• 23.04.2021
      19:15 Uhr
      RESPEKT kompakt Wir gegen die Anderen - Warum lehnen wir Fremdes ab? | ARD-alpha
       

      "Wir sind so und so und die sind anders!" Nach diesem Muster begründen Religionen, Familien, Vereine seit jeher Identitäten aber auch Abgrenzung und Diskriminierung. Populisten, Nationalisten und Rassisten nutzen das, um Gesellschaften zu spalten. RESPEKT fragt, wie dieses Denkmuster funktioniert und was nötig ist, um stattdessen ein pluralistisches "Wir" zum Nutzen aller zu schaffen.

      Freitag, 23.04.21
      19:15 - 19:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.

      "Wir sind so und so und die sind anders!" Nach diesem Muster begründen Religionen, Familien, Vereine seit jeher Identitäten aber auch Abgrenzung und Diskriminierung. Populisten, Nationalisten und Rassisten nutzen das, um Gesellschaften zu spalten. RESPEKT fragt, wie dieses Denkmuster funktioniert und was nötig ist, um stattdessen ein pluralistisches "Wir" zum Nutzen aller zu schaffen.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Rainer Jilg

      "DIE Migranten", "DIE Muslime", aber auch "DIE Politiker oder "DIE Rechten". Unsere Gesellschaft polarisiert sich. "DIE Anderen", die uns fremd sind, die nicht so sind wie wir, werden abgewertet und zu Gegnern stilisiert. Rassisten, Nationalisten und Populisten hetzen gegen sie - und haben damit erschreckende Erfolge.
      Warum ist das so? Und muss das so bleiben? RESPEKT-Moderator Rainer Jilg sucht nach Ursachen und Folgen des Wir-gegen-die-Denkens. Zu Besuch bei den Podcastern der "Kanackischen Welle" erfährt er viel über Alltags-Diskriminierung - aber er lernt auch einiges über seine Identität als weißes, heterosexuelles Mittelschichtskind.
      Für Wissenschaftler*innen ist Identität der Schlüsselbegriff, um wachsende Ängste und Ressentiments gegen andere zu erklären. Durch Globalisierung oder weltweite Fluchtbewegungen geraten Identitäten für immer mehr Menschen unter Druck. Bei seiner Reportage erfährt Rainer Jilg, dass darin auch Chancen liegen: In einer Fußballmannschaft erlebt er mit, wie stark Wir-Gefühle machen können und diskutiert über den Umgang mit rassistischen Fans. Und im Gemeinschaftsgarten Blumenau erklären ihm eine Niederbayerin und ein Kurde gemeinsam, was gegen Unkraut hilft - und wie aus geteilten Zielen ein neues "Wir" entstehen kann.

      "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens.
      Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

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