• 28.07.2018
      13:15 Uhr
      quer ... durch die Woche mit Christoph Süß | 3sat
       

      Themen:

      • Söder in Erklärungsnot: Der Fluch des GBW-Verkaufs
      • Trockene Becken: Der Kampf der Bayern um ihre Bäder
      • Realer Irrsinn: Kosten senken durch Stromverschwendung
      • Revolution im Dorf: Bürger stoppen Gewerbegebiet
      • „Recycling“ mal anders: Plastik in Kuhmägen

      Samstag, 28.07.18
      13:15 - 14:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Themen:

      • Söder in Erklärungsnot: Der Fluch des GBW-Verkaufs
      • Trockene Becken: Der Kampf der Bayern um ihre Bäder
      • Realer Irrsinn: Kosten senken durch Stromverschwendung
      • Revolution im Dorf: Bürger stoppen Gewerbegebiet
      • „Recycling“ mal anders: Plastik in Kuhmägen

       
      • Söder in Erklärungsnot: Der Fluch des GBW-Verkaufs

      Als Zeuge in einem Untersuchungsausschuss - und das im Wahljahr: Das hat sich Ministerpräsident Markus Söder wohl anders vorgestellt. Die alles entscheidende Frage: Durfte der Freistaat die GBW-Wohnungen nicht selbst kaufen – oder wollte er nicht? Die CSU beharrt darauf, die EU habe den Kauf damals de facto verboten. Doch ein Dokument einer damals vom Finanzministerium selbst beauftragten Beraterfirma legt nahe: Ein Kauf wäre möglich gewesen. Trotzdem gab man die GBW aus der öffentlichen Hand. Und überließ die Mieter von mehr als 30000 Wohnungen einer Immobilienfirma, die seither munter die Mieten erhöht.

      • Trockene Becken: Der Kampf der Bayern um ihre Bäder

      In den vergangenen Jahren ist in etlichen Orten Erstaunliches geschehen. Bürger setzten sich freiwillig für ihre unrentabel gewordenen Gemeinde-Schwimmbäder ein, reparierten, bauten, und betreiben sie nun ehrenamtlich. Doch selbst für gerettete Bäder gilt: Es ist jedes Jahr ein zermürbender Kampf um ein Kulturgut. Die Politik war bisher äußerst kleinlich mit Zuschüssen. Immerhin: Das Engagement wirkt anscheinend Wunder. Plötzlich steht Bäderrettung auf der Agenda der großen Politik. Freistaat und Bund versprechen Gelder. Ist das die Kehrtwende? Oder nur Wahlkampf?

      • Realer Irrsinn: Kosten senken durch Stromverschwendung

      Zweimal im Jahr geschieht im Dorf-Supermarkt von Familie Sponsel Sonderbares. Alle Kühltruhen werden auf Maximum gestellt und gleichzeitig mehrere strombetriebene Heizstrahler aufgedreht. Das Ziel: möglichst viel Strom verbrauchen. Denn so senkt der Betrieb seine Strom-Kosten. Wie das? Gemäß einer Verordnung aus dem Jahr 1992 wird gewerblichen Großverbrauchern die sogenannte Konzessionsabgabe gekürzt, das ist der Beitrag zur Benutzung der örtlichen Energie-Infrastruktur. Der Irrsinn lohnt sich sogar noch, wenn die Kunden dann mehr Kilowattstunden bezahlen müssen. Stromsparen hingegen wird bestraft.

      • Revolution im Dorf: Bürger stoppen Gewerbegebiet

      Im beschaulichen Mittelstetten, inmitten der sattgrünen Hügellandschaft zwischen Augsburg und München, sollte es bald aussehen wie überall. Zumindest, wenn es nach dem CSU-Bürgermeister ging: Der plante ein Gewerbegebiet außerhalb des Orts. Und um das sogenannte Anbindegebot einzuhalten, wollte er zusätzlich ein neues Wohngebiet errichten lassen. Doch die Bürger wehrten sich gegen die Pläne. Nachdem unlängst ein bayernweites Volksbegehren gegen die Betonflut gerichtlich abgeschmettert wurde, waren sie mit ihrem Aufstand von unten erfolgreich.

      • „Recycling“ mal anders: Plastik in Kuhmägen

      Auf seiner ökologischen Weide entdeckte ein Landwirt aus Raubling im malerischen Voralpenland Verstörendes. Im Gras verstecken sich unzählige kleine Plastikfetzen. Im selben Gras, das seine Tiere fressen sollten. Bei seinen Nachforschungen erfährt der Bauer: Das Plastik scheint aus einer benachbarten Recycling-Anlage zu stammen. Doch kein Amt fühlt sich dafür zuständig, den Missstand zu beheben. Der Betrieb arbeite nach dem neuesten Stand der Technik, und ohnehin gebe es keine Grenzwerte für Plastikverwehungen. Der Vorfall wirft Licht auf ein größeres Problem: Kuhfutter ohne Plastik-Bestandteile gibt es faktisch nirgends mehr.

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