• 22.07.2018
      06:45 Uhr
      Tele-Akademie Prof. Dr. Martin Zimmermann: Troja - Der Mythos einer Stadt und die eruropäische Kultur | 3sat
       

      Die homerischen Epen Ilias und Odyssee markieren den Beginn der europäischen Literatur. Sie bildeten für Jahrhunderte den Referenzpunkt für die antiken Gesellschaften. In den Dichtungen hatte Homer den Griechen und den Römern eine verbindende Frühgeschichte geschaffen. Die Dichtungen hatten zwar eine fiktive Geschichte erzählt, aber der Wunsch, den frühen Mythen einen Ort zu geben und sie zugleich als Stadt zu visualisieren, spielte in der Antike eine wichtige Rolle. Troja wurde zu der Stadt, in der alle antiken Gemeinwesen ihre gemeinsame Vergangenheit lokalisierten.

      Sonntag, 22.07.18
      06:45 - 07:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Die homerischen Epen Ilias und Odyssee markieren den Beginn der europäischen Literatur. Sie bildeten für Jahrhunderte den Referenzpunkt für die antiken Gesellschaften. In den Dichtungen hatte Homer den Griechen und den Römern eine verbindende Frühgeschichte geschaffen. Die Dichtungen hatten zwar eine fiktive Geschichte erzählt, aber der Wunsch, den frühen Mythen einen Ort zu geben und sie zugleich als Stadt zu visualisieren, spielte in der Antike eine wichtige Rolle. Troja wurde zu der Stadt, in der alle antiken Gemeinwesen ihre gemeinsame Vergangenheit lokalisierten.

       

      Die homerischen Epen Ilias und Odyssee markieren den Beginn der europäischen Literatur. Sie bildeten für Jahrhunderte den Referenzpunkt für die antiken Gesellschaften. In den Dichtungen hatte Homer den Griechen und den Römern eine verbindende Frühgeschichte geschaffen. Die Stadt Troja war daher spätestens seit der klassischen Zeit ein besonderer Ort der Imagination. Die Dichtungen hatten zwar eine fiktive Geschichte erzählt, aber der Wunsch, den frühen Mythen einen Ort zu geben und sie zugleich als Stadt zu visualisieren, spielte in der Antike eine wichtige Rolle.

      Troja wurde zu der Stadt, in der alle antiken Gemeinwesen ihre gemeinsame Vergangenheit lokalisierten. Der Vortrag veranschaulicht, wie Texte, archäologische Zeugnisse und eine sich wandelnde Erinnerungskultur verschmelzen und immer neue Vorstellungen von einer mythischen Stadt erzeugen.

      Professor Dr. Martin Zimmermann bekleidet den Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität München. Er ist Sprecher des Graduiertenkollegs "Formen von Prestige in Kulturen des Altertums".

      Die Tele-Akademie ist ein Angebot für alle interessierten Menschen, sich mit den aktuellen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Sie vermittelt Denkanstöße und Wissen mit Tiefgang, anspruchsvoll aber verständlich. Namhafte Redner aus allen Gebieten der Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur nehmen jede Woche Stellung zu Themen, die über den Tag hinaus von Bedeutung sind.

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