• 14.02.2018
      14:00 Uhr
      Vier Frauen und ein Todesfall (6/10) Künstlerpech | 3sat
       

      Bei der Eröffnung des "Besinnungssteiges" sitzt statt dem Kunstwerk der Künstler Leo Hell tot auf einem Stuhl unter der Verhüllung, mit dem Kopf auf ein Gewehr gestützt. Selbstmord! Nicht für das smarte Damenquartett, das wieder ein Verbrechen vermutet. Und nicht zu Unrecht, denn es stellt sich heraus, dass Leo Hell als eigenständiger Künstler nur mäßigen Erfolg hatte, aber mit der Fälschung von Werken seines berühmten, verstorbenen Vaters offenbar Unsummen verdient hat.

      Mittwoch, 14.02.18
      14:00 - 14:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Bei der Eröffnung des "Besinnungssteiges" sitzt statt dem Kunstwerk der Künstler Leo Hell tot auf einem Stuhl unter der Verhüllung, mit dem Kopf auf ein Gewehr gestützt. Selbstmord! Nicht für das smarte Damenquartett, das wieder ein Verbrechen vermutet. Und nicht zu Unrecht, denn es stellt sich heraus, dass Leo Hell als eigenständiger Künstler nur mäßigen Erfolg hatte, aber mit der Fälschung von Werken seines berühmten, verstorbenen Vaters offenbar Unsummen verdient hat.

       

      Kunstwerken gesäumt wird - zum einen von den traditionellen Werken eines aus dem Dorf Ilm stammenden Holzschnitzers der alten Schule namens Sepp Klaubner (Karl Fischer) und zum anderen von den mit der alpenländischen Tradition eher brechenden und durchaus provokanten Schöpfungen des Malers, Bildhauers und Aktionskünstlers Leo Hell (Gregor Bloéb). Dieser ist der ein wenig versponnene Sohn des international berühmten, vor einigen Jahren verstorbenen Malers Max Hell. Das halbe Dorf, darunter die vier Frauen, ist anwesend, aber auch einige Ortsfremde. Der Kunsthändler Martin Kleist (Johann Adam Oest), Leo Hells Freund und Agent, sowie ein etwas im Hintergrund stehender Mann namens Maurice Vidiere (Nicholas Monu) - ein Schwarzer, der einen gepflegten Anzug und teure Maßschuhe trägt, was ihn allerdings nicht vor den eher skeptischen Seitenblicken der Dorfbewohner verschont - sind gekommen.

      Als Sabine (Martina Poel) - in ihrer Funktion als Gemeindeamtssekretärin - nach der holprigen Rede des Bürgermeisters das Tuch von der ersten Leo-Hell-Skulptur "Gott im Himmel" zieht, erstarren die Anwesenden schlagartig.

      Auf einem Sockel steht ein Stuhl, der blau angestrichen und mit kleinen weißen Wölkchen verziert ist - und auf diesem Stuhl sitzt gefesselt der tote, blutverkrustete Leo Hell, zwischen seinen Beinen in einer Halterung eine Schützenbüchse, deren Mündung genau auf seinen Kopf zeigt. Die wildesten Gerüchte machen die Runde - der allgemeine Tenor lautet bald: "Alkohol. Drogen. Selbstmord. Ein Künstler halt, ein spinnerter!"

      Nur Julie (Adele Neuhauser) ist wieder einmal nicht derselben Meinung wie die anderen - und sie tut dies auch lautstark am offenen Grab kund, worauf der Bürgermeister (Georges Kern), dem die vier "herumschnüffelnden Weiber" inzwischen auf die Nerven gehen, aus Zorn einen Anfall erleidet und im Krankenhaus landet. Nichtsdestotrotz schnüffelt das Quartett weiter - und findet heraus, dass Leo Hell sehr reich war, obwohl er kaum jemals eines seiner skurrilen Werke verkauft hat. Außerdem steht ein Ferrari Testarossa in Hells Garage - und im Büro des Bürgermeisters hängt neuerdings ein großformatiges Werk des berühmten Vaters, obwohl dieser sich so ein Kunstwerk niemals leisten könnte.

      Sabine verfolgt inzwischen den dunkelhäutigen Fremden, den einige im Dorf für einen Drogenkurier halten. Doch dann wird dieser von einem Unbekannten niedergeschlagen, sein Hotelzimmer wird durchwühlt - und nachdem Sabine ihn verarztet hat, verrät er ihr seine wahre Identität und zeigt ihr ein geheimnisvolles Videoband, auf dem Leo Hell zu sehen ist. Offenbar hat es jemandem ganz und gar nicht gepasst, dass der seltsame Künstler eine Bombe im Zusammenhang mit den Werken des berühmten Vaters platzen lassen wollte.

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