• 09.04.2021
      22:25 Uhr
      M - Eine Stadt sucht einen Mörder Spielfilm Deutschland/ 1931 | 3sat
       

      Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung.

      Freitag, 09.04.21
      22:25 - 00:15 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung.

       

      Stab und Besetzung

      Hans Beckert Peter Lorre
      Schränker Gustaf Gründgens
      Inspektor Karl Lohmann Otto Wernicke
      Taschendieb Paul Kemp
      Bauernfänger Theo Lingen
      Frau Beckmann Ellen Widmann
      Elsie Beckmann Inge Landgut
      Inspektor Groeber Theodor Loos
      blinder Luftballonverkäufer Georg John
      Polizeichef Ernst Stahl-Nachbaur
      Franz, der Einbrecher Friedrich Gnaß
      der Betrüger Fritz Odemar
      Minister Franz Stein
      Beckerts Verteidiger Rudolf Blümner
      Nachtwächter Karl Platen
      Elisabeth Winkler Rosa Valetti
      Regie Fritz Lang
      Kamera Fritz Arno Wagner
      Drehbuch Thea von Harbou
      Fritz Lang

      Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung.

      Seine permanenten Razzien in einschlägigen Etablissements führen nicht zum Erfolg, schrecken aber die Berufsverbrecher auf, die ihre Gaunereien wegen des großen Polizeiaufgebots nicht mehr ungestört durchführen können. Der "Schränker", ein einflussreicher, wegen mehrfachen Totschlags gesuchter Ganove, setzt sich mit den führenden Köpfen verschiedener Verbrecherorganisationen zusammen und schlägt vor, dass die Unterwelt die Angelegenheit selbst in die Hand nimmt.

      Die Organisation der Bettler überzieht die Stadt daraufhin mit einem lückenlosen Spitzelnetz, in dem Beckert sich verfängt, nachdem ein blinder Bettler ihn am Pfeifen einer Melodie wiedererkennt. Nun tritt der Kindermörder vor das Tribunal der Unterwelt und versucht verzweifelt zu erklären, er sei ein Getriebener, der hilflos einem Mordimpuls folge. Als die aufgebrachten Ganoven den Psychopathen lynchen wollen, erscheint die Polizei. Fritz Langs erster Tonfilm zählt zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Durch präzise Alltagsbeobachtungen, klare Figurenzeichnungen und die filmisch virtuose Schilderung der Menschenhatz erzeugt der expressionistische Kriminalfilm bis zuletzt atemlose Spannung. Vielmehr als nur ein Porträt eines Psychopathen schuf der Regisseur ein eindringliches Bild vom Deutschland der 30er Jahre - in Hinsicht auf die krisenhafte Zeit und das Aufkommen des Nationalsozialismus. Vom ursprünglichen Titel des Films "Mörder sind unter uns" musste 1931 auf Druck der Nazis abgelassen werden.

      Fritz Langs erster Tonfilm zählt zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos. Durch präzise Alltagsbeobachtungen, klare Figurenzeichnungen und die filmisch virtuose Schilderung der Menschenhatz erzeugt der expressionistische Kriminalfilm bis zuletzt atemlose Spannung. Vielmehr als nur ein Porträt eines Psychopathen schuf der Regisseur ein eindringliches Bild vom Deutschland der 30er Jahre - in Hinsicht auf die krisenhafte Zeit und das Aufkommen des Nationalsozialismus. Vom ursprünglichen Titel des Films "Mörder sind unter uns" musste 1931 auf Druck der Nazis abgelassen werden.

      Der am 5. Dezember 1890 in Wien geborene Fritz Lang hat mit Filmen wie "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" und "Metropolis" deutsche und internationale Filmgeschichte geschrieben. Er war einer der expressionistischen Regisseure, die das deutsche Kino der Weimarer Republik zum größten Konkurrenten Hollywoods machten. Der "Master of Darkness", wie er in den USA genannt wurde, inspirierte den Film Noir der 40er und 50er Jahre.

      Den Auftakt macht "M - Eine Stadt sucht einen Mörder", der 1931 in Berlin entstand. In dem Film versetzt ein psychisch kranker Kindermörder, gespielt von Peter Lorre in seiner ersten großen Rolle, die Bevölkerung einer Stadt in Angst und Schrecken. Lang nutzte die neue Tontechnik in seinem ersten Tonfilm gleich in Perfektion: Ein Blinder erkennt den Mörder an der Melodie, die er immerzu pfeift und die als einziges musikalisches Element den Film wie ein roter Faden durchzieht.

      Es folgt "Ministerium der Angst", nach dem Roman von Graham Greene, den Fritz Lang 1944 während seines Exils in den USA drehte. Das perfekte Spiel mit Licht und Schatten spiegelt den Strudel unterschiedlicher Wahrnehmungen des Protagonisten wider, eines Grenzgängers zwischen Traum und Wirklichkeit. Der Film ist einer von Langs Anti-Nazi-Filmen, die zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Emigranten wie etwa Bertolt Brecht entstanden.

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      22:25 - 00:15 Uhr (110 Min.)
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