• 09.03.2018
      02:35 Uhr
      Nachtcafé Vermisst, verschollen, verschwunden | SR Fernsehen
       

      Wie vom Erdboden verschluckt, untergetaucht, spurlos verschwunden - es gibt viele Gründe, warum Menschen von heute auf morgen nicht mehr in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. Jedes Jahr gehen bei der Polizei etwa 100.000 Vermisstenanzeigen ein. Die Hälfte davon kommt zwar bereits nach einer Woche wieder nach Hause, doch etwa drei Prozent der Vermissten tauchen auch nach einem Jahr nicht auf. War es ein Verbrechen? Ein Unglück? Vielleicht eine Entführung? Möglicherweise Selbstmord? Oder war es ein ganz bewusstes Abtauchen aus dem alten Leben? Für die Angehörigen bleiben unendliche schlaflose Nächte mit endlosen Fragen.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.03.18
      02:35 - 04:05 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Wie vom Erdboden verschluckt, untergetaucht, spurlos verschwunden - es gibt viele Gründe, warum Menschen von heute auf morgen nicht mehr in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. Jedes Jahr gehen bei der Polizei etwa 100.000 Vermisstenanzeigen ein. Die Hälfte davon kommt zwar bereits nach einer Woche wieder nach Hause, doch etwa drei Prozent der Vermissten tauchen auch nach einem Jahr nicht auf. War es ein Verbrechen? Ein Unglück? Vielleicht eine Entführung? Möglicherweise Selbstmord? Oder war es ein ganz bewusstes Abtauchen aus dem alten Leben? Für die Angehörigen bleiben unendliche schlaflose Nächte mit endlosen Fragen.

       

      Wie vom Erdboden verschluckt, untergetaucht, spurlos verschwunden - es gibt viele Gründe, warum Menschen von heute auf morgen nicht mehr in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. Jedes Jahr gehen bei der Polizei etwa 100.000 Vermisstenanzeigen ein. Die Hälfte davon kommt zwar bereits nach einer Woche wieder nach Hause, doch etwa drei Prozent der Vermissten tauchen auch nach einem Jahr nicht auf. War es ein Verbrechen? Ein Unglück? Vielleicht eine Entführung? Möglicherweise Selbstmord? Oder war es ein ganz bewusstes Abtauchen aus dem alten Leben? Für die Angehörigen bleiben unendliche schlaflose Nächte mit endlosen Fragen.

      Die Ungewissheit und Verzweiflung über das plötzliche Verschwinden, das Hoffen und Bangen um den geliebten Menschen - ab diesem Zeitpunkt besteht das Leben der Angehörigen nur noch aus Unsicherheit, Selbstvorwürfen und Hoffnung auf Antworten. Sehr oft fühlen sie sich hilflos und von den Behörden verlassen. Denn wenn es keine konkreten Hinweise auf ein Kriminaldelikt gibt, wird von der Polizei keine Fahndung eingeleitet und der Fall nicht weiter verfolgt.

      Was den Zurückgelassenen bleibt, sind die Fragen, auf die sie nie eine Antwort erhalten: Was genau ist geschehen, was könnte ich übersehen haben, warum habe ich überhaupt nichts bemerkt? Diese Ungewissheit reißt tiefe Wunden und hinterlässt ein Leben lang schreckliche Narben auf der Seele.

      Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

      • Sabine Zunker

      Vor knapp drei Jahren verschwand Sabine Zunkers Familie von einem Tag auf den anderen. Wenig später wird die Leiche ihres Stiefvaters aus der Elbe geborgen, doch von ihrer Mutter und ihrer Stiefschwester fehlt bis heute nahezu jede Spur. Diese Ungewissheit ist für die 26-Jährige nur schwer erträglich: „Mein Leben hat danach nicht mehr funktioniert. Keiner ist an mich herangekommen, ich habe den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen.“

      • Armin Disch

      „Wo steckt Eva-Maria?“ Diese Frage quält Armin Disch seit dem Verschwinden seiner Ehefrau und macht ihm das Leben seit über einem Jahr zur Qual. Ständig streift er durch die bayerischen Wälder, immer in der Hoffnung einen Hinweis auf den Verbleib seiner Frau zu finden: „Jeder Tag ist für mich die Hölle. Aber vielleicht dreht sich ja irgendwann der Schlüssel in der Tür um, und sie ist wieder da.“

      • Prof. Dr. Rita Rosner

      „Das ist der Alptraum, wenn ein Mensch spurlos verschwindet.“ Die Psychotherapeutin und Trauerexpertin Professor Dr. Rita Rosner weiß aus ihrer langjährigen Praxiserfahrung, was Menschen durchmachen, deren Liebsten verschwunden sind. Ein geregeltes Leben ist für die Betroffenen danach nahezu unmöglich – zu sehr quälen sie die Frage, was geschehen ist.

      • Beate Soller

      Beate Soller will endlich Klarheit, was mit ihrem Vater geschah. 1962 wurde der Geschäftsmann Heinz Krug, der an der Lieferung von Teilen zum Bau von Raketen beteiligt war, vermutlich vom israelischen Geheimdienst Mossad entführt. Und kehrte nie wieder zu seiner Familie zurück. Bei der Suche nach den wahren Umständen geriet die heute 70-Jährige immer tiefer in die Mühlen der Weltpolitik. Nun scheint allmählich Licht ins Dunkel zu kommen. „Ich hoffe, jetzt endlich eine konkrete Antwort über seine Todesumstände zu bekommen.“

      • Axel Petermann

      40 Jahre klärte Kriminalist Axel Petermann grausame Verbrechen auf – in seiner langen Laufbahn hat er in mehr als 1000 Todesfällen ermittelt. Und dabei in tiefste menschliche Abgründe geblickt. Seit 2014 ist der Spezialisiert für ungeklärte Fälle zwar pensioniert, trotzdem lassen ihn die Schicksale von Vermissten nicht los und ermittelt nach wie vor weiter: „Ich weiß, wie sehr die Angehörigen darunter leiden, nicht zu wissen, was passiert ist.“

      • Brigitte Teuber

      Noch als Baby wurde Brigitte Teuber von ihrer Schwester getrennt, denn als Kind in der Nachkriegszeit wurde sie von Ihrer Mutter zur Adoption freigegeben. Viele Jahre wusste sie nichts über ihre leibliche Familie, doch die Fragen blieben: „Wo komme ich her? Wo sind meine Wurzeln?“ Nach dem Tod ihrer Mutter machte sie sich auf die Suche, wurde schließlich fündig und konnte ihre Schwester nach 65 Jahren endlich in die Arme schließen.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.06.2018