• 26.11.2017
      09:15 Uhr
      Paul Celan - Dichter ist, wer menschlich spricht Dokumentation Deutschland 2014 | SWR Fernsehen BW
       

      Die Dokumentation erzählt das Leben des großen jüdischen Dichters Paul Celan. Gepeinigt von den Erfahrungen des Holocaust wählt er 1970 in Paris den Freitod in der Seine. Diese Biografie - es ist die Geschichte eines unbedingt Liebenden, eines verzweifelt Suchenden nach Halt und Heimat. Erstmalig spricht der Sohn des Dichters, Eric Celan, vor der Kamera über seinen Vater und das schwierige, von Krisen überschattete Leben der Familie.

      Sonntag, 26.11.17
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Dokumentation erzählt das Leben des großen jüdischen Dichters Paul Celan. Gepeinigt von den Erfahrungen des Holocaust wählt er 1970 in Paris den Freitod in der Seine. Diese Biografie - es ist die Geschichte eines unbedingt Liebenden, eines verzweifelt Suchenden nach Halt und Heimat. Erstmalig spricht der Sohn des Dichters, Eric Celan, vor der Kamera über seinen Vater und das schwierige, von Krisen überschattete Leben der Familie.

       

      Der 1920 geborene, jüdische Lyriker Paul Celan war zeitlebens auf der verzweifelten Suche nach Heimat und Halt, die durch seine Erfahrungen während des Holocaust stark geprägt wurde.
      Der Film erzählt Celans Biografie als ein packendes Stück deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert. Das Porträt verbindet Reisebilder von Aufenthaltsorten des Dichters, Archivaufnahmen sowie Interviews mit dem Celan-Forscher Bertrand Badiou und Eric Celan.
      Paul Celans Weg aus der Bukowina, dem ostjüdischen Buchenland, über Wien nach Paris ist der Weg eines anarchischen und sensiblen Charmeurs in die Dunkelheit eines unheilbaren Traumas: Unter den Erfahrungen des Holocaust leidend, wählt er 1970 mit noch nicht einmal 50 Jahren den Freitod in der Seine. Der Film erzählt die Geschichte eines unbedingt Liebenden, eines sehnsüchtig nach Verständnis und Verständigung Suchenden. Erstmalig spricht der Sohn des Dichters, Eric Celan, vor einer Kamera über seinen Vater über das schwierige, von Celans psychischen Krisen überschattete Leben der Familie.
      Mit der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, Tochter eines Kärntner Nazis, verbindet den jüdischen Dichter eine leidenschaftliche, unglücklich bleibende Liebe. Immer wieder sucht er Deutschland auf, das Land der Mörder, aber doch auch das Land jener Sprache, die er liebt und in der er schreibt. Zum einschneidenden Erlebnis wird ihm, der neugierig ist auf die junge Bundesrepublik, eine Lesung vor jungen Schriftstellern der "Gruppe 47": Man verhöhnt seinen Vortragston, Vergleiche mit Goebbels und dem "Singsang wie in einer Synagoge" muss er ertragen. Celan wagt sich dennoch weiter vor in Deutschland, seine "Angstlandschaft", wo er das Gespräch mit dem nationalsozialistisch belasteten Philosophen Martin Heidegger sucht.

      Kulturmatinée

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