• 19.08.2021
      04:10 Uhr
      Wunder der Karibik - Im Auge des Hurrikans 3sat
       

      Das Karibik-Postkartenidyll endloser Traumstrände und farbenprächtiger Natur ist trügerisch, denn die Karibik ist auch Schauplatz der stärksten Stürme auf unserem Planeten.#cr##cr#Jedes Jahr wird diese tropische Inselwelt von Hurrikans heimgesucht. Die Saison der Stürme dauert von Juni bis November. Im bisherigen Rekordjahr 2005 wüteten in der Karibik 15 Wirbelstürme - mit verheerenden Folgen. Und dennoch erholt sich die Natur immer wieder.#cr##cr#Spektakuläre Computeranimationen und packende Realaufnahmen zeigen, wie ein Hurrikan entsteht: vom Tropensturm vor der afrikanischen Küste, der den Atlantischen Ozean überquert und dabei immer mehr an Energie gewinnt, bis zum vernichtenden Wirbelsturm, der schließlich die Karibik heimsucht.#cr##cr#Angetrieben von einem Hurrikan, brechen bis zu 20 Meter hohe Wellen über die karibischen Korallenriffe herein - stundenlang, ohne Unterlass. Die Dreharbeiten unter Wasser lieferten dramatische Aufnahmen: Unter der Wucht der Riesenwellen zerbersten ganze Korallenstöcke - zurück bleibt eine Spur der Verwüstung. Andererseits dienen manche der Bruchstücke als Keimzellen und Fundamente für die Bildung neuer Korallenstöcke, und die Riffe erholen sich langsam wieder.#cr##cr#Während aufgepeitschte Wassermassen die karibischen Küsten heimsuchen, verrichten die Hurrikans ihr Zerstörungswerk auch weiter landeinwärts. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometer pro Stunde entlauben sie Regenwälder und machen ganze Waldgebiete dem Erdboden gleich. Der Vergleich zwischen den Aufnahmen früherer Zerstörungen und der aktuellen Situation zeigt jedoch eindrucksvoll, wie sich die Natur im Laufe der Zeit wieder regeneriert.#cr##cr#Die Gewalt der Hurrikans entwurzelt immer wieder zahllose Bäume. Wissenschaftler haben jedoch eine Baumart entdeckt, die angesichts der wiederkehrenden Wirbelstürme eine einzigartige Überlebensstrategie entwickelt hat. Zwar verliert auch der Tabonuco-Baum sein Laub und Geäst, aber dank eines genialen Tricks hat er einen sturmsicheren, festen Stand: Seine Wurzeln reichen nicht nur tief in die Erde - an der Oberfläche verbinden sich manche von ihnen auch mit anderen Tabonucos in der Nähe. Und so bieten zehn bis zwanzig dieser Baumriesen in stürmischen Zeiten einander gegenseitig Halt.#cr##cr#Hurrikans bringen jedoch nicht nur Tod und Zerstörung: Wissenschaftler glauben, dass die Wirbelstürme zumindest in einem Fall einer Tierart zu einer neuen Heimat verholfen haben. Mitte der 1990er-Jahre erschienen auf der Karibikinsel Anguilla mit einem Mal grüne Leguane, die dort noch nie zuvor gesehen worden waren. Auf der 300 Kilometer entfernten Insel Guadeloupe hingegen sind diese Reptilien häufig - und 1995 wurde Guadeloupe von gleich zwei Hurrikans kurz nacheinander heimgesucht. Die Forscher glauben, dass einige Leguane auf Baumstämmen oder abgebrochenen Ästen in einer wochenlangen Odyssee über das Meer bis nach Anguilla gelangten. Inzwischen haben die Tiere in ihrer neuen Heimat bereits Fuß gefasst und sich vermehrt.#cr##cr#Die Strände der Karibik sind nicht nur begehrtes Ziel sonnenhungriger Touristen: In manchen Abschnitten vergraben die Weibchen der Lederschildkröte ihre Eier im Sand. Diese größte Schildkrötenart der Welt erreicht eine Panzerlänge von 2,5 Metern und ein Gewicht von 700 Kilogramm. Wenn ein Hurrikan auf den Strand trifft, schleudert er die Sandmassen Hunderte Meter weit landeinwärts - und vernichtet dabei auch die Schildkröten-Gelege. Aber von diesem Schicksal ist meist nur e

