• 03.02.2010
      09:15 Uhr
      Expedition Humboldt (2) Ein deutsches Genie in Lateinamerika | EinsPlus
       

      Am 23. Juni 1802 besteigen Humboldt und Bonpland den Vulkan Chimborazo in Ecuador. Er galt damals mit 6319 Metern als der höchste Berg der Welt. Auf Humboldts Spuren klettert das ARD-Team zwei Mal hinauf, einmal mit Balthazar, dem letzten 'Hielero', dem Eismann.

      Der Sender EinsPlus wurde am 30.09.2016 (23.59 Uhr) abgeschaltet.
      Mittwoch, 03.02.10
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Am 23. Juni 1802 besteigen Humboldt und Bonpland den Vulkan Chimborazo in Ecuador. Er galt damals mit 6319 Metern als der höchste Berg der Welt. Auf Humboldts Spuren klettert das ARD-Team zwei Mal hinauf, einmal mit Balthazar, dem letzten 'Hielero', dem Eismann.

      Der Sender EinsPlus wurde am 30.09.2016 (23.59 Uhr) abgeschaltet.
       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Thomas Aders
      Stefan Schaaf

      Auf rund 4500 Meter hackt Balthazar 60-Kilo schwere Blöcke aus dem Eis, die er mit Mulis ins Tal befördert und auf dem Markt zur Kühlung von Fruchtsaft verkauft. So wie zu Humboldts Zeiten. Nur dass vor 200 Jahren Eis und Schnee noch bis in die Täler reichten und die Arbeit des Hielero einfacher war. Den zweiten Aufstieg wagt das Team mit Marco Cruz, dem berühmtesten Bergsteiger Ecuadors. Zusammen mit Reinhold Messner hat er die genaue Stelle berechnet und aufgesucht, bis zu der Humboldt vorgedrungen war: im Schneesturm, in Straßenstiefeln und einer leichten Uniform!
      Wieder auf Meereshöhe folgt unsere Expedition Fischern und Meeresforschern vor Perus Hauptstadt Lima in den Humboldt-Strom, dessen Ökosystem durch die gewaltige Fischfangflotte zerstört wird. Alexander von Humboldt hatte die ersten Überlegungen angestellt, wie das Klima durch Eingriffe des Menschen verändert wird.
      Auf der Insel Macabi im Norden Perus wird Guano abgebaut. Eine Arbeit unter lebensunwürdigen Bedingungen, die um 4.30 Uhr morgens beginnt und kurz vor Sonnenuntergang aufhört, für umgerechnet neun Euro am Tag. Ohne Schutz atmen die Arbeiter Ammoniakdämpfe und Guano-Staub ein. Verhältnisse wie sie Humboldt immer wieder angeprangert. 'Wenn man als Reisender Augenzeuge war, wie Menschen gequält und entwürdigt wurden, so geziemt es sich, diese Tatsachen denen zu Gehör zu bringen, die sie ändern können.' Besonders verehrt wird Alexander von Humboldt in Mexiko, wo wir seine Ur-Ur-Ur-Nichte Gabriele von Humboldt treffen. Als Gabriele als Kind in Mexiko-Stadt eine Depesche beim Telegraphen-Amt aufgab, merkte sie, was für einen berühmten Namen sie trug. 'Der Postbeamte sah mich erstaunt an und fragte überrascht, als er die Adresse sah: 'Humboldt, Humboldt ..., ja lebt der denn immer noch?" erinnert sich die heute 85-Jährige. 'An seiner Reaktion spürte ich, dass in Mexiko der Name Humboldt etwas ganz besonderes ist.'

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      Mittwoch, 03.02.10
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.12.2018