• 26.01.2019
      06:00 Uhr
      Bis zum Ende der Welt Fernsehfilm Deutschland 2014 | ONE
       

      Die ehemalige Musikerin Maria Nikolai lebt in einem multikulturellen Stadtteil Hamburgs. Seit Kurzem wohnt eine große Roma-Familie in ihrem Haus, der Maria mit großem Misstrauen begegnet: Die Leute sind ihr zu laut, zu wild und wirken auf sie zu rücksichtslos. Dann aber lernt Maria durch einen Zufall den 16-jährigen Roma Bero besser kennen. Sie erkennt sein großes Musiktalent und beschließt, ihm privaten Unterricht zu geben. Durch den sympathischen Jungen scheint sich ihre Haltung gegenüber den Roma allmählich zu verändern.

      Mit Mut und Eindringlichkeit greift das Sozialdrama aktuelle gesellschaftliche Streitthemen auf.

      Samstag, 26.01.19
      06:00 - 07:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Die ehemalige Musikerin Maria Nikolai lebt in einem multikulturellen Stadtteil Hamburgs. Seit Kurzem wohnt eine große Roma-Familie in ihrem Haus, der Maria mit großem Misstrauen begegnet: Die Leute sind ihr zu laut, zu wild und wirken auf sie zu rücksichtslos. Dann aber lernt Maria durch einen Zufall den 16-jährigen Roma Bero besser kennen. Sie erkennt sein großes Musiktalent und beschließt, ihm privaten Unterricht zu geben. Durch den sympathischen Jungen scheint sich ihre Haltung gegenüber den Roma allmählich zu verändern.

      Mit Mut und Eindringlichkeit greift das Sozialdrama aktuelle gesellschaftliche Streitthemen auf.

       

      Stab und Besetzung

      Maria Nikolai Christiane Hörbiger
      Bero Muharem Samy Abdel Fattah
      Susanne Howacht Marie-Lou Sellem
      Beros Großvater Albert Kitzl
      Beros Vater Merab Ninidze
      Beros Onkel Nedjo Osman
      Rudko Muharem Zino Gleich
      Mark Brodersen Hans-Uwe Bauer
      Brigitte König Karin Neuhäuser
      Kurt Breckner Michael Prelle
      Igor Goldmann Michael Wittenborn
      Susannes Vater Martin Pawlowsky
      Sven Moritz Leu
      Nicole Franziska Brandmeier
      Ecki König Ferdinand Lehmann
      Regie Matthias Tiefenbacher
      Musik Stefan Hansen
      Kamera Klaus Merkel
      Buch Thorsten Näter

      Einst war Maria Nikolai (Christiane Hörbiger) eine gefeierte Musikerin. Vor 20 Jahren kam sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann nach Hamburg. Doch ihr einst nachbarschaftlich geprägtes Viertel droht sich allmählich in einen sozialen Brennpunkt zu verwandeln: Die Straßen sind schmutzig, Jugendliche schlagen vor dem Supermarkt die Zeit tot und Alkohol ist vielen ein ständiger Begleiter. Auch ziehen seit einiger Zeit zunehmend Ausländer in das Viertel. In ihrem Haus ist Maria inzwischen fast die einzige Deutsche. Vor allem die große Roma-Familie im oberen Stockwerk beobachtet sie mit Misstrauen und voller Vorurteile - dass sie selbst einst als bettelarme osteuropäische Migrantin nach Deutschland kam, ist für sie etwas anderes.

      Ihr Versuch, den ungeliebten Nachbarn die Polizei auf den Hals zu hetzen, schlägt fehl. Die Kripobeamtin Susanne (Marie-Lou Sellem) kennt die Ressentiments gegen Roma nur zu gut - ihre eigene Roma-Herkunft hält sie aus Angst vor Diskriminierung geheim. Als eine rassistische Jugendclique einen brutalen Überfall auf Marias Nachbarn verübt, gewährt sie dem 16-jährigen Roma Bero (Samy Abdel Fattah) und seinen jüngeren Geschwistern Zuflucht in ihrer Wohnung. Der bescheiden wirkende Junge war ihr schon vorher positiv aufgefallen. Nun merkt sie durch Zufall, dass er ein außerordentliches Musiktalent besitzt. Maria beschließt, Bero privaten Musikunterricht zu geben und ihn zum Vorspielen am Konservatorium anzumelden. Für sie selbst ist diese Mentorinnenrolle auch ein Weg, ihrem einsamen Leben wieder einen Inhalt zu geben. Zugleich lernt Maria durch den Kontakt mit dem sympathischen Teenager, ihre Vorurteile gegen die Roma langsam abzubauen.

      Beros älterer Bruder Rudko (Zino Gleich) beobachtet die neue Freundschaft seines kleinen Bruders mit Eifersucht. Er selbst hat keine Perspektive und wird von den anderen Jugendlichen als „Zigeuner" ausgegrenzt. In seiner Verbitterung lässt Rudko sich eines Tages zu einem Plan überreden, mit dem er nicht nur die ahnungslose Maria in Gefahr bringt, sondern auch seinen eigenen Bruder verrät.

      Mit einem hohen Maß an Realismus und viel Gespür für emotionale Zwischentöne behandelt der Film aktuelle Themen wie Rassismus, soziale Konflikte und Toleranz. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die erkennen muss, dass ihre negativen Vorurteile vor allem aus Unwissen entstehen. Zugleich blendet der Film existierende Probleme und Konfliktsituationen nicht aus. Die „Rom und Cinti Union Hamburg" stand dem Filmteam beratend zur Seite. In der Hauptrolle liefert Christiane Hörbiger einmal mehr eine vielschichtige Charakterdarstellung. Das Drehbuch stammt von Thorsten Näter, der für Hörbiger bereits die hoch gelobten Filme „Wie ein Licht in der Nacht" und „Stiller Abschied" geschrieben hat.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Samstag, 26.01.19
      06:00 - 07:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

© WDR | ARD.de | ARD Player-Out-Center || 23.11.2019