• 12.03.2014
      10:05 Uhr
      Münchner Runde Der Steuer-Prozess: Was droht Hoeneß? | BR Fernsehen
       

      Paukenschlag am ersten Verhandlungstag: Uli Hoeneß gibt zu, viel mehr Steuern hinterzogen zu haben als bisher bekannt. Auf einmal ist von 18,5 Millionen Euro die Rede. Das ist viel mehr, als das Gericht bisher wusste. Was bedeutet dieses Hammer-Geständnis für das Urteil? Steht der Präsident vom FC Bayern jetzt mit einem Bein im Gefängnis? Gäste zu diesem Thema:

      • Christoph Arnowski, BR-Prozessbeobachter
      • Rainer Kullen, Steueranwalt
      • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehem. Bundesjustizministerin, FDP
      • Heribert Prantl, Mitglied der SZ-Chefredaktion

      Moderation: Ursula Heller

      Mittwoch, 12.03.14
      10:05 - 10:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Paukenschlag am ersten Verhandlungstag: Uli Hoeneß gibt zu, viel mehr Steuern hinterzogen zu haben als bisher bekannt. Auf einmal ist von 18,5 Millionen Euro die Rede. Das ist viel mehr, als das Gericht bisher wusste. Was bedeutet dieses Hammer-Geständnis für das Urteil? Steht der Präsident vom FC Bayern jetzt mit einem Bein im Gefängnis? Gäste zu diesem Thema:

      • Christoph Arnowski, BR-Prozessbeobachter
      • Rainer Kullen, Steueranwalt
      • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehem. Bundesjustizministerin, FDP
      • Heribert Prantl, Mitglied der SZ-Chefredaktion

      Moderation: Ursula Heller

       
      • Christoph Arnowski, BR-Prozessbeobachter

      "Keine Frage: Hoeneß ist unter Druck und in der Defensive, aber es ist wie beim Fußball. Die zweite Halbzeit steht noch aus und ich halte es immer noch für möglich, dass er nicht ins Gefängnis muss."

      • Rainer Kullen, Steueranwalt

      "Nach meiner Auffassung ist die Selbstanzeige wirksam. Er hat gesagt, dass er ein Konto hat bei der Vontobel-Bank und er hat gesagt, dass er alles bereinigt. Also ich geh' davon aus, dass sie wirksam ist. Ich weiß es aber nicht im Einzelnen. Ich erwarte auch nicht, dass das Gericht deswegen freispricht, das sowieso nicht. Freispruch gibt es gar nie, es gäbe eine Einstellung des Verfahrens, wenn die Selbstanzeige wirksam ist. Aber dass es natürlich ein gewaltiger Strafmilderungsgrund ist, ist klar."

      • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehem. Bundesjustizministerin, FDP

      Die frühere Bundesjustizministerin ist nicht der Meinung, dass Gesetze geändert werden müssen: "Die Gesetze reichen im Großen und Ganzen aus, wir haben ja immerhin eine Strafandrohung von bis zu 10 Jahren. Das Strafrecht ist ausreichend. Die Anforderungen für eine Selbstanzeige sollten aber verschärft werden, zum Beispiel sollten die letzten 10 Jahre dargelegt werden."

      • Heribert Prantl, Mitglied der SZ-Chefredaktion

      "Mit dem neuen, nach oben offenen Zig-Millionen-Geständnis des Uli Hoeneß zerplatzt die Selbstanzeige vom Januar 2013." Und weiter: "Das ist keine Verfehlung mehr; das ist kein Debakel mehr. Das ist ein Desaster. Dieses Desaster hat Champions-League-Format." Zum Verfahren: "Eigentlich müsste (der Richter) jetzt das Verfahren aussetzen, auf dass die neuen Informationen genau geprüft werden können."

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