• 14.07.2018
      21:15 Uhr
      Szenen einer Ehe Spielfilm Schweden 1973 - Zum 100. Geburtstag von Ingmar Bergman | 3sat
       

      Wie eine scheinbar heile Lebensgemeinschaft zerfällt, Mann und Frau sich bis zur Selbstaufgabe bekämpfen und wie am Ende dann doch eine neue Liebe entstehen kann: Sechs Szenen einer Ehe. Ingmar Bergmans bewegendes, autobiografisch geprägtes Meisterwerk mit den überragenden Darstellern Liv Ullmann und Erland Josephson zum 100. Geburtstag des großen schwedischen Regisseurs am 14. Juli.

      Samstag, 14.07.18
      21:15 - 00:00 Uhr (165 Min.)
      165 Min.
      Stereo HD-TV

      Wie eine scheinbar heile Lebensgemeinschaft zerfällt, Mann und Frau sich bis zur Selbstaufgabe bekämpfen und wie am Ende dann doch eine neue Liebe entstehen kann: Sechs Szenen einer Ehe. Ingmar Bergmans bewegendes, autobiografisch geprägtes Meisterwerk mit den überragenden Darstellern Liv Ullmann und Erland Josephson zum 100. Geburtstag des großen schwedischen Regisseurs am 14. Juli.

       

      Stab und Besetzung

      Marianne Liv Ullmann
      Johan Erland Josephson
      Regie Ingmar Bergman
      Drehbuch Ingmar Bergman

      Die Ehe des Professors Johan und der Anwältin Marianne entwickelt sich zu einem Psychodrama der Leidenschaften und zu einer Hölle des Zynismus. Szene 1: Marianne und Johan schlichten eines Abends den Streit eines Ehepaares. Wochen später wird Marianne schwanger, Johan reagiert reserviert. Am Ende langer Diskussionen steht die Entscheidung für eine Abtreibung. Szene 2: Marianne wehrt sich gegen die Besuche bei den Eltern und Schwiegereltern. Als sie im Büro einer Mandantin zuhört, die sich nach 20 Jahren scheiden lassen will, entsteht ein plötzliches Unbehagen bei ihr. Ein Gespräch mit Johan über ihre sexuelle Beziehung endet in Verwirrung und Verdrängung. Szene 3: Johan teilt Marianne mit, dass er sich in Paula verliebt habe und sich trennen möchte. Nach einer Nacht mit heftigen Szenen demütigt sich Marianne bis zum Äußersten, aber Johan ist zu keiner Konzession bereit. Szene 4: Nach acht Monaten treffen sich Marianne und Johan zu einem Essen. Er will eine Gastprofessur in Amerika annehmen und dadurch Paula loswerden, deren Liebe ihm unerträglich geworden ist. Beide sind ängstlich, verletzbar und werden von einem sexuellen Verlangen gequält. Aber der Versuch, wieder zueinander zu finden, schlägt fehl. Szene 5: Marianne und Johan stehen vor der Scheidung. Doch während Marianne wieder Zuversicht gefunden hat, haben sich Johans Pläne zerschlagen. Plötzlich sträubt er sich gegen eine Scheidung, und es kommt zu einem fürchterlichen Streit. Schließlich unterschreiben sie den Scheidungsvertrag. Szene 6: Nach Jahren trifft sich Johan mit Marianne. Obwohl beide wieder verheiratet sind, beschließen sie, über das Wochenende gemeinsam aufs Land zu fahren. Zwischen beiden scheint eine neue, tiefere Liebe entstanden zu sein.

      Der für das schwedische Fernsehen produzierte Spielfilm wurde für Ingmar Bergman zu einem weltweiten sensationellen Erfolg. Das zehnjährige Protokoll einer Ehe wurde 1974 mit einem Golden Globe als "bester nichtamerikanischer Film" ausgezeichnet.Ernst Ingmar Bergman, geboren 1918 in Uppsala, begann seine Karriere als Theaterregisseur und -autor und inszenierte bis in die 1990er-Jahre an europäischen Bühnen. Seine internationale Karriere als Filmregisseur begann mit "Lächeln einer Sommernacht" (1955) und "Wilde Erdbeeren" (1957). Mit dem skandalumwitterten Film "Das Schweigen" (1963) war Ingmar Bergman erstmals sowohl künstlerisch als auch kommerziell sehr erfolgreich. Seine opulente, mit vier Oscars ausgezeichnete Familiensaga "Fanny und Alexander" (1981) wurde erst mit Verspätung als Schlüsselfilm Bergmans erkannt. 2002 stellte Bergman als "Krönung seines Lebens" für das schwedische Fernsehen den Film "Saraband" fertig. Darin treffen sich 30 Jahre nach ihrer Scheidung ein Mann und eine Frau wieder - die Protagonisten aus "Szenen einer Ehe", wiederum gespielt von Liv Ullmann und Erland Josephson. Nach Abschluss der Dreharbeiten zog sich Bergman, der als einer der ganz wenigen Künstler sein Werk selbst als vollendet bezeichnete, in sein Haus auf der Insel Fårö zurück, wo er am 30. Juli 2007 starb.

      Ingmar Bergman betrieb in vielen seiner Werke eine gleichermaßen schonungslose wie barmherzige Analyse der menschlichen Existenz, die durch eine eindringliche und klare Bildsprache ohne Effekte beeindruckt. Immer wieder ging es um die Zerrissenheit des Menschen, seine Existenzängste und sexuellen Obsessionen sowie die Gefühle von Schuld und Schande. Viele Filmemacher auf der ganzen Welt, darunter Woody Allen, David Lynch, Stanley Kubrick, Lars von Trier, Krzysztof Kieslowski, Andrej Tarkowski und Park Chan-wook, würdigten den Einfluss Bergmans auf ihre eigenen Arbeiten.

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      Samstag, 14.07.18
      21:15 - 00:00 Uhr (165 Min.)
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