• 16.01.2014
      09:00 Uhr
      Bis zum letzten Fang Das Geschäft mit dem Fisch - Thema: Leere Meere, volle Teller | arte
       

      Seit Jahrzehnten plündert eine Armada von Fangflotten mit verheerenden Folgen die Weltmeere. Experten schätzen, dass 90 Prozent des Mittelmeers überfischt sind. Trotz leichter Verbesserung gelten auch im Nordostatlantik fast 40 Prozent der Fischbestände als gefährdet. Arten wie der rote Thunfisch stehen mittlerweile auf der Liste der bedrohten Tiere. Die Dokumentation ergründet, wie schlecht es um die Meere steht und welche Folgen der ständig steigende Konsum für die Europäer hat, aber auch für die Menschen in Afrika und Asien.

      Donnerstag, 16.01.14
      09:00 - 10:05 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo HD-TV

      Seit Jahrzehnten plündert eine Armada von Fangflotten mit verheerenden Folgen die Weltmeere. Experten schätzen, dass 90 Prozent des Mittelmeers überfischt sind. Trotz leichter Verbesserung gelten auch im Nordostatlantik fast 40 Prozent der Fischbestände als gefährdet. Arten wie der rote Thunfisch stehen mittlerweile auf der Liste der bedrohten Tiere. Die Dokumentation ergründet, wie schlecht es um die Meere steht und welche Folgen der ständig steigende Konsum für die Europäer hat, aber auch für die Menschen in Afrika und Asien.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jutta Pinzler, Mieke Otte

      Jahrelang waren die Länder der Europäischen Union an der extremen Ausbeutung der Weltmeere beteiligt. Die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki räumt inzwischen Fehler ein und hat eine Reform auf den Weg gebracht, die diese Entwicklung stoppen soll. Die Dokumentation hinterfragt, was sich in Zukunft verändern soll. Doch reichen europäische Entscheidungen aus? Ein Großteil des in Europa konsumierten Fischs wird aus Afrika und Asien importiert. In Thailand werden Fisch und Garnelen oft unter katastrophalen Bedingungen gefangen, gezüchtet oder verarbeitet.

      Nichtregierungsorganisationen berichten immer wieder über Sklaven- und Kinderarbeit. Auch mit afrikanischen Staaten schließt die EU seit Jahrzehnten Fischereiabkommen ab, um dort fangen zu dürfen. Doch auch hier kommt zu dem legalen der illegale Fischfang hinzu. Experten gehen davon aus, dass der Anteil der Piratenfischerei an der westafrikanischen Küste 40 Prozent des Gesamtfangs beträgt. Das Meer ist dort inzwischen so weit leergeräumt, dass für die kleinen einheimischen Fischer nur wenig übrig bleibt. Den Filmemachern Jutta Pinzler und Mieke Otte ist es gelungen, die senegalesische Marine auf der Suche nach Piratenfischern zu begleiten. In Thailand konnten sie mit Kindern sprechen, die in der Shrimps-Industrie gnadenlos ausgebeutet werden. Und sie haben Menschen getroffen, die in der Fischindustrie unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Die Dokumentation verfolgt nicht nur den Weg des Fischs auf die Teller der Verbraucher, sondern konfrontiert die Verantwortlichen aus Handel und Politik mit den vielen Missständen beim Fang und der Verarbeitung. Die Antworten sind zum Teil skandalös.

      Dokumentation Deutschland 2013

      Bereits seit längerer Zeit beklagen Umwelt- und Tierschützer die Überfischung der Meere und das drohende Aussterben einzelner Fischarten. Doch immer mehr Menschen essen Fisch. Können Aquakultur und Fischfarmen dauerhaft Ersatz bieten?
      Der Themenabend beleuchtet die Lage auf den Ozeanen und geht der Frage nach, wie auch in Zukunft guter Fisch auf die Teller der Verbraucher gelangen kann.

      Schon lange ist das Meer überfischt. Doch der weltweite Fischkonsum steigt stetig an. Inzwischen warnen Experten davor, dass ganze Arten aussterben könnten und das ökologische Gleichgewicht der Meere akut in Gefahr ist. Der Themenabend zeigt die dramatische Lage der globalen Fischerei, angefangen bei den schwimmenden Fischfabriken im Atlantik, über die Piratenfischerei vor den afrikanischen Küsten bis hin zu den unmenschlichen Arbeitsbedingungen in asiatischen Verarbeitungsbetrieben.
      Inzwischen setzt die Lebensmittelindustrie immer mehr auf Zuchtfisch. Doch ist das wirklich die Lösung, damit die Menschen sich weiter von Fisch ernähren können? Fische in Aquafarmen werden oft mit Antibiotika behandelt. Außerdem vertilgen sie riesige Mengen Fischmehl, die auch erst einmal herangeschafft werden müssen. Der Themenabend macht deutlich, was diese Situation für den Konsumenten bedeutet, und sucht eine Antwort auf die Frage, welchen Fisch der Verbraucher überhaupt noch essen kann.

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