sie heute in Zeiten von Twitter, Instagram und Snapchat vor allem einem Zweck: Dem Steigern der globalen Aufmerksamkeit.

      Ob es Janet Jacksons Busenblitzer ist, die nackte Pop-Nymphe Miley Cyrus auf der Abrissbirne oder das Fleischkleid von Lady Gaga: Die gesteuerte Skandalisierung gehört heute mehr denn je zum Instrumentarium der Popwelt. Und es ist das globale Geschäft mit der Empörung, die die Verwertungsmaschine Pop immer wieder auf Hochtouren bringt. Der "Summer of Scandals" wird präsentiert von der amerikanischen Punkrock-Legende Iggy Pop, der über die heutigen Aufreger und Skandälchen wahrscheinlich eher gnädig wird lächeln können.

      Mehr im Internet unter: arte.tv/summer

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      Samstag, 20.08.16
      21:55 - 23:25 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

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