• 23.02.2019
      21:00 Uhr
      Nijinsky Ballett von John Neumeier | 3sat
       

      Das Wirken und Leben Waslaw Nijinskys (1889-1950) beschäftigt John Neumeier seit seiner Jugend. In Neumeiers 2000 erarbeiteten Ballett geht es um die Biografie dieses Jahrhunderttänzers. Am 19. Januar 1919 tanzte Nijinsky im Ballsaal des Suvretta House in St. Moritz zum letzten Mal öffentlich. Er nannte seine Vorstellung "Hochzeit mit Gott". John Neumeiers Ballett "Nijinsky" beginnt mit einer realistischen Wiedergabe dieser Szene.

      Samstag, 23.02.19
      21:00 - 23:10 Uhr (130 Min.)
      130 Min.
      Stereo HD-TV

      Das Wirken und Leben Waslaw Nijinskys (1889-1950) beschäftigt John Neumeier seit seiner Jugend. In Neumeiers 2000 erarbeiteten Ballett geht es um die Biografie dieses Jahrhunderttänzers. Am 19. Januar 1919 tanzte Nijinsky im Ballsaal des Suvretta House in St. Moritz zum letzten Mal öffentlich. Er nannte seine Vorstellung "Hochzeit mit Gott". John Neumeiers Ballett "Nijinsky" beginnt mit einer realistischen Wiedergabe dieser Szene.

       

      Stab und Besetzung

      Vaslaw Nijinsky Alexandre Riabko
      Romola Nijinsky, die Frau Carolina Agüero
      Bronislava Nijinska, die Schwester Patricia Friza
      Stanislaw Nijinsky Aleix Martínez
      Serge Diaghilew, Impresario Ivan Urban
      und Mentor Anna Laudere
      Eleonora Bereda, die Mutter Carsten Jung
      Thomas Nijinsky, der Vater Silvia Azzoni
      Tamara Karsavina, die Ballerina Alexandr Trusch
      Nijinsky als Harlekin und Marc Jubete
      Der Geist der Rose Jacopo Bellussi

      Die folgende Choreografie erzählt von Nijinskys Gedanken, Erinnerungen und Wahnvorstellungen während seines letzten Auftritts. Hervorgerufen durch das Trugbild seines ehemaligen Mentors, Impresarios und Liebhabers Sergej Djagilew, ruft sich Nijinsky Bilder seiner sensationellen Karriere mit den Ballets Russes ins Gedächtnis zurück. Seine Schwester Bronislawa, sein älterer Bruder Stanislaw und seine Mutter Eleonora Bereda erscheinen in seiner traumdurchwebten Fantasie. Romola de Pulszky, Nijinskys spätere Frau, durchkreuzt ebenfalls seine verworrenen Erinnerungen. Im zweiten Teil führt Nijinskys Wahnsinn den Zuschauer tiefer in sein inneres Wesen. Erinnerungen an Kindheit, Familie, Schule und Mariinski-Theater vermischen sich mit albtraumhaften Kriegsvisionen und der Untreue seiner Frau. Die skandalträchtige Premiere seines Balletts "Le Sacre du Printemps" wird der Brutalität des Ersten Weltkriegs und dem Tod seines Bruders Stanislaw gegenübergestellt. In Nijinskys Wahrnehmung ist es die Welt um ihn herum, die zunehmend "geisteskrank" ist - nicht er selbst.

      Staatsoper Hamburg, Mai 2017

      Mit dem Hamburg Ballett

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