• 16.12.2018
      23:55 Uhr
      Soundtrack Deutschland (1/3) Liefers und Prahl ermitteln | MDR FERNSEHEN
       

      Deutschlands erfolgreichstes Ermittler-Duo, Jan Josef Liefers und Axel Prahl, beide auch Musiker und Ossi sowie Wessi, machen sich in diesem Dokutainment-Format auf die Spuren der musikalischen Wiedervereinigung. Mit dabei sind u. a. Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Nena, Campino, Silly, Frank Schöbel, Silbermond, die Scorpions, Peter Maffay, Paul van Dyk, Marteria, die Puhdys, City, Clueso, 2Raumwohnung und die Prinzen.

      Sonntag, 16.12.18
      23:55 - 00:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 23:50

      Deutschlands erfolgreichstes Ermittler-Duo, Jan Josef Liefers und Axel Prahl, beide auch Musiker und Ossi sowie Wessi, machen sich in diesem Dokutainment-Format auf die Spuren der musikalischen Wiedervereinigung. Mit dabei sind u. a. Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Nena, Campino, Silly, Frank Schöbel, Silbermond, die Scorpions, Peter Maffay, Paul van Dyk, Marteria, die Puhdys, City, Clueso, 2Raumwohnung und die Prinzen.

       

      Deutschlands erfolgreichstes Ermittler-Duo, Jan Josef Liefers und Axel Prahl, beide auch Musiker, Ossi und Wessi, machen sich in diesem Dokutainment-Format auf die Spuren der musikalischen Wiedervereinigung. Dabei nehmen uns die beiden Schauspieler und Freunde mit auf eine dreiteilige unterhaltsame Zeitreise und gehen der Frage nach, wie sehr die Musik die Menschen, deren Lebensgefühl und die Entwicklung beider Teile Deutschlands und schließlich die Wiedervereinigung beeinflusst hat. Unterstützung bekommen sie von Menschen mit "Täterwissen" - den Musikern, die mit ihren Songs den "Soundtrack Deutschland" mitgeschrieben haben.

      Folge 1 beginnt im Jahr 1987: Während Bowie nur wenige Meter vom Reichstag entfernt ein Open Air in Westberlin gibt, versammeln sich hunderte Jugendliche am Brandenburger Tor im Ostteil der Stadt, um zu demonstrieren. Es sind diese Musikfans, die erstmals lautstark fordern "Die Mauer muss weg!" und damit ganz große Steine ins Rollen bringen.

      Die Ermittlung führt Liefers und Prahl zurück ins Jahr 1945 - nach dem 2. Weltkrieg erfüllt der Schlager die Sehnsüchte in Ost und West, Rock ’n Roll und Beat erhitzen die Gemüter der Sittenwächter dies- und jenseits der Mauer. Soweit die Gemeinsamkeiten. Doch während der Osten sich einmauert, bescheren die Reisewelle und der Zuzug der Gastarbeiter Westdeutschland eine kulturelle Vielfalt, die die Musiklandschaft gerade heute prägt.

      Adel Tawil, Sohn von aus Nordafrika stammenden Einwanderern, erzählt, wie ihm die Musik aus seiner Identitätskrise geholfen hat. Und Frank Schöbel erinnert sich, wie er als erster DDR-Musiker im West-Fernsehen auftreten durfte. Wir erfahren, wie Udo Jürgens half, die Unterhaltungspolitik der DDR zu reformieren und warum Herbert Grönemeyer, der 1982 für ein paar Monate in Ostdeutschland lebte, niemals in der DDR spielte. Peter Maffay verrät, warum er den Karat-Hit "7 Brücken" coverte und Clueso erinnert sich, warum er als 8-Jähriger gar nicht so glücklich war über den Fall der Mauer.

      Clueso: "Die Wiedervereinigung ist nicht geil gelaufen, aber sie ist geglückt! Für meine Generation gab es das schon nicht mehr, irgendwann ganz schnell war Osten nur noch eine Himmelsrichtung."

      Adel Tawil: "Ich kenne das natürlich aus den arabischen Ländern, dass die Musik dort immer auch Ausdruck von Kritik war, an dem System, an der Politik, und das ist es hier in Deutschland auch. Es gibt Bands, die tolle Texte machen, die gesellschaftskritisch sind und sich mit der aktuellen Situation auseinandersetzen."

      Peter Maffay: "Meine Eltern sind aus Rumänien ausgewandert mit mir im Gepäck, um mir eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Das ist nichts anderes gewesen als diese Leute, die jetzt in Boote steigen und übers Mittelmeer schippern. Wir wollten aus dieser Enge, aus dieser Bedrohung, aus dieser Unfreiheit raus. Und Deutschland hat uns aufgenommen, wofür ich extrem dankbar bin."

      Herbert Grönemeyer: "Die haben ihre eigenen Musiker zensiert und dann gesagt "Jetzt holen wir aus dem Westen Musiker als Alibi herüber". Das fand ich zynisch und albern. Rockmusik muss, auch im Westen, immer etwas gegen die Politik tun und gegen die Regierung. Und deswegen habe ich auch im Osten nie gespielt. Ich kriegte auch sehr viel Post von Fans aus dem Osten, die sagten: "Bitte spiele hier nie!". Die Karten würden zentral vergeben, also nur an die Partei gehen, und sie würden nie eine Karte bekommen. Für diese Fans, so schrieben sie, wäre eine Welt zusammengebrochen."

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