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 19.08.21
      04:10 - 04:55 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Das Karibik-Postkartenidyll endloser Traumstrände und farbenprächtiger Natur ist trügerisch, denn die Karibik ist auch Schauplatz der stärksten Stürme auf unserem Planeten.#cr##cr#Jedes Jahr wird diese tropische Inselwelt von Hurrikans heimgesucht. Die Saison der Stürme dauert von Juni bis November. Im bisherigen Rekordjahr 2005 wüteten in der Karibik 15 Wirbelstürme - mit verheerenden Folgen. Und dennoch erholt sich die Natur immer wieder.#cr##cr#Spektakuläre Computeranimationen und packende Realaufnahmen zeigen, wie ein Hurrikan entsteht: vom Tropensturm vor der afrikanischen Küste, der den Atlantischen Ozean überquert und dabei immer mehr an Energie gewinnt, bis zum vernichtenden Wirbelsturm, der schließlich die Karibik heimsucht.#cr##cr#Angetrieben von einem Hurrikan, brechen bis zu 20 Meter hohe Wellen über die karibischen Korallenriffe herein - stundenlang, ohne Unterlass. Die Dreharbeiten unter Wasser lieferten dramatische Aufnahmen: Unter der Wucht der Riesenwellen zerbersten ganze Korallenstöcke - zurück bleibt eine Spur der Verwüstung. Andererseits dienen manche der Bruchstücke als Keimzellen und Fundamente für die Bildung neuer Korallenstöcke, und die Riffe erholen sich langsam wieder.#cr##cr#Während aufgepeitschte Wassermassen die karibischen Küsten heimsuchen, verrichten die Hurrikans ihr Zerstörungswerk auch weiter landeinwärts. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometer pro Stunde entlauben sie Regenwälder und machen ganze Waldgebiete dem Erdboden gleich. Der Vergleich zwischen den Aufnahmen früherer Zerstörungen und der aktuellen Situation zeigt jedoch eindrucksvoll, wie sich die Natur im Laufe der Zeit wieder regeneriert.#cr##cr#Die Gewalt der Hurrikans entwurzelt immer wieder zahllose Bäume. Wissenschaftler haben jedoch eine Baumart entdeckt, die angesichts der wiederkehrenden Wirbelstürme eine einzigartige Überlebensstrategie entwickelt hat. Zwar verliert auch der Tabonuco-Baum sein Laub und Geäst, aber dank eines genialen Tricks hat er einen sturmsicheren, festen Stand: Seine Wurzeln reichen nicht nur tief in die Erde - an der Oberfläche verbinden sich manche von ihnen auch mit anderen Tabonucos in der Nähe. Und so bieten zehn bis zwanzig dieser Baumriesen in stürmischen Zeiten einander gegenseitig Halt.#cr##cr#Hurrikans bringen jedoch nicht nur Tod und Zerstörung: Wissenschaftler glauben, dass die Wirbelstürme zumindest in einem Fall einer Tierart zu einer neuen Heimat verholfen haben. Mitte der 1990er-Jahre erschienen auf der Karibikinsel Anguilla mit einem Mal grüne Leguane, die dort noch nie zuvor gesehen worden waren. Auf der 300 Kilometer entfernten Insel Guadeloupe hingegen sind diese Reptilien häufig - und 1995 wurde Guadeloupe von gleich zwei Hurrikans kurz nacheinander heimgesucht. Die Forscher glauben, dass einige Leguane auf Baumstämmen oder abgebrochenen Ästen in einer wochenlangen Odyssee über das Meer bis nach Anguilla gelangten. Inzwischen haben die Tiere in ihrer neuen Heimat bereits Fuß gefasst und sich vermehrt.#cr##cr#Die Strände der Karibik sind nicht nur begehrtes Ziel sonnenhungriger Touristen: In manchen Abschnitten vergraben die Weibchen der Lederschildkröte ihre Eier im Sand. Diese größte Schildkrötenart der Welt erreicht eine Panzerlänge von 2,5 Metern und ein Gewicht von 700 Kilogramm. Wenn ein Hurrikan auf den Strand trifft, schleudert er die Sandmassen Hunderte Meter weit landeinwärts - und vernichtet dabei auch die Schildkröten-Gelege. Aber von diesem Schicksal ist meist nur e

       

      Das Karibik-Postkartenidyll endloser Traumstrände und farbenprächtiger Natur ist trügerisch, denn die Karibik ist auch Schauplatz der stärksten Stürme auf unserem Planeten.

