• 17.08.2018
      16:55 Uhr
      Sonnenberge - Von der Rax zur Buckligen Welt Film von Barbara Fally-Puskás | 3sat
       

      Die Landschaft im Süden Niederösterreichs ist geprägt von den letzten Ausläufern der Alpen. In der Region zwischen Rax und Buckliger Welt finden sich auch die Hausberge der Wiener. Für Erholungsuchende und Extremsportler, Naturliebhaber und Kulturfreunde liegt dieses Paradies praktisch vor der Haustür.

      Freitag, 17.08.18
      16:55 - 17:35 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

      Die Landschaft im Süden Niederösterreichs ist geprägt von den letzten Ausläufern der Alpen. In der Region zwischen Rax und Buckliger Welt finden sich auch die Hausberge der Wiener. Für Erholungsuchende und Extremsportler, Naturliebhaber und Kulturfreunde liegt dieses Paradies praktisch vor der Haustür.

       

      Die Sonnenberge im Süden Niederösterreichs sind Sommer wie Winter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, Naturliebhaber und Bergsportler. Doch was ist an Schneebergland, Wechselgebirge und Buckliger Welt so einzigartig? Warum erfreut sich diese Region derartiger Beliebtheit? Hier gibt es keine Extreme, keine Dreitausender, kein ewiges Eis, nichts für das Buch der Rekorde. Dennoch ist dieser Landstrich etwas Besonderes: An der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark treffen Pannonische Tiefebene und Alpenausläufer aufeinander.

      Auf engstem Raum finden sich unterschiedlichste Naturlandschaften mit einer ungeahnten Fülle an Pflanzen und Tieren. Diese Mittlerrolle zwischen Flachland und Hochgebirge verleiht den Sonnenbergen ihren ganz besonderen Charme. Einen Charme, dem die Städter schon im 19. Jahrhundert erlegen sind: Hier liegt die Wiege der Sommerfrische, hier wurde die erste alpine Rettungsorganisation gegründet und auf der Rax nahm 1926 die erste Seilbahn Österreichs ihren Betrieb auf. Die Tierwelt hat sich weitgehend an die fremden Besucher gewöhnt. Wer sich ruhig verhält, erlebt sogar Gemsen aus nächster Nähe.

      Bei Kirchberg am Wechsel öffnet sich im Eulenberg die Hermannshöhle. Die insgesamt mehr als vier Kilometer langen Gänge entstanden vor etwa einer Million Jahren. In der kalten Jahreszeit dient die wohltemperierte Tropfsteinhöhle bis zu 700 Fledermäusen als Winterquartier. Hier wurden bereits 14 verschiedene Fledermausarten beobachtet. Doch die Sonnenberge Niederösterreichs sind seit jeher auch von Menschenhand geprägt. Dies ist ein Kulturland, in dem die Natur ihren Platz hat. Der Film stellt einige der Menschen vor, die mit dieser Region tief verbunden sind. Am Fuße des Hochwechsels lebt Christof Seiser. Der ehemalige Leistungssportler bezeichnet sich heute als Aktionskünstler mit Schwerpunkt Bildhauerei. Gerne versucht er seinen Sportsgeist mit der Kunst zu verbinden. Bei der Arbeit an einer Felsskulptur am Hochwechsel stellen sowohl der entlegene Standort als auch das harte Gestein eine große Herausforderung dar. Für sein jüngstes Werk nimmt sich Seiser viel Zeit, damit die Energie aller Jahreszeiten in seine Arbeit einfließen kann.

