• 10.01.2019
      22:00 Uhr
      Lust auf Schmerz Film von Bernd Reufels und Julia Zipfel | 3sat
       

      Wieso gibt es überhaupt eine Lust auf Schmerz? Und das schließt beides ein: Die Lust, Schmerz zu empfangen oder zuzufügen. Professor Dr. med. Tillmann Krüger von der Klinik für Psychiatrie der MH Hannover hat sich mit dieser Frage befasst. Seine Erkenntnis: Lust und Schmerz liegen im Gehirn nah zusammen - und es werden gleichermaßen Belohnungszentren angesprochen. Dr. Melanie Büttner, Sexualtherapeutin vom Klinikum rechts der Isar, München, glaubt sogar, Sadomasochismus könne für manche Frauen eine therapeutische Funktion erfüllen.

      Donnerstag, 10.01.19
      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 20:15
      Stereo HD-TV

      Wieso gibt es überhaupt eine Lust auf Schmerz? Und das schließt beides ein: Die Lust, Schmerz zu empfangen oder zuzufügen. Professor Dr. med. Tillmann Krüger von der Klinik für Psychiatrie der MH Hannover hat sich mit dieser Frage befasst. Seine Erkenntnis: Lust und Schmerz liegen im Gehirn nah zusammen - und es werden gleichermaßen Belohnungszentren angesprochen. Dr. Melanie Büttner, Sexualtherapeutin vom Klinikum rechts der Isar, München, glaubt sogar, Sadomasochismus könne für manche Frauen eine therapeutische Funktion erfüllen.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Bernd Reufels
      Julia Zipfel

      Wieso gibt es überhaupt eine Lust auf Schmerz? Und das schließt beides ein: Die Lust, Schmerz zu empfangen oder zuzufügen.Professor Dr. med. Tillmann Krüger von der Klinik für Psychiatrie der MH Hannover hat sich mit dieser Frage befasst. Seine Erkenntnis: Lust und Schmerz liegen im Gehirn nah zusammen - und es werden gleichermaßen Belohnungszentren angesprochen.

      Dr. Melanie Büttner, Sexualtherapeutin vom Klinikum rechts der Isar, München, glaubt sogar, Sadomasochismus könne für manche Frauen eine therapeutische Funktion erfüllen. Ganz unterschiedliche aber brutale Paarungsrituale pflegen manche Tierarten wie Haie oder Meeresschnecken. Stellt sich die Frage, ob in der Evolution der gewaltsame Akt Vorteile versprach?

      Zumindest werden Sadismus und Masochismus nicht mehr als psychische Störungen klassifiziert - sofern niemand zu Schaden kommt. Denn die Forscher mussten erkennen, dass vermeintlich ungewöhnliche sexuelle Interessen doch viel weiter verbreitet sind als bisher angenommen. Offenbar sehen gerade ökonomisch unabhängige, emanzipierte Frauen in Sadomasochismus-Praktiken einen Weg, ihre Unterwerfungslust in einem geschützten Raum auszuleben, so die israelische Soziologin Eva Illouz.

      Erstausstrahlung Dokumentation

      Redaktionshinweis: In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel über ein verwandtes Thema.

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      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
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