      Jedes Jahr wird diese tropische Inselwelt von Hurrikans heimgesucht. Die Saison der Stürme dauert von Juni bis November. Im bisherigen Rekordjahr 2005 wüteten in der Karibik 15 Wirbelstürme - mit verheerenden Folgen. Und dennoch erholt sich die Natur immer wieder.

      Spektakuläre Computeranimationen und packende Realaufnahmen zeigen, wie ein Hurrikan entsteht: vom Tropensturm vor der afrikanischen Küste, der den Atlantischen Ozean überquert und dabei immer mehr an Energie gewinnt, bis zum vernichtenden Wirbelsturm, der schließlich die Karibik heimsucht.

      Angetrieben von einem Hurrikan, brechen bis zu 20 Meter hohe Wellen über die karibischen Korallenriffe herein - stundenlang, ohne Unterlass. Die Dreharbeiten unter Wasser lieferten dramatische Aufnahmen: Unter der Wucht der Riesenwellen zerbersten ganze Korallenstöcke - zurück bleibt eine Spur der Verwüstung. Andererseits dienen manche der Bruchstücke als Keimzellen und Fundamente für die Bildung neuer Korallenstöcke, und die Riffe erholen sich langsam wieder.

      Während aufgepeitschte Wassermassen die karibischen Küsten heimsuchen, verrichten die Hurrikans ihr Zerstörungswerk auch weiter landeinwärts. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometer pro Stunde entlauben sie Regenwälder und machen ganze Waldgebiete dem Erdboden gleich. Der Vergleich zwischen den Aufnahmen früherer Zerstörungen und der aktuellen Situation zeigt jedoch eindrucksvoll, wie sich die Natur im Laufe der Zeit wieder regeneriert.

      Die Gewalt der Hurrikans entwurzelt immer wieder zahllose Bäume. Wissenschaftler haben jedoch eine Baumart entdeckt, die angesichts der wiederkehrenden Wirbelstürme eine einzigartige Überlebensstrategie entwickelt hat. Zwar verliert auch der Tabonuco-Baum sein Laub und Geäst, aber dank eines genialen Tricks hat er einen sturmsicheren, festen Stand: Seine Wurzeln reichen nicht nur tief in die Erde - an der Oberfläche verbinden sich manche von ihnen auch mit anderen Tabonucos in der Nähe. Und so bieten zehn bis zwanzig dieser Baumriesen in stürmischen Zeiten einander gegenseitig Halt.

      Hurrikans bringen jedoch nicht nur Tod und Zerstörung: Wissenschaftler glauben, dass die Wirbelstürme zumindest in einem Fall einer Tierart zu einer neuen Heimat verholfen haben. Mitte der 1990er-Jahre erschienen auf der Karibikinsel Anguilla mit einem Mal grüne Leguane, die dort noch nie zuvor gesehen worden waren. Auf der 300 Kilometer entfernten Insel Guadeloupe hingegen sind diese Reptilien häufig - und 1995 wurde Guadeloupe von gleich zwei Hurrikans kurz nacheinander heimgesucht. Die Forscher glauben, dass einige Leguane auf Baumstämmen oder abgebrochenen Ästen in einer wochenlangen Odyssee über das Meer bis nach Anguilla gelangten. Inzwischen haben die Tiere in ihrer neuen Heimat bereits Fuß gefasst und sich vermehrt.

      Die Strände der Karibik sind nicht nur begehrtes Ziel sonnenhungriger Touristen: In manchen Abschnitten vergraben die Weibchen der Lederschildkröte ihre Eier im Sand. Diese größte Schildkrötenart der Welt erreicht eine Panzerlänge von 2,5 Metern und ein Gewicht von 700 Kilogramm. Wenn ein Hurrikan auf den Strand trifft, schleudert er die Sandmassen Hunderte Meter weit landeinwärts - und vernichtet dabei auch die Schildkröten-Gelege. Aber von diesem Schicksal ist meist nur e

      Film von Scott Alexander; Deutsche Bearbeitung: Ivo Filatsch; (aus der ORF-Reihe "Universum"); Erstsendung 19.04.2007

      Dokumentation

      Erstsendung 19.04.2007

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 19.08.21
      04:10 - 04:55 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

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