      In Schwarzau im Gebirge und in Gutenstein liegen die Zentren von Peter Brauchls Alpenlachszucht. Brauchl macht sich das klare, kalte und saubere Gebirgswasser zunutze und züchtet erfolgreich Eismeersaiblinge und Atlantische Lachse, mitten im Binnenland. Entlang der Thermenlinie von Perchtoldsdorf bis Gloggnitz prägen Schwarzkiefern das Landschaftsbild. Diese Baumart trug wesentlich zum Wohlergehen der Bauern bei, denn seit dem 14. Jahrhundert war die Harzgewinnung ein sicherer Nebenerwerb. In den Wäldern bei Hernstein stehen viele hundertjährige Pechbäume, die nach wie vor bearbeitet werden. Richard Schreieck ist es zu verdanken, dass die traditionelle Harzgewinnung wenigstens in geringem Umfang erhalten blieb. Acht Pecher liefern ihm etwa 40 Tonnen Harz im Jahr, aus denen Schreieck Kosmetikprodukte, Terpentin und Kolophonium für die Bögen von Streichinstrumenten herstellt.

      Die Bodenwiese am Gahns ist eine der letzten beweideten Hochalmen der Sonnenberge. Hier wird das Vieh von 28 Bauern der Umgebung den Sommer über vom Halter-Hias betreut einem Faktotum der Region. Während viele Bergbauern von Rax und Schneeberg aufgegeben haben, überwiegt in der Buckligen Welt noch das Bauerntum. Bewirtschaften lassen sich diese arbeitsintensiven Klein- und Mittelbetriebe allerdings nur, wenn die ganze Familie mithilft. Die uralten Streuobstwiesen der Buckligen Welt sind nicht nur eine Augenweide, sondern Lebensraum und Nahrungslieferant für eine Vielzahl von Tieren.

      Die Wälder der Sonnenberge wurden einst intensiv genutzt. Doch seit man weiß, dass sich ein gesunder Waldbestand positiv auf die Wasserqualität auswirkt, achtet man verstärkt auf seinen Zustand. Seit 1873 speisen die Quellen von Rax und Schneeberg die Erste Wiener Hochquellenwasserleitung. 1965 wurde der Einzu

      Die Sonnenberge im Süden Niederösterreichs sind Sommer wie Winter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, Naturliebhaber und Bergsportler. Doch was ist an Schneebergland, Wechselgebirge und Buckliger Welt so einzigartig? Warum erfreut sich diese Region derartiger Beliebtheit? Hier gibt es keine Extreme, keine Dreitausender, kein ewiges Eis, nichts für das Buch der Rekorde. Dennoch ist dieser Landstrich etwas Besonderes: An der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark treffen Pannonische Tiefebene und Alpenausläufer aufeinander.

      Auf engstem Raum finden sich unterschiedlichste Naturlandschaften mit einer ungeahnten Fülle an Pflanzen und Tieren. Diese Mittlerrolle zwischen Flachland und Hochgebirge verleiht den Sonnenbergen ihren ganz besonderen Charme. Einen Charme, dem die Städter schon im 19. Jahrhundert erlegen sind: Hier liegt die Wiege der Sommerfrische, hier wurde die erste alpine Rettungsorganisation gegründet und auf der Rax nahm 1926 die erste Seilbahn Österreichs ihren Betrieb auf. Die Tierwelt hat sich weitgehend an die fremden Besucher gewöhnt. Wer sich ruhig verhält, erlebt sogar Gemsen aus nächster Nähe.

      Bei Kirchberg am Wechsel öffnet sich im Eulenberg die Hermannshöhle. Die insgesamt mehr als vier Kilometer langen Gänge entstanden vor etwa einer Million Jahren. In der kalten Jahreszeit dient die wohltemperierte Tropfsteinhöhle bis zu 700 Fledermäusen als Winterquartier. Hier wurden bereits 14 verschiedene Fledermausarten beobachtet. Doch die Sonnenberge Niederösterreichs sind seit jeher auch von Menschenhand geprägt. Dies ist ein Kulturland, in dem die Natur ihren Platz hat. Der Film stellt einige der Menschen vor, die mit dieser Region tief verbunden sind. Am Fuße des Hochwechsels lebt Christof Seiser. Der ehemalige Leistungssportler bezeichnet sich heute als Aktionskünstler mit Schwerpunkt Bildhauerei. Gerne versucht er seinen Sportsgeist mit der Kunst zu verbinden. Bei der Arbeit an einer Felsskulptur am Hochwechsel stellen sowohl der entlegene Standort als auch das harte Gestein eine große Herausforderung dar. Für sein jüngstes Werk nimmt sich Seiser viel Zeit, damit die Energie aller Jahreszeiten in seine Arbeit einfließen kann.

