• 18.03.2018
      19:40 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Das Wadi Rum, Jordanien - Ein Stück Ewigkeit | 3sat
       

      Bizarr und legendär: Das "Wadi Rum" in Jordanien zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt seit 12.000 Jahren nomadische Kulturen. Im Freiheitskampf der Arabischen Völker gegen die Kolonialmächte, angeführt durch den Briten Thomas Edward Lawrence, wurde das sonst stille Wadi Rum 1917 zum Schlachtfeld und weltberühmt durch die Heldentaten von "Lawrence von Arabien".

      Sonntag, 18.03.18
      19:40 - 20:00 Uhr (20 Min.)
      20 Min.
      Stereo HD-TV

      Bizarr und legendär: Das "Wadi Rum" in Jordanien zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt seit 12.000 Jahren nomadische Kulturen. Im Freiheitskampf der Arabischen Völker gegen die Kolonialmächte, angeführt durch den Briten Thomas Edward Lawrence, wurde das sonst stille Wadi Rum 1917 zum Schlachtfeld und weltberühmt durch die Heldentaten von "Lawrence von Arabien".

       

      Bizarr und legendär: Das "Wadi Rum" in Jordanien zählt zu den großartigsten Landschaften der Erde. Das Weltkulturerbe der UNESCO beherbergt seit 12 000 Jahren nomadische Kulturen.

      Im Freiheitskampf der Arabischen Völker gegen die Kolonialmächte, angeführt durch Thomas Edward Lawrence, genannt "Lawrence von Arabien", wurde das sonst stille Wadi Rum 1917 zum Schlachtfeld - und durch die Heldentaten des Briten weltberühmt.

      Es ist eine archaische, anmutige Region aus skulpturartigen Bergkegeln und weiten Wüstenflächen, die über Jahrtausende vom Wind geformt wurden, ein Monument aus Stein, Sand, Licht und Zeit: Die monolithischen Gesteinsformationen treten als Riesen in einem Naturspektakel auf, das eine Geschichte aus geologischen Gegensätzen aus Horizontalen und Vertikalen erzählt. Mensch und Tier sind angesichts seiner Größe nur kleine, flüchtige Erscheinungen.

      Die zivilisatorischen Dokumente im Wadi Rum reichen weit zurück. Mehr als 4000 Felszeichnungen, eingeritzt in den weichen Sandstein, erzählen die Alltagsgeschichten jener Stämme vor 12 000 Jahren, die offensichtlich keine Mühe hatten, in der extremen Natur zu überleben. Wasserquellen gab es bis heute genügend. Unter der Wüste des Wadi Rum befindet sich ein enormer Wasserspeicher. Die sogenannte "Quelle von Lawrence von Arabien" sprudelt noch immer, tränkt die Kamele, die Bewohner und den einsamen Baum, der - so die Einheimischen - 1000 Jahre alt sein soll. Es ist in manchen Bereichen auffällig grün in dieser Wüste. Es gibt bodendeckendes Buschwerk, das den Kamelen als Futter und den Menschen als Brennmaterial zum Kochen dient.

      Schon vor der Zeitrechnung durchwanderten die Karawanen das Land im vorderen Orient von Asien ans Mittelmeer und hinterließen bei den ansässigen Beduinen kulturelle Spuren. Wie auch die Nabatäer, die sich in dem Land zwischen Jordan und dem Roten Meer niederließen. Die Geschichte des Wadi Rum ist ewig und aktuell zugleich. Seine heutige Lage im Südwesten Jordaniens zwischen Israel, Saudi Arabien und dem Roten Meer hat es immer als Land des Transits ausgewiesen. Ein bestechend schönes Terrain, ein Stück Erde, das sich trotz aller vorübergehenden Vereinnahmungen seinen Charakter und seine natürliche Schönheit bewahren konnte - ein Stück Ewigkeit, in dem die Zeit still zu stehen scheint, während in den umliegenden territorialen Nachbarschaften die Weltgeschichte tobt.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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