• 15.02.2020
      14:30 Uhr
      Ländermagazin Mundart in Thüringen | 3sat
       

      "Jede Provinz liebt ihren Dialect: denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Athem schöpft", sagte einst der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Der Thüringische Dialekt gehört zum Ostmitteldeutschen. Er wird in Thüringen nördlich des Rennsteigs, im Südwesten Sachsen-Anhalts, im hessischen Werratal und rund um das bayerische Ludwigsstadt gesprochen. Überwiegend südlich des Rennsteigs herrschen die fränkischen Dialekte Itzgründisch und Hennebergisch vor. Jahrhundertelang war der Rennsteig die Sprachgrenze.

      Samstag, 15.02.20
      14:30 - 15:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      "Jede Provinz liebt ihren Dialect: denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Athem schöpft", sagte einst der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Der Thüringische Dialekt gehört zum Ostmitteldeutschen. Er wird in Thüringen nördlich des Rennsteigs, im Südwesten Sachsen-Anhalts, im hessischen Werratal und rund um das bayerische Ludwigsstadt gesprochen. Überwiegend südlich des Rennsteigs herrschen die fränkischen Dialekte Itzgründisch und Hennebergisch vor. Jahrhundertelang war der Rennsteig die Sprachgrenze.

       

      "Jede Provinz liebt ihren Dialect: denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Athem schöpft", sagte einst der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Der Thüringische Dialekt gehört zum Ostmitteldeutschen. Er wird in Thüringen nördlich des Rennsteigs, im Südwesten Sachsen-Anhalts, im hessischen Werratal und rund um das bayerische Ludwigsstadt gesprochen. Überwiegend südlich des Rennsteigs herrschen die fränkischen Dialekte Itzgründisch und Hennebergisch vor. Jahrhundertelang war der Rennsteig die Sprachgrenze. 1991 sprachen noch 41 Prozent der Menschen in Mitteldeutschland Dialekt, 2008 waren es nur noch 33 Prozent, fand das Allensbach Institut heraus. Als Gründe für die Verdrängung der Mundarten werden das immer längere Lernen auf Hochdeutsch und die sprachliche Angleichung in Ballungszentren genannt. Ein Weg, die Sprache der Vorfahren weiterzutragen, ist der spielerische Umgang mit der heimischen Mundart in Kitas. Autorin Ria Weber besucht eine Kita in Rauenstein bei Sonneberg, die nach einem bivarietären Konzept arbeitet. Das bedeutet, dass die heimische Mundart, der itzgründisch-fränkische Dialekt, neben der hochdeutschen Sprechweise unterrichtet wird. Die Kinder hören und sprechen sowohl Hochdeutsch als auch Mundart. Und das klingt dann zum zum Beispiel so: „Untn uf de Wies, stet ä grosse Ries. Hot Hoor bis uf die Füss, kenne moch nä geküss.“ Mundart wird hierzulande auch in Heimatvereinen gepflegt, in manchen Regionen Thüringens gibt es auch noch zweisprachige Straßenschilder. Autorin Ria Weber begibt sich auf die Spuren der Mundart in Thüringen, zeigt, wo sie von Jung und Alt noch gepflegt wird. Auch ein Online-Spezial von MDR THÜRINGEN zum Thema Mundart nutzen bereits hunderte User, um ihre Mundartwörter online zu stellen: mdr-thüringen.de Von Kitas über die Heimatvereine bis zur Onlinenutzung reicht die Bandbreite, damit Mundart in Thüringen lebendig überleben kann.

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