      In Schwarzau im Gebirge und in Gutenstein liegen die Zentren von Peter Brauchls Alpenlachszucht. Brauchl macht sich das klare, kalte und saubere Gebirgswasser zunutze und züchtet erfolgreich Eismeersaiblinge und Atlantische Lachse, mitten im Binnenland. Entlang der Thermenlinie von Perchtoldsdorf bis Gloggnitz prägen Schwarzkiefern das Landschaftsbild. Diese Baumart trug wesentlich zum Wohlergehen der Bauern bei, denn seit dem 14. Jahrhundert war die Harzgewinnung ein sicherer Nebenerwerb. In den Wäldern bei Hernstein stehen viele hundertjährige Pechbäume, die nach wie vor bearbeitet werden. Richard Schreieck ist es zu verdanken, dass die traditionelle Harzgewinnung wenigstens in geringem Umfang erhalten blieb. Acht Pecher liefern ihm etwa 40 Tonnen Harz im Jahr, aus denen Schreieck Kosmetikprodukte, Terpentin und Kolophonium für die Bögen von Streichinstrumenten herstellt.

      Die Bodenwiese am Gahns ist eine der letzten beweideten Hochalmen der Sonnenberge. Hier wird das Vieh von 28 Bauern der Umgebung den Sommer über vom Halter-Hias betreut einem Faktotum der Region. Während viele Bergbauern von Rax und Schneeberg aufgegeben haben, überwiegt in der Buckligen Welt noch das Bauerntum. Bewirtschaften lassen sich diese arbeitsintensiven Klein- und Mittelbetriebe allerdings nur, wenn die ganze Familie mithilft. Die uralten Streuobstwiesen der Buckligen Welt sind nicht nur eine Augenweide, sondern Lebensraum und Nahrungslieferant für eine Vielzahl von Tieren.

      Die Wälder der Sonnenberge wurden einst intensiv genutzt. Doch seit man weiß, dass sich ein gesunder Waldbestand positiv auf die Wasserqualität auswirkt, achtet man verstärkt auf seinen Zustand. Seit 1873 speisen die Quellen von Rax und Schneeberg die Erste Wiener Hochquellenwasserleitung. 1965 wurde der Einzu

      gsbereich der Quellen schließlich zum Wasserschutzgebiet erklärt. Raubbau und intensive Nutzung gehören seitdem der Vergangenheit an. Nun gibt es sie wieder, die verlassenen Dickichte, in denen auch die scheuen Schwarzstörche brüten.Eineinhalb Jahre lang war das Team der epo-film unter der Regie von Barbara Fally-Puskás und Klaus Steindl im Gebiet der Sonnenberge unterwegs. Die Filmmusik stammt von Klaus Trabitsch, der hoch über dem Schwarzatal lebt und sich Tag für Tag von der Schönheit des Schneeberglandes inspirieren lassen kann.

      gsbereich der Quellen schließlich zum Wasserschutzgebiet erklärt. Raubbau und intensive Nutzung gehören seitdem der Vergangenheit an. Nun gibt es sie wieder, die verlassenen Dickichte, in denen auch die scheuen Schwarzstörche brüten.Eineinhalb Jahre lang war das Team der epo-film unter der Regie von Barbara Fally-Puskás und Klaus Steindl im Gebiet der Sonnenberge unterwegs. Die Filmmusik stammt von Klaus Trabitsch, der hoch über dem Schwarzatal lebt und sich Tag für Tag von der Schönheit des Schneeberglandes inspirieren lassen kann.

      Aus der ORF-Reihe "Universum"

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