• 05.08.2018
      09:05 Uhr
      Mark Lilla: Make Gemeinschaft Great Again 3sat
       

      Für den US-amerikanischen Intellektuellen Mark Lilla ist Trumps "Make America Great Again" Ausdruck reaktionären Denkens. Barbara Bleisch spricht mit Mark Lilla in Berlin über die Zukunft der USA und darüber, was sich von den Erfahrungen in den USA für die Debatte um Heimat und Nationalismus in Europa lernen lässt. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird der Nostalgie nach den goldenen Zeiten geopfert. Mitverantwortlich für die Rückkehr dieses Zeitgeists in den USA sind für den Ideenhistoriker nicht zuletzt die Demokraten. Mark Lilla lieferte nach der Wahl von Donald Trump dazu eine vielbeachtete und streitbare Analyse.

      Sonntag, 05.08.18
      09:05 - 10:05 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo HD-TV

      Für den US-amerikanischen Intellektuellen Mark Lilla ist Trumps "Make America Great Again" Ausdruck reaktionären Denkens. Barbara Bleisch spricht mit Mark Lilla in Berlin über die Zukunft der USA und darüber, was sich von den Erfahrungen in den USA für die Debatte um Heimat und Nationalismus in Europa lernen lässt. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird der Nostalgie nach den goldenen Zeiten geopfert. Mitverantwortlich für die Rückkehr dieses Zeitgeists in den USA sind für den Ideenhistoriker nicht zuletzt die Demokraten. Mark Lilla lieferte nach der Wahl von Donald Trump dazu eine vielbeachtete und streitbare Analyse.

       

      Für den US-amerikanischen Intellektuellen Mark Lilla ist Trumps "Make America Great Again" Ausdruck reaktionären Denkens. Barbara Bleisch spricht mit Mark Lilla in Berlin über die Zukunft der USA und darüber, was sich von den Erfahrungen in den USA für die Debatte um Heimat und Nationalismus in Europa lernen lässt. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird der Nostalgie nach den goldenen Zeiten geopfert. Mitverantwortlich für die Rückkehr dieses Zeitgeists in den USA sind für den Ideenhistoriker nicht zuletzt die Demokraten.

      Mark Lilla lieferte nach der Wahl von Donald Trump eine vielbeachtete und streitbare Analyse: Die Demokraten hätten sich viel zu sehr auf Identitätspolitik, Minderheitenrechte und politische Korrektheit versteift. Darüber gingen nicht nur die Belange des viel diskutierten "einfachen Mannes" verloren, sondern vor allem der Blick auf die Gemeinschaft. Denn es kann keine Gesellschaft überleben, ohne auch eine Gemeinschaft zu sein. Das Wir-Gefühl, das ein Slogan wie "Make America Great Again" kultiviert, wurde von den Demokraten dem Hohelied des Individualismus geopfert; betrieben wurde eine Art "Reaganismus für die Linke". Lilla ist überzeugt: Wenn die US-Demokraten nicht sang- und klanglos untergehen wollen, müssen sie sich wieder dafür interessieren, wie Gemeinschaft entsteht, ohne der Nostalgie auf den Leim zu kriechen, die dem reaktionären Denken eigen ist.

      Aus der SRF-Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie"

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      Sonntag, 05.08.18
      09:05 - 10:05 Uhr (60 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.12.2018