• 22.09.2022
      20:15 Uhr
      Neue Therapien gegen Parkinson 3sat
       

      Die Parkinsonkrankheit betrifft Millionen Menschen weltweit. Einige Symptome lassen sich mit Medikamenten lindern. Heilung ist bisher nicht möglich. Stammzelltherapien bringen Hoffnung.

      Parkinson betrifft vor allem die Hirnregion, die den flüssigen Ablauf von autonomen Bewegungen steuert. Die neurodegenerative Erkrankung geht mit einem Dopaminmangel im Gehirn einher. Zu diesem Mangel kommt es, weil die Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Warum genau dies geschieht, ist noch nicht ganz klar. Nur wenige Menschen haben eine genetische Prädisposition dafür, an Parkinson zu erkranken.

      Donnerstag, 22.09.22
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Parkinsonkrankheit betrifft Millionen Menschen weltweit. Einige Symptome lassen sich mit Medikamenten lindern. Heilung ist bisher nicht möglich. Stammzelltherapien bringen Hoffnung.

      Parkinson betrifft vor allem die Hirnregion, die den flüssigen Ablauf von autonomen Bewegungen steuert. Die neurodegenerative Erkrankung geht mit einem Dopaminmangel im Gehirn einher. Zu diesem Mangel kommt es, weil die Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Warum genau dies geschieht, ist noch nicht ganz klar. Nur wenige Menschen haben eine genetische Prädisposition dafür, an Parkinson zu erkranken.

       

      Die Parkinsonkrankheit betrifft Millionen Menschen weltweit. Einige Symptome lassen sich mit Medikamenten lindern. Heilung ist bisher nicht möglich. Stammzelltherapien bringen Hoffnung.

      Parkinson ist die zweithäufigste Erkrankung des Gehirns. Treten untrügliche Symptome auf - stockende Bewegungen, Tremor, schleppender Gang - ist bereits die Hälfte der Zellen zerstört. Bewegungs- und Dopamintherapien können die Erkrankung nur noch verzögern.

      Parkinson betrifft vor allem die Hirnregion, die den flüssigen Ablauf von autonomen Bewegungen steuert. Die neurodegenerative Erkrankung geht mit einem Dopaminmangel im Gehirn einher. Zu diesem Mangel kommt es, weil die Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, absterben. Warum genau dies geschieht, ist noch nicht ganz klar. Nur wenige Menschen haben eine genetische Prädisposition dafür, an Parkinson zu erkranken.

      Studien hatten einen Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson erkannt. In Frankreich ist Parkinson deshalb als Berufskrankheit in einigen Bereichen von Gartenbau und Landwirtschaft anerkannt. Im Tierversuch mit Ratten hatten amerikanische Forschende bewiesen, dass es einen direkten Weg für ein Parkinson auslösendes Protein vom Magen bis ins Gehirn gibt.

      Prof. Dr. Daniela Berg vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und ihr Team haben nun einen Durchbruch bei der Früherkennung von Parkinson geschafft: Sie sind die weltweit Ersten, die über einen Bluttest das fehlgefaltete Protein Alpha-Synuclein aus Nervenzellen nachweisen können. Die Hoffnung ist, dass ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung und eine entsprechende Dopamin-Substitution den degenerativen Verlauf abschwächen kann.

      Mit fokussiertem Ultraschall veröden die Neurologen an der Uniklinik in Kiel den Bereich im Hirn, der den starken Tremor in der Hand verursacht. Nur Heilung gibt es bislang nicht. Deshalb versucht die Forschung, Stammzellen so umzuprogrammieren, dass sie Dopamin produzieren und die abgestorbenen Nervenzellen ersetzen können. Dr. Agnete Kirkeby von der Universität Kopenhagen ist nun so weit, dass sie bald dem ersten Menschen in einem Heilversuch Dopamin-erzeugende Neuronen implantieren kann.

      Film von John A. Kantara

      "WissenHoch2" - ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen; um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel das Thema mit seinen Gästen